Biotech aus Österreich auf der Überholspur

Historischer Sieg: Österreicher gewinnt den Deutschen Wettbewerb "Science 4 Life"

Wien (OTS) - Die Entwicklung von neuartigen Schmerzmitteln brachte dem Team des Innsbrucker Universitätsprofessors Helmut Schmidhammer als Erstes aus Österreich stammendem Team in der Geschichte des deutschen Businessplan Wettbewerbs "Science4Life" den Sieg. Der Gewinn: EUR 30.000,-.

Dass stetige Bemühungen zum Ziel führen, konnte eindrucksvoll beim Wettbewerb Science4Life bewiesen werden: Nach nunmehr vier Jahren intensiver Aufbauarbeit durch das Impulsprogramm Biotechnologie/ Life Science Austria, zeigen sich die Erfolge der österreichischen Biotech-Szene auch im Ausland.

Beim renommierten Businessplan Wettbewerb Science4Life landeten zwei von LISA, einem Programm der Innovationsagentur, betreute und auch finanzierte Projekte unter den Top10. Das Sieger-Team des Innsbrucker Universitätsprofessors Helmut Schmidhammer (Projekt AlcaSynn) entwickelt neuartige Schmerzmittel, deren Wirksamkeit jene von herkömmlichen Opiaten übertrifft, die sich aber durch eine deutlich bessere Verträglichkeit auszeichnen. Der erste Platz brachte Euro 30.000 an Preisgeldern, die das Team nun gezielt zur Weiterentwicklung seines Forschungsprojektes einsetzen wird. Platz 6 ging an das Team von Prof. Thierry Langer (Universität Innsbruck). Dessen Firma inte:ligand entwickelt eine neuartige, integrierte Software zur Verbesserung der Leitstrukturfindung und -optimierung bei der Entwicklung neuer Medikamente und bietet Consulting in diesem Bereich an.

Die Biotechnologie wird oft als eine der Boom-Industrien des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Der Biotechnologie Standort Österreich ist im internationalen Vergleich noch ein zartes Pflänzchen, das aber nicht zuletzt durch die nachhaltige Unterstützung der öffentlichen Hand gerade in diesen konjunkturell schlechten Zeiten weiter wachsen kann. Die Finanzierung des kostspieligen Life Science Bereichs ist schwerer als in den Top Regionen Europas. So wurden z.B.: im Cluster Cambrigde (UK) allein 361 Mio. Pfund Risikokapital in den letzten drei Jahren investiert. In Österreich hingegen fließen derartige Investitionen noch nicht in dieser Höhe. Gerade deshalb ist die Unterstützung der öffentlichen Hand gefragt.

Es ist kein Zufall, dass beide Projekte aus Innsbruck stammen -funktioniert doch gerade in Tirol das Zusammenspiel Bund - Land hervorragend. Die enge Kooperation von CAST - das universitäre Gründerzentrum Innsbrucks (AplusB Initiative) und LISA ermöglicht vielversprechenden Tiroler Projekten nicht nur bestmögliche Betreuung vor Ort sondern auch die Bereitstellung entsprechender finanzieller Mittel.

Besonders wichtig in diesem Kontext ist das frühe Erkennen und Forcieren von Projekten mit hohem Potenzial, denn nur durch nachhaltiges, qualitativ hochwertiges Wachstum kann Österreich die Fehler der "Pioniere" vermeiden und aus ihnen lernen.
Dass Österreich auf der Überholspur ist, wird durch den Gewinn des Science4Life Venture Cup bestätigt. Der Bewerb wurde 2003 bereits zum fünften Mal ausgeschrieben. Die Teilnahme am Science4Life Venture Cup ist zum Gütesiegel für Gründer aus den Bereich Life Sciences und Chemie geworden. Aus den 69 Geschäftsideen, die dieses Jahr deutschlandweit eingereicht und durch Experten beurteilt wurden, konnte sich der siegreiche österreichischen Beitrag klar abheben -und begründete damit einen "historischen" Sieg, nämlich als erstes österreichisches Biotech-Projekt den ersten Platz bei diesem deutschen, fachspezifischen Businessplan Wettbewerb zu sichern.

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Dr. Gertaud Unterrainer
LISA/Innovationsagentur
Tel: (01) 216 52 93-347
http://www.lifescienceaustria.at

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