- 18.07.2003, 11:04:36
- /
- OTS0065 OTW0065
Leitl trifft Botschafter der EU-Beitrittsländer zu Arbeitsgespräch am Attersee
Motto: "EU-Erweiterung zum Erfolg machen!"
Wien (PWK 488) - Wirtschaftskammer Österreich Präsident Christoph
Leitl hat für heute, Freitag, die Botschafter der 10
EU-Beitrittsstaaten sowie von Rumänien und Bulgarien zu einem
Arbeitsgespräch mit kulturellem Rahmenprogramm ins
oberösterreichische Salzkammergut eingeladen. Das Treffen findet
gemeinsam mit Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer in
Litzlberg am Attersee statt. "Die EU-Erweiterung soll ein Erfolg
werden - dies ist das Thema des Zusammenkommens und gleichzeitig
unser aller wichtiges Vorhaben", betont der WKÖ- und
Europa-Wirtschaftskammer-Präsident (Eurochambres). "Insbesondere
wollen wir uns über die optimale Vorbereitung für Klein- und
Mittelbetriebe, über vorhandene Ängste und das bestmögliche Ergreifen
aller Chancen dies- und jenseits der aktuellen EU-Grenze
austauschen."
Grundsätzlich sei die Stimmung unter den österreichischen Betrieben
positiv, merkt Leitl an. 4 von 10 Unternehmen versprechen sich von
der EU-Erweiterung laut einer von der WKÖ beauftragten Market-Umfrage
konkrete Vorteile. Jedoch sehen auch 3 von 10 Betrieben darin eine
Bedrohung. "Dort müssen wir ansetzen und Ängste sowohl in der
Wirtschaft als auch in der Bevölkerung durch Aufklärung und
Unterstützungsmaßnahmen abbauen", betont Leitl. "Die Sorgen der KMU
müssen ernst genommen werden durch Vorbereitungen auf
österreichischer Seite und durch die grenzüberschreitende
Zusammenarbeit." Im Rahmen der ARGE 28 der Wirtschaftskammern wurde
heuer mit individuellen und Gruppen-Coaching-Programmen begonnen.
Gefördert werden die KMU dabei mit jeweils bis zu 20.000 Euro.
Finanziert werden auch grenzüberschreitende
On-the-job-Trainingsprogramme, zB im Rahmen eines Joint Ventures
zwischen einem EU- und einem Beitrittsland-KMU zur Technik- und
Verkaufs-Schulung von Mitarbeitern.
Bei dieser Gelegenheit übergibt Leitl den Botschaftern auch das
Positionspapier der WKÖ zum Europa-Konvent, zu dem die
Erweiterungsländer bei der EU-Regierungskonferenz in Saloniki ja
bereits gleichberechtigt eingebunden waren. "Aus Sicht der Wirtschaft
stellt der EU-Verfassungsentwurf von Konventspräsident Giscard
d’Estaing eine gute Arbeitsbasis dar, wenngleich auch Nachbesserungen
notwendig sind", fasst Leitl zusammen. Erstmals sei es gelungen, ein
einheitliches und verständliches Grundlagendokument zu schaffen, das
die EU den Bürgern näher bringt, ihr eine einheitliche
Rechtspersönlichkeit und damit mittelfristig die Möglichkeit einer
einheitlichen Außenvertretung in internationalen Organisationen
verleiht. Entscheidungsverfahren und Kompetenzen der EU werden klarer
und nachvollziehbarer. Wenn einzelne Mängel des Verfassungsentwurfs
wie zB im institutionellen Bereich ausgeräumt werden, sind, so Leitl
"die Voraussetzungen geschaffen, dass die EU auch nach der
Erweiterung handlungsfähig bleibt und der ihr zustehenden
internationalen Rolle gerecht werden kann."
Zum Abschluss des Arbeitsgesprächs wird den Vertretern der
Beitrittsländer österreichische Kultur beim Eröffnungskonzert des
Attergauer Kultursommers in der Pfarrkirche St. Georgen vermittelt.
(Ne)
OTS0065 2003-07-18/11:04
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK






