- 16.07.2003, 09:00:00
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Neue Software für Leistungen der Gebietskrankenkassen (LGKK) unter Federführung der OÖGKK in Betrieb
Wien (OTS) - Seit einer Woche ist bei der oberösterreichischen
Gebietskrankenkasse (OÖGKK) ein weiteres gemeinsam entwickeltes
EDV-Standardprodukt für die österreichische Sozialversicherung im
Echtbetrieb. Die Kern-Anwendung "LGKK" wurde in mehrjähriger Arbeit
unter Federführung der OÖGKK für alle Gebietskrankenkassen entwickelt
und managt vor allem die Leistungsfälle, die für Versicherte
eintreten können. "LGKK" ist eindrucksvoller Beleg für das
Funktionieren des Kooperations-Modells in der EDV der
Sozialversicherung.
Insgesamt rund 1.800 Personenmonate wurden in das vom Hauptverband
der Sozialversicherungsträger in Auftrag gegebene EDV-Großprojekt
"LGKK" investiert. Die EDV-Spezialisten und Fachleute aus dem
Leistungsbereich der OÖGKK wurden dabei von Kolleginnen und Kollegen
der Salzburger und der Tiroler Gebietskrankenkasse unterstützt. Um
alle Leistungsfälle, die für Versicherte und ihre Angehörigen denkbar
sind, einzubeziehen, mußten mehr als 600 verschiedene Applikations-
und Datenservices geschrieben und mehr als 800 Benutzeroberflächen
aufgebaut werden. Die verschiedenen Leistungsfälle finden sich unter
insgesamt 90 Menüpunkten.
"LGKK" managt nicht nur alle erdenklichen Leistungsfälle, wie etwa
das Krankengeld, die Mutterschaftsleistungen oder Spitalsaufenthalte.
Auch alle Beziehungen zu Vertragspartnern wie Ärzten, Spitälern und
Apotheken werden von "LGKK" umfasst. Pro Tag werden in den
Dienststellen der OÖGKK mehr als 7.000 Leistungsfälle bearbeitet und
im Online-Betrieb rund 2.000 Belege gedruckt. "LGKK" kann derzeit von
rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Dienststellen der
OÖGKK genützt werden. Bald wird das Programm-Paket in ganz Österreich
rund 4.000 Personen bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen.
Das Standardprodukt "LGKK" läuft seit 7. Juli problemlos und
störungsfrei. Derzeit sind alle Kernbereiche des "LGKK"- Gesamtpakets
im Einsatz, noch fehlende sogenannte B-Module werden im
Baukastenprinzip Schritt für Schritt fertig gestellt und in Betrieb
genommen. Nebenbei arbeiten die EDV-Experten an der Stabilisierung
des Systems, um es in einen Routinebetrieb überzuführen. Dann wird
"LGKK" im kommenden Jahr auch bei anderen Gebietskrankenkassen zum
Einsatz kommen. Für die Wartung und Weiterentwicklung von "LGKK"
wurde bei der OÖGKK ein Kompetenz-Zentrum eingerichtet. Bereits
während der Entwicklung mussten mehrmals gesetzliche Änderungen
eingearbeitet werden.
Der Sprecher der Geschäftsführung des Hauptverbandes der
Sozialversichelrungsträger, Dr. Josef Kandlhofer, beglückwünschte
alle Beteiligten zum erfolgreichen Praxistest des Standardproduktes.
Damit habe die Sozialversicherung unter Beweis gestellt, dass sie
auch auf dem Gebiet der Software-Entwicklung über hervorragende
Fachleute verfügt. Kandlhofer verwies auch auf das Sparpotential, das
durch "LGKK" genutzt werden konnte. Gegenüber Alleinlösungen bedeute
das Kooperations-Modell eine Einsparung von rund einem Viertel der
Kosten.
OÖGKK-Obmann Helmut Oberchristl sieht im Großprojekt "LGKK" ein
Beispiel für eine gelungene Kooperation der Gebietskrankenkassen.
Denn freiwillig hatten sich die Kassen bereits vor Beginn des
Projekts auf gemeinsame Hard- und Softwarestandards geeinigt. Das
Kernstück ist eine einheitliche Datenbank. Oberchristl: "In diesem
Projekt wurde nicht nur das Know-how der Gebietskrankenkassen
optimal genützt, sondern gezeigt, dass auch im Software-Bereich
dezentral sehr effizient und zielorientiert gearbeitet werden kann."
Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0732) 7807 - 2610
OTS0016 2003-07-16/09:00
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