GLOBAL 2000: Fischler von Gentechnik-Lobby einseitig informiert

Risikoforschung statt Aufhebung des Gentechnik-Moratoriums

Wien (OTS) - GLOBAL 2000 kritisiert scharf die Äußerungen von EU-Kommissar Franz Fischler zur Aufhebung des Moratoriums und zur Sicherheitsbewertung von gentechnisch veränderten Organismen. Auch die neuen Richtlinien für die Gentechnik haben an der mangelhaften Risikobewertung nichts verändert.
"Bereits die bisher zugelassenen GVO sind so schlecht geprüft, dass von Sicherheit absolut keine Rede sein kann", so Werner Müller, Gentechnik-Experte von GLOBAL 2000. "Fischlers Absage an des Moratorium beruht offenkundig auf einer einseitigen Information durch die Gentech-Lobby und deren Wissenschaftlern. Fischler sollte sich umfassend mit dem Thema auseinandersetzen, wenn er das Vertrauen der EU-Bürger nicht vollends verlieren will."
Eine kürzlich vom Umweltbundesamt veröffentlichte Studie (Monographie M-109) zeigt die drastischen Mängel in der Sicherheitsbewertung bei GVO. "Statt auf toxikologischen Experimenten gründen Pro-Gentechnik-Wissenschaftler ihre Sicherheitsbewertung von GVO nur auf Prognosen und Annahmen", kritisiert Müller. "Der Verzehr von gentechnisch veränderten Lebensmittel ist nach wie vor ein Experiment mit der Gesundheit der Bevölkerung." Untersuchungen, wie sie in der Pflanzschutzmittelprüfung Mindeststandard sind, z. B. Untersuchungen über die Wirkungen auf den Embryo (Embryotoxizität) und die Kanzerogenität, werden bei GVO nicht durchgeführt.
"Solange die Sicherheitsbewertung so mangelhaft ist, sind die EU-Mitgliedstaaten geradezu dazu verpflichtet das Moratorium aufrecht zu erhalten", so Müller. "Der Schutz der Gesundheit der Bürger muss über allen wirtschaftlichen Interessen stehen."

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