PRÖLL ZU EU-TIERTRANSPORT-VERSCHÄRFUNG: ZIEL NOCH NICHT ERREICHT

Verbesserungen für Tiere positiv zu bewerten, österreichische Standards noch nicht erreicht

Wien (OTS) Die Bemühungen der EU zur Verbesserungen der Tiertransportbedingungen sind grundsätzlich positiv zu beurteilen. Dennoch ist klar festzuhalten, dass das Ziel mit dem vorliegenden neuen Entwurf einer EU-Tiertransportverordnung noch nicht erreicht wird. Es ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, erklärte Lebensminister DI Josef Pröll zur heute von der EU-Kommission präsentierten Tiertransport-Verordnung.****

Positiv zu bewerten ist insbesondere die neuen vorgeschlagenen Fahrzeiten für Tiertransporte, die mit neun Stunden deutlich niedriger angesetzt sind als die derzeit geltenden, die etwa bei Schweinen bei 24 Stunden liegen. Von der österreichischen Begrenzung, die 6 Stunden vorsieht und dies als absolute Obergrenze, ist dies allerdings noch deutlich entfernt. Ein Forstschritt sind aber immerhin die Ruhepausen, die jedenfalls 12 Stunden betragen müssen. Besonders zu begrüßen ist, dass entsprechend den Forderungen Österreichs zum ersten Mal festgehalten wird, dass kürzere Transportzeiten für nationale Transporte möglich sind, führte Pröll weiter aus.

Um bis zu 30 bis 40 Prozent und damit deutlich mehr Platz für Tiere in den Transport-LKW’s, klarere Bestimmungen über Belüftung und andere technische Ausstattungen der LKW’s, neue Regelungen über Kontrollen sowie den Schiffstransport sind als wichtige Fortschritte zu bewerten. Die Initiativen, die Österreich in den vergangenen Jahren in Brüssel mitgetragen hat oder mit dem Tiertransport-Moratorium selbst gesetzt hat, haben Wirkungen gezeigt. Die Vorschläge der EU sind gleichzeitig als weiterer Schritt zu EU-weiten Tierschutz-Regulativen zu sehen und werden daher von Österreich unterstützt, sagte Pröll abschließend.

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