• 22.07.2003, 10:22:35
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Biotech aus Österreich auf der Überholspur

Historischer Sieg: Österreicher gewinnt den Deutschen Wettbewerb "Science 4 Life"

Wien (OTS) - Die Entwicklung von neuartigen Schmerzmitteln brachte
dem Team des Innsbrucker Universitätsprofessors Helmut Schmidhammer
als Erstes aus Österreich stammendem Team in der Geschichte des
deutschen Businessplan Wettbewerbs "Science4Life" den Sieg. Der
Gewinn: EUR 30.000,-.

Dass stetige Bemühungen zum Ziel führen, konnte eindrucksvoll beim
Wettbewerb Science4Life bewiesen werden: Nach nunmehr vier Jahren
intensiver Aufbauarbeit durch das Impulsprogramm Biotechnologie/ Life
Science Austria, zeigen sich die Erfolge der österreichischen
Biotech-Szene auch im Ausland.

Beim renommierten Businessplan Wettbewerb Science4Life landeten
zwei von LISA, einem Programm der Innovationsagentur, betreute und
auch finanzierte Projekte unter den Top10. Das Sieger-Team des
Innsbrucker Universitätsprofessors Helmut Schmidhammer (Projekt
AlcaSynn) entwickelt neuartige Schmerzmittel, deren Wirksamkeit jene
von herkömmlichen Opiaten übertrifft, die sich aber durch eine
deutlich bessere Verträglichkeit auszeichnen. Der erste Platz brachte
Euro 30.000 an Preisgeldern, die das Team nun gezielt zur
Weiterentwicklung seines Forschungsprojektes einsetzen wird. Platz 6
ging an das Team von Prof. Thierry Langer (Universität Innsbruck).
Dessen Firma inte:ligand entwickelt eine neuartige, integrierte
Software zur Verbesserung der Leitstrukturfindung und -optimierung
bei der Entwicklung neuer Medikamente und bietet Consulting in diesem
Bereich an.

Die Biotechnologie wird oft als eine der Boom-Industrien des 21.
Jahrhunderts bezeichnet. Der Biotechnologie Standort Österreich ist
im internationalen Vergleich noch ein zartes Pflänzchen, das aber
nicht zuletzt durch die nachhaltige Unterstützung der öffentlichen
Hand gerade in diesen konjunkturell schlechten Zeiten weiter wachsen
kann. Die Finanzierung des kostspieligen Life Science Bereichs ist
schwerer als in den Top Regionen Europas. So wurden z.B.: im Cluster
Cambrigde (UK) allein 361 Mio. Pfund Risikokapital in den letzten
drei Jahren investiert. In Österreich hingegen fließen derartige
Investitionen noch nicht in dieser Höhe. Gerade deshalb ist die
Unterstützung der öffentlichen Hand gefragt.

Es ist kein Zufall, dass beide Projekte aus Innsbruck stammen -
funktioniert doch gerade in Tirol das Zusammenspiel Bund - Land
hervorragend. Die enge Kooperation von CAST - das universitäre
Gründerzentrum Innsbrucks (AplusB Initiative) und LISA ermöglicht
vielversprechenden Tiroler Projekten nicht nur bestmögliche Betreuung
vor Ort sondern auch die Bereitstellung entsprechender finanzieller
Mittel.

Besonders wichtig in diesem Kontext ist das frühe Erkennen und
Forcieren von Projekten mit hohem Potenzial, denn nur durch
nachhaltiges, qualitativ hochwertiges Wachstum kann Österreich die
Fehler der "Pioniere" vermeiden und aus ihnen lernen.
Dass Österreich auf der Überholspur ist, wird durch den Gewinn des
Science4Life Venture Cup bestätigt. Der Bewerb wurde 2003 bereits zum
fünften Mal ausgeschrieben. Die Teilnahme am Science4Life Venture Cup
ist zum Gütesiegel für Gründer aus den Bereich Life Sciences und
Chemie geworden. Aus den 69 Geschäftsideen, die dieses Jahr
deutschlandweit eingereicht und durch Experten beurteilt wurden,
konnte sich der siegreiche österreichischen Beitrag klar abheben -
und begründete damit einen "historischen" Sieg, nämlich als erstes
österreichisches Biotech-Projekt den ersten Platz bei diesem
deutschen, fachspezifischen Businessplan Wettbewerb zu sichern.

OTS0040    2003-07-22/10:22

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