Fußball-EM 2008: Wirtschaftsbelebung für Österreich

Neues Stadionkonzept bringt vollständige Entlastung für Steuerzahler - IHS: Mehr Arbeitsplätze am Bau und im Tourismus

Klagenfurt /München (OTS) - Das Ringen um den Ausbau der österreichischen Stadien für die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz geht in die Endrunde. Seit kurzem liegt ein neues Konzept auf dem Tisch, wonach etwa im Klagenfurter Stadtteil Waidmannsdorf eine multifunktionale Event-Arena errichtet werden soll. Der Vorteil: Über eine eigene Betreibergesellschaft ist auch die Nutzung solcher Arenen über die Euro 2008 hinaus sichergestellt.

Für den österreichischen Steuerzahler ergeben sich dadurch keine Belastungen. "Die Baukosten für die Stadien werden vollständig durch künftige Events finanziert", betont Dr. Hartmut Schütt, Vorstand bei der Allgemeinen Leasing AG in München. Das deutsche Leasingunternehmen ist als Kooperationspartner der MDL - einer hundertprozentigen Tochter der sächsischen Landesbank - und Kooperationspartner der Merck & Finck Bank AG weltweit in derartige Multifunktionsbauten involviert und will ihr Know-how auch in Österreich einbringen. Reine Fußballstadien werden heute nicht mehr gebaut, so Schütt, weil den hohen Kosten solcher Investitionen keine dauerhaften Rückflüsse gegenüberstehen. Durch kommerzielle Nachnutzung ließen sich jedoch die gesamten Baukosten wieder hereinspielen.

Damit dürften auch anfängliche Pläne vom Tisch sein, die erst die Erweiterung der Stadien und dann den Rückbau vorsahen. Die heimische Wirtschaft könne also die Vorteile einer Großveranstaltung wie der Euro 2008 voll ausschöpfen.

Diese lassen sich durchaus sehen. Laut einer Untersuchung des Instituts für Höhere Studien in Wien (IHS) entstehen durch die Fußball-EM im Jahr 2008 allein im österreichischen Tourismus zusätzlich 4.400 Arbeitsplätze, am Bau sollen es 2.200 sein. Insgesamt steigert die Euro 2008 die Wertschöpfung um 250 Millionen Euro. Freuen dürfen sich auch Bund, Länder und Gemeinden: Die höhere Wirtschaftsleistung werde zu Steuermehreinnahmen von 49 Millionen Euro führen, so das IHS in seiner Studie.

Welche zusätzlichen Effekte die Nachnutzung der Stadien bringt, ist derzeit nicht bekannt. Experten sind sich aber einig darin, dass dadurch positive Folgen auf Wirtschaft und Beschäftigung ausgehen. Die Organisation von Kultur- und Sport-Events würde darüber hinaus auch die soziale und gesellschaftliche Entwicklung in den Regionen über Jahrzehnte hinweg fördern.

Verantwortlich für die Nachnutzung der Arenen soll die deutsche FußballArena AG sein. Gemeinsam mit Partnern wie dem Elektronik-Riesen Sony plant Vorstand Roland Grahammer auch im Ausland bereits ähnlich Projekte. Mit einigen Interessenten seien die Verhandlungen schon "sehr weit gediehen", so der ehemalige Profi von Bayern München. Namen nennen wolle er aber erst, wenn auch die Tinte unter den Verträgen trocken ist.

Die Vorgehensweise ist dabei immer die gleiche: Je nach Standort gründet Grahammer mit regionalen Partnern eine Projektgesellschaft. Die Gesellschafter können dabei sowohl Privatpersonen, Unternehmen als auch die öffentliche Hand sein. Denn wichtig sei es, auf die standortspezifischen Interessen einzugehen. Grahammer: "Das sichert den Erfolg des Projektes." Nicht nur in Österreich bietet er den Entscheidungsträgern daher völlige Transparenz. So garantiert er etwa den Verantwortlichen in Bund, Ländern und Gemeinden die volle Einsicht in alle Finanzierungs- und Partnerverträge seines Unternehmens.

Eine erste Vorentscheidung für den Bau des neuen Stadions in Klagenfurt fällt am morgigen Donnerstag bei der dortigen Stadtratssitzung. Im Herbst soll dann die Finanzierung für die Standorte Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck und Wien stehen. Gerade noch rechtzeitig: Der Österreichische Fußballbund (ÖFB) muss gemeinsam mit den Schweizern dem europäischen Dachverband UEFA bis 31. Oktober die fertigen Stadienverträge vorlegen.

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