- 23.07.2003, 16:04:09
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LR Schwärzler: Kein Verständnis für Gentechnik-Zulassung
Sicherheit für Bauern und Konsumenten muss gewahrt bleiben
Bregenz (VLK) – Landesrat Erich Schwärzler hält nichts von
der jüngsten Entscheidung der EU-Agrarminister,
gentechnisch veränderte Lebensmittel auf dem europäischen
Markt wieder zuzulassen. Dieser Beschluss mache es umso
wichtiger, dass Gentechnik-Produkte vom Feld bis zur
Ladentheke klar gekennzeichnet sein müssen. ****
Mit der Aufhebung des Zulassungsstopps habe sich in
Brüssel offensichtlich die Gentechnik-Lobby auf Kosten der
bäuerlichen Landwirtschaft und der Konsumenten
durchgesetzt. Ärgerlich ist für Schwärzler, "dass die EU
ihre ansonsten geübte Reglementierungswut gerade hier
aufgibt und stattdessen die Verantwortung für eine klare
Gentechnik-Regelung auf die Mitgliedsstaaten abschiebt".
Die Wiederzulassung von Gentechnik-Lebensmitteln ist für
den Agrarlandesrat nicht nachvollziehbar, da die
Risikobewertung bei solchen Produkten nicht geklärt ist.
Schwärzler verlangt, dass Haftungs- und Kostenfragen, die
aus allfälligen Schäden resultieren, zuerst gesetzlich
eindeutig geregelt werden müssen.
Die Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte darf
laut Schwärzler nicht nur in einem Strichcode bestehen,
sondern muss für die Konsumenten klar sichtbar und
erkennbar sein. "Am liebsten wäre mir, wenn diese
Kennzeichnung in Leuchtschrift erfolgen müsste", so
Schwärzler.
Darüber hinaus erfordert die Freigabe von Gentechnik-
Produkten für die Erhaltung einer bäuerlichen
Landwirtschaft und im Sinne der Sicherheit für die
Konsumenten auch auf nationaler Ebene klare gesetzliche
Schritte. Landesrat Schwärzler: "Wenn es schon Wahlfreiheit
im Anbau und Kauf von Lebensmitteln gibt, dann nicht auf
Kosten einer ökologischen Landwirtschaft und durch eine
zusätzliche Verunsicherung der Konsumenten."
(gw,nvl)
OTS0164 2003-07-23/16:04
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