• 17.07.2003, 13:26:17
  • /
  • OTS0132 OTW0132

ARGE-ÄrztInnen: Ökonomisierung im Gesundheitswesen darf nicht auf Kosten der Patienten gehen

Wien (ÖGB) "Es darf keine Kostenumwälzung auf die PatientInnen
geben", warnt die Vorsitzende der ARGE-ÄrztInnen im ÖGB, Dr.Sabine
Oberhauser. Den Vorschlägen von Gesundheitsministerin Rauch-Kallat
zur Absenkung der Medikamentenkosten kann Oberhauser positives wie
den vermehrten Einsatz von Generika abgewinnen. Eine Einsparung auf
dem Rücken der PatientInnen, indem noch weniger Medikamente auf
Rezept erhältlich sein sollen, lehnt Oberhauser strikt ab.++++

Die Vorsitzende der ARGE-ÄrztInnen fordert zudem ein vermehrtes
Mitspracherecht der Ärzteschaft bei der Senkung der
Medikamentenkosten. Kritik übt Oberhauser an den Aussagen des
Ärztekammerpräsidenten Brettenthaler, der einem Verbot für Kongresse
für Ärzte von Pharmafirmen zustimmen würde: "Der sowohl von
Rauch-Kallat als auch vom Ärztekammerpräsidenten in nahezu
selbstgeißelnder Art geforderte Stopp der Finanzierung von
,Urlaubsreisen' für Ärzte auf Kosten der Pharmaindustrie ist
möglicherweise aus Sicht eines niedergelassenen Allgemeinmediziners
mit Hausapotheke in Ordnung, die angestellten ÄrztInnen finanzieren
einen Großteil ihrer Fortbildungen selbst, geschweige denn die
Urlaube", so Oberhauser.

Weiters weist Oberhauser darauf hin, dass viele der Vorschläge der
Gesundheitsministerin erstens nicht neu und zweitens auch schon ihre
VorgängerInnen an den verschiedensten Lobbys gescheitert sind.

"Ich hoffe, dass die Frau Minister auch in der Umsetzung so viel
Elan an den Tag legt, wie bei ihren Ideen. Bis jetzt sind es nur
Worte. Die ARGE ÄrztInnen steht selbstverständlich mit ihrem
ExpertInnenwissen zur Verfügung", schließt Oberhauser. (bm)

ÖGB, 17. Juli 2003
Nr. 600

OTS0132    2003-07-17/13:26

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel