- 23.07.2003, 11:13:47
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Investitionsprogramm für NÖ Krankenhäuser
Sobotka: Landesgesundheitsfonds für bessere Struktur
St. Pölten (NLK) - Niederösterreichs Krankenhäuser werden
ausgebaut: Mit einem Investitionsprogramm von 663 Millionen Euro
werden die Spitäler in Amstetten, St. Pölten, Korneuburg und
Waidhofen an der Ybbs derzeit modernisiert, danach folgen Melk,
Wiener Neustadt, Neunkirchen und Tulln. "Der Bevölkerung muss eine
hervorragende medizinische Versorgung geboten werden. Jedes
Krankenhaus muss innerhalb von 25 Minuten erreichbar sein",
argumentiert Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka.
Natürlich müsste das Gesundheitssystem auch strukturell erneuert
werden. Sparpotenziale müssen ausgeschöpft, Doppelgleisigkeiten
abgebaut werden. Sobotka: "Ein effizientes Finanzierungssystem ist
nur dann möglich, wenn Spital und niedergelassene Ärzte aus einem
gemeinsamen Topf finanziert werden. Mit der Schaffung eines
Landesgesundheitsfonds wird das möglich." Durch diesen Fonds, der bis
Mitte des nächsten Jahres ins Leben gerufen wird, könne man optimale
Strukturen schaffen.
Derzeit erfolgt die Finanzierung der öffentlichen Krankenanstalten
durch den Bund, das Land Niederösterreich, die Gemeinden und den
Hauptverband. Die niedergelassenen Ärzte werden durch die
Sozialversicherung finanziert. Unter dem Schlagwort "Finanzierung aus
einer Hand" soll ein regionales Gesundheitssystem geschaffen werden.
"Notwendig dafür ist die Zusammenlegung der verschiedenen
Entscheidungsgremien", erläutert Sobotka.
Eine "Vorstudie" zur Gesundheitsversorgung in Niederösterreich
wurde bereits durchgeführt. Derzeit laufen darauf aufbauend vier
Pilotprojekte, bei denen Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte aus
einem Topf finanziert werden.
OTS0070 2003-07-23/11:13
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