- 16.07.2003, 12:43:32
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Darabos: Grasser soll Belege für Reisen offen legen
Woher kommen 8.300 Euro für neuerliche Monaco-Reise?
Wien (SK) "Von Tag zu Tag hat Finanzminister Grasser größeren
Aufklärungsbedarf. Der Finanzminister sollte daher im eigenen
Interesse für rasche Offenlegung der Finanzierung seiner
Reisetätigkeit sorgen", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos
zu der im aktuellen "Falter" aufgeworfenen Frage, wer Grassers
jüngste Monaco-Reise bezahlt habe. Die Reise, die Grasser in einem
Privatjet von Frank Stronach getätigt hat, habe 8.300 Euro gekostet.
Darabos gegenüber dem Pressedienst der SPÖ: "Das ist wesentlich mehr
als Grassers Gehalt ausmacht. Angesichts der bisher bekannten
Förderungen Grassers durch Unternehmen darf zumindest bezweifelt
werden, dass der Finanzminister für diese Reise selbst aufgekommen
ist." ****
Darabos fordert Grasser auf, Belege über die Reisespesen offen zu
legen: "Der Finanzminister soll nicht ständig seine Unschuld
beteuern. Wenn Grasser der Meinung ist, dass die Vorwürfe gegen seine
Person unberechtigt sind, könnte er sie durch Offenlegung der
entsprechenden Belege leicht entkräften. So lange er das nicht macht,
bleibt ein bitterer Beigeschmack."
In diesem Zusammenhang weist Darabos darauf hin, dass auch die
Verteidigungsmauer der FPÖ in der Causa Grasser langsam brüchig wird.
"Es ist zu begrüßen, wenn maßgebliche FPÖ-Funktionäre sich endlich
auch für eine parlamentarische und unabhängige Klärung der Vorwürfe
gegen Grasser aussprechen", so Darabos. Ob einzelne FPÖ-Mandatare im
Nationalrat der Einsetzung eines Untersuchungsausschuss zustimmen
werden, bleibe dennoch ungewiss. "Beim Beschluss der Pensionsreform
hat sich ja gezeigt, dass für FPÖ-Mandatare ihr lauthals angekündigte
Abstimmungsverhalten zum Lippenbekenntnis verkommt", so Darabos
abschließend. (Schluss) ml
OTS0117 2003-07-16/12:43
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