Darabos: Grasser soll Belege für Reisen offen legen

Woher kommen 8.300 Euro für neuerliche Monaco-Reise?

Wien (SK) "Von Tag zu Tag hat Finanzminister Grasser größeren Aufklärungsbedarf. Der Finanzminister sollte daher im eigenen Interesse für rasche Offenlegung der Finanzierung seiner Reisetätigkeit sorgen", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos zu der im aktuellen "Falter" aufgeworfenen Frage, wer Grassers jüngste Monaco-Reise bezahlt habe. Die Reise, die Grasser in einem Privatjet von Frank Stronach getätigt hat, habe 8.300 Euro gekostet. Darabos gegenüber dem Pressedienst der SPÖ: "Das ist wesentlich mehr als Grassers Gehalt ausmacht. Angesichts der bisher bekannten Förderungen Grassers durch Unternehmen darf zumindest bezweifelt werden, dass der Finanzminister für diese Reise selbst aufgekommen ist." ****

Darabos fordert Grasser auf, Belege über die Reisespesen offen zu legen: "Der Finanzminister soll nicht ständig seine Unschuld beteuern. Wenn Grasser der Meinung ist, dass die Vorwürfe gegen seine Person unberechtigt sind, könnte er sie durch Offenlegung der entsprechenden Belege leicht entkräften. So lange er das nicht macht, bleibt ein bitterer Beigeschmack."

In diesem Zusammenhang weist Darabos darauf hin, dass auch die Verteidigungsmauer der FPÖ in der Causa Grasser langsam brüchig wird. "Es ist zu begrüßen, wenn maßgebliche FPÖ-Funktionäre sich endlich auch für eine parlamentarische und unabhängige Klärung der Vorwürfe gegen Grasser aussprechen", so Darabos. Ob einzelne FPÖ-Mandatare im Nationalrat der Einsetzung eines Untersuchungsausschuss zustimmen werden, bleibe dennoch ungewiss. "Beim Beschluss der Pensionsreform hat sich ja gezeigt, dass für FPÖ-Mandatare ihr lauthals angekündigte Abstimmungsverhalten zum Lippenbekenntnis verkommt", so Darabos abschließend. (Schluss) ml

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