Gorbach und Pröll vereinbaren "Standortgipfel" für Herbst

PPP-Finanzierungsmodell für die A5 könnte Fertigstellung beschleunigen

Wien (OTS) - Im Herbst wollen sich Verkehrsminister Hubert Gorbach und die Landeshauptmänner von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland zu einem Standortgipfel treffen, bei dem wichtige Infrastrukturvorhaben und insbesondere die Evaluierung des Generalverkehrsplans in Hinblick auf die EU-Osterweiterung ausgiebig diskutiert werden sollen. Dies vereinbarten Minister Gorbach und Niederösterreichs Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern in einem Arbeitsgespräch in St. Pölten.

"Es ist mir ein Anliegen, mich über die Meinungen und Anregungen der im besonderen Maße betroffenen Länder persönlich zu informieren, um gemeinsam zu einer für alle zufriedenstellenden Lösung zu kommen", sagte Gorbach. Er habe angesichts der Verkehrsprognosen bis 2015 (Anstieg LKW-Verkehr um 70 Prozent, PKW 30 Prozent) volles Verständnis für die Anliegen der östlichen Bundesländer. Vorschläge der Bundesländer, wie zum Beispiel die Autobahnanbindung an den Zukunftsstandort Preßburg würden durchaus sinnvoll sein, so Gorbach. Diese Vorschläge werde man im Zuge des Standortgipfels eingehend diskutieren.

Landeshauptmann Pröll betonte, dass im Hinblick auf die EU-Erweiterung besonderes Augenmerk auf grenzüberschreitende Verkehrswege gelegt werden müsse. "Leistungsfähige Verkehrsanbindungen in die Beitrittsländer sind für den Standort Niederösterreich unbedingt notwendig. Nur so können wir die zunehmende Mobilität bewältigen und unsere Chancen im größeren Europa nutzen", so Pröll. Niederösterreich habe hier schon zahlreiche Vorarbeiten geleistet und dadurch eine rasche Umsetzung ermöglicht. Die Wichtigkeit grenzüberschreitender Verkehrsnetze seien auch von der EU erkannt worden, denn fünf der sechs TEN-Strecken in Österreich betreffen Niederösterreich. "Jetzt geht es darum, dass wir uns durch ein gemeinsames Einsetzen in Brüssel die Unterstützung der EU sichern und so das Beste für das Land herausholen", so Pröll.

Beide Politiker bekannten sich zum möglichst schnellen Ausbau der Nordautobahn (A5). "Dieses Projekt ist derzeit in Prüfung für eine PPP-Finanzierung. Wenn wir dafür eine Lösung finden, kann die Fertigstellung der A5 bereits früher als im Jahr 2008 erfolgen", stellte Gorbach in Aussicht.

Einig waren sich Gorbach und Pröll auch in Bezug auf die seit Jahrzehnten unterbrochenen Eisenbahnverbindungen nach Tschechien wie Fratres oder Laa an der Thaya. Diese sollen unter Beteiligung des Landes wiederhergestellt werden. "Die Planung für den Übergang Fratres wird bereits in die 11. Übertragungsverordnung aufgenommen", schloss Gorbach.(schluss bxf)

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