Leitl trifft Botschafter der EU-Beitrittsländer zu Arbeitsgespräch am Attersee

Motto: "EU-Erweiterung zum Erfolg machen!"

Wien (PWK 488) - Wirtschaftskammer Österreich Präsident Christoph Leitl hat für heute, Freitag, die Botschafter der 10 EU-Beitrittsstaaten sowie von Rumänien und Bulgarien zu einem Arbeitsgespräch mit kulturellem Rahmenprogramm ins oberösterreichische Salzkammergut eingeladen. Das Treffen findet gemeinsam mit Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer in Litzlberg am Attersee statt. "Die EU-Erweiterung soll ein Erfolg werden - dies ist das Thema des Zusammenkommens und gleichzeitig unser aller wichtiges Vorhaben", betont der WKÖ- und Europa-Wirtschaftskammer-Präsident (Eurochambres). "Insbesondere wollen wir uns über die optimale Vorbereitung für Klein- und Mittelbetriebe, über vorhandene Ängste und das bestmögliche Ergreifen aller Chancen dies- und jenseits der aktuellen EU-Grenze austauschen."

Grundsätzlich sei die Stimmung unter den österreichischen Betrieben positiv, merkt Leitl an. 4 von 10 Unternehmen versprechen sich von der EU-Erweiterung laut einer von der WKÖ beauftragten Market-Umfrage konkrete Vorteile. Jedoch sehen auch 3 von 10 Betrieben darin eine Bedrohung. "Dort müssen wir ansetzen und Ängste sowohl in der Wirtschaft als auch in der Bevölkerung durch Aufklärung und Unterstützungsmaßnahmen abbauen", betont Leitl. "Die Sorgen der KMU müssen ernst genommen werden durch Vorbereitungen auf österreichischer Seite und durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit." Im Rahmen der ARGE 28 der Wirtschaftskammern wurde heuer mit individuellen und Gruppen-Coaching-Programmen begonnen. Gefördert werden die KMU dabei mit jeweils bis zu 20.000 Euro. Finanziert werden auch grenzüberschreitende On-the-job-Trainingsprogramme, zB im Rahmen eines Joint Ventures zwischen einem EU- und einem Beitrittsland-KMU zur Technik- und Verkaufs-Schulung von Mitarbeitern.

Bei dieser Gelegenheit übergibt Leitl den Botschaftern auch das Positionspapier der WKÖ zum Europa-Konvent, zu dem die Erweiterungsländer bei der EU-Regierungskonferenz in Saloniki ja bereits gleichberechtigt eingebunden waren. "Aus Sicht der Wirtschaft stellt der EU-Verfassungsentwurf von Konventspräsident Giscard d’Estaing eine gute Arbeitsbasis dar, wenngleich auch Nachbesserungen notwendig sind", fasst Leitl zusammen. Erstmals sei es gelungen, ein einheitliches und verständliches Grundlagendokument zu schaffen, das die EU den Bürgern näher bringt, ihr eine einheitliche Rechtspersönlichkeit und damit mittelfristig die Möglichkeit einer einheitlichen Außenvertretung in internationalen Organisationen verleiht. Entscheidungsverfahren und Kompetenzen der EU werden klarer und nachvollziehbarer. Wenn einzelne Mängel des Verfassungsentwurfs wie zB im institutionellen Bereich ausgeräumt werden, sind, so Leitl "die Voraussetzungen geschaffen, dass die EU auch nach der Erweiterung handlungsfähig bleibt und der ihr zustehenden internationalen Rolle gerecht werden kann."

Zum Abschluss des Arbeitsgesprächs wird den Vertretern der Beitrittsländer österreichische Kultur beim Eröffnungskonzert des Attergauer Kultursommers in der Pfarrkirche St. Georgen vermittelt. (Ne)

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