- 16.07.2003, 12:15:00
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PRÖLL ZU EU-TIERTRANSPORT-VERSCHÄRFUNG: ZIEL NOCH NICHT ERREICHT
Verbesserungen für Tiere positiv zu bewerten, österreichische Standards noch nicht erreicht
Wien (OTS) Die Bemühungen der EU zur Verbesserungen der
Tiertransportbedingungen sind grundsätzlich positiv zu beurteilen.
Dennoch ist klar festzuhalten, dass das Ziel mit dem vorliegenden
neuen Entwurf einer EU-Tiertransportverordnung noch nicht erreicht
wird. Es ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung,
erklärte Lebensminister DI Josef Pröll zur heute von der EU-
Kommission präsentierten Tiertransport-Verordnung.****
Positiv zu bewerten ist insbesondere die neuen vorgeschlagenen
Fahrzeiten für Tiertransporte, die mit neun Stunden deutlich
niedriger angesetzt sind als die derzeit geltenden, die etwa bei
Schweinen bei 24 Stunden liegen. Von der österreichischen
Begrenzung, die 6 Stunden vorsieht und dies als absolute Obergrenze,
ist dies allerdings noch deutlich entfernt. Ein Forstschritt sind
aber immerhin die Ruhepausen, die jedenfalls 12 Stunden betragen
müssen. Besonders zu begrüßen ist, dass entsprechend den Forderungen
Österreichs zum ersten Mal festgehalten wird, dass kürzere
Transportzeiten für nationale Transporte möglich sind, führte Pröll
weiter aus.
Um bis zu 30 bis 40 Prozent und damit deutlich mehr Platz für Tiere
in den Transport-LKW’s, klarere Bestimmungen über Belüftung und
andere technische Ausstattungen der LKW’s, neue Regelungen über
Kontrollen sowie den Schiffstransport sind als wichtige Fortschritte
zu bewerten. Die Initiativen, die Österreich in den vergangenen
Jahren in Brüssel mitgetragen hat oder mit dem Tiertransport-
Moratorium selbst gesetzt hat, haben Wirkungen gezeigt. Die
Vorschläge der EU sind gleichzeitig als weiterer Schritt zu EU-
weiten Tierschutz-Regulativen zu sehen und werden daher von
Österreich unterstützt, sagte Pröll abschließend.
(Schluss)
OTS0107 2003-07-16/12:15
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