- 19.07.2003, 13:44:10
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Kogler: Wolf-Aussagen sind eine einzige Unvereinbarkeitserklärung
Magna will bei Ausschreibung mitmischen
OTS (Wien) - "Die Aussagen von Siegfried Wolf kommen einer einzigen
Unvereinbarkeitserklärung und damit Selbstanklage gleich", erklärt
der Vorsitzende des Rechnungshofausschusses und Budgetsprecher der
Grünen, Werner Kogler, zu den Aussagen von Siegfried Wolf, Vizechef
von Magna International, im heutigen ORF-Mittagsjournal.
Wolf habe das Übernahmeinteresse von Magna an den ÖIAG-Anteilen der
voestalpine mehr oder weniger unumwunden ausgesprochen. Die
Bedingungen, die Wolf für die Modalitäten eines etwaigen Verkaufs der
ÖIAG-Anteile genannt habe, sprechen für Kogler eindeutig für ein
unbedingtes Plädoyer, Magna als kaufwilligen Player zuzulassen.
"Von der vorgeblichen Zurückhaltung ist Magna weiter entfernt denn
je. Das geht sogar so weit, dass man ungeniert über das
Verkaufsprozedere wie z.B. die Ausschreibebedingungen mitmischen
will", ergänzt Kogler. Einen zwingenderen Beweis für die
Unvereinbarkeit von Magna-Manager Wolf in der Funktion als
Aufsichtsratsvorsitzender der ÖIAG hätte wohl niemand sonst liefern
können. Er selbst, Wolf, habe das eindrucksvoll getan.
"Als ÖIAG-Aufsichtsrat erhält Wolf schon im Vorfeld eines etwaigen
Verkaufs der ÖIAG-Anteile relevante Informationen, was aus
rechtlicher Sicht völlig unhaltbar ist", kritisiert Kogler, der
abschließend fordert: "Nach diesem entlarvenden Auftritt muss Wolf
soviel Anstand besitzen und sich sofort aus dem ÖIAG-Aufsichtsrat
zurückziehen."
OTS0023 2003-07-19/13:44
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