"Konsument" vergleicht Supermarkt-Preise

Mehr als 10 Euro Unterschied zwischen Erst- und Letztplatziertem. Diskontläden bei Billigware unschlagbar. Viele Preise ident.

Wien (OTS) - In der August-Ausgabe präsentiert das Testmagazin "Konsument" einen Vergleich von elf Supermärkten, davon neun in Wien und zwei in Innsbruck. Basis dieser "Markt & Preis"-Erhebung ist ein Warenkorb mit 30 Produkten des täglichen Bedarfs. Er enthält beliebte Diskont-Artikel aus den Supermarkt-Regalen: von Apfelessig über Langkornreis bis zu Zwiebeln. Die "Konsument"-Tester suchten in den Supermärkten jeweils das billigste Angebot des Warenkorbs. Dabei wurden vor allem Billig- und Eigenmarken miteinander verglichen. Ergebnis: Beim Preis sind die Diskontketten unschlagbar. Am billigsten ist der Warenkorb bei "Lidl" und "Hofer", am teuersten im Tiroler Supermarkt "M-Preis". Mit 45,90 Euro liegt der Preis für den Warenkorb um 30 Prozent höher als beim Billigstanbieter "Lidl". Bei vielen Produkten gibt es keine Preisunterschiede. Großmärkte sind billiger als Supermärkte.

Die "Konsument"-Supermarktketten-Erhebung bestätigt die Preisführerschaft der Diskonter. Mit 35,27 Euro bietet "Lidl" den günstigsten Warenkorb. Dicht an seinen Fersen ist "Hofer": Mit nur 60 Cent liegt sein Warenkorb nur unwesentlich darüber. Bei 21 der 30 Produkte sind die Preise vollkommen ident. Mit geringem Abstand folgen "Mondo" und "Zielpunkt" auf den Plätzen drei und vier. Auch hier ist die Übereinstimmung mit dem Billigstanbieter relativ hoch. 18 bzw. 16 Produkte kosten exakt so viel wie bei "Lidl". Selbst in Supermärkten, die preislich im Mittelfeld liegen, ist rund ein Drittel der Artikel um nichts teurer als bei Preisführer "Lidl".

Preislich sehr eng beisammen liegen die großen Platzhirsche im Lebensmittel-Einzelhandel "Billa" und "Spar". So kostet bei "Spar" der Warenkorb 42,12 Euro, bei "Billa" 42,50. Etwas billiger geben es die Großmärkte der beiden Kontrahenten. "Interspar" liegt hier mit 39,72 Euro um 32 Cent vor "Merkur". "Konsument" schließt daraus, dass sich die Handelsketten gegenseitig sehr scharf auf die Finger schauen.

Große Preisunterschiede fand "Konsument" vor allem bei Backwaren, Obst und Gemüse, aber auch bei Margarine, Speiseeis oder Bier. Die größte Differenz gab es beim Mischbrot: Gegenüber dem Billigstangebot von 79 Cent muss der Käufer bei "M-Preis" das Vierfache berappen. Ebenfalls teurer ist "M-Preis" beim Toastbrot: 1,45 Euro steht einem Minimumpreis von 45 Cent gegenüber.

Interessanter Zusatzvergleich: "Konsument" prüfte auch, wie viel man sich sparen könnte, wenn man alle Supermärkte abklappert und nur die jeweils günstigsten Produkte kauft. Hier kommt der billigste Warenkorb auf 33,42 Euro, also nur 1,85 Euro unter dem Korbpreis bei "Lidl". Der Diskonter liegt also recht nahe am fiktiven Bestpreis. Umgekehrt beträgt der fiktive Höchstpreis für den Warenkorb (die jeweils teuersten Produkte zusammengefasst) 53,76 Euro - also um 20 Euro mehr.

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