Neue Software für Leistungen der Gebietskrankenkassen (LGKK) unter Federführung der OÖGKK in Betrieb

Wien (OTS) - Seit einer Woche ist bei der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (OÖGKK) ein weiteres gemeinsam entwickeltes EDV-Standardprodukt für die österreichische Sozialversicherung im Echtbetrieb. Die Kern-Anwendung "LGKK" wurde in mehrjähriger Arbeit unter Federführung der OÖGKK für alle Gebietskrankenkassen entwickelt und managt vor allem die Leistungsfälle, die für Versicherte eintreten können. "LGKK" ist eindrucksvoller Beleg für das Funktionieren des Kooperations-Modells in der EDV der Sozialversicherung.
Insgesamt rund 1.800 Personenmonate wurden in das vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger in Auftrag gegebene EDV-Großprojekt "LGKK" investiert. Die EDV-Spezialisten und Fachleute aus dem Leistungsbereich der OÖGKK wurden dabei von Kolleginnen und Kollegen der Salzburger und der Tiroler Gebietskrankenkasse unterstützt. Um alle Leistungsfälle, die für Versicherte und ihre Angehörigen denkbar sind, einzubeziehen, mußten mehr als 600 verschiedene Applikations-und Datenservices geschrieben und mehr als 800 Benutzeroberflächen aufgebaut werden. Die verschiedenen Leistungsfälle finden sich unter insgesamt 90 Menüpunkten.
"LGKK" managt nicht nur alle erdenklichen Leistungsfälle, wie etwa das Krankengeld, die Mutterschaftsleistungen oder Spitalsaufenthalte. Auch alle Beziehungen zu Vertragspartnern wie Ärzten, Spitälern und Apotheken werden von "LGKK" umfasst. Pro Tag werden in den Dienststellen der OÖGKK mehr als 7.000 Leistungsfälle bearbeitet und im Online-Betrieb rund 2.000 Belege gedruckt. "LGKK" kann derzeit von rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Dienststellen der OÖGKK genützt werden. Bald wird das Programm-Paket in ganz Österreich rund 4.000 Personen bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen.
Das Standardprodukt "LGKK" läuft seit 7. Juli problemlos und störungsfrei. Derzeit sind alle Kernbereiche des "LGKK"- Gesamtpakets im Einsatz, noch fehlende sogenannte B-Module werden im Baukastenprinzip Schritt für Schritt fertig gestellt und in Betrieb genommen. Nebenbei arbeiten die EDV-Experten an der Stabilisierung des Systems, um es in einen Routinebetrieb überzuführen. Dann wird "LGKK" im kommenden Jahr auch bei anderen Gebietskrankenkassen zum Einsatz kommen. Für die Wartung und Weiterentwicklung von "LGKK" wurde bei der OÖGKK ein Kompetenz-Zentrum eingerichtet. Bereits während der Entwicklung mussten mehrmals gesetzliche Änderungen eingearbeitet werden.
Der Sprecher der Geschäftsführung des Hauptverbandes der Sozialversichelrungsträger, Dr. Josef Kandlhofer, beglückwünschte alle Beteiligten zum erfolgreichen Praxistest des Standardproduktes. Damit habe die Sozialversicherung unter Beweis gestellt, dass sie auch auf dem Gebiet der Software-Entwicklung über hervorragende Fachleute verfügt. Kandlhofer verwies auch auf das Sparpotential, das durch "LGKK" genutzt werden konnte. Gegenüber Alleinlösungen bedeute das Kooperations-Modell eine Einsparung von rund einem Viertel der Kosten.
OÖGKK-Obmann Helmut Oberchristl sieht im Großprojekt "LGKK" ein Beispiel für eine gelungene Kooperation der Gebietskrankenkassen. Denn freiwillig hatten sich die Kassen bereits vor Beginn des Projekts auf gemeinsame Hard- und Softwarestandards geeinigt. Das Kernstück ist eine einheitliche Datenbank. Oberchristl: "In diesem Projekt wurde nicht nur das Know-how der Gebietskrankenkassen optimal genützt, sondern gezeigt, dass auch im Software-Bereich dezentral sehr effizient und zielorientiert gearbeitet werden kann."

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