• 15.07.2003, 09:33:18
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Kärnten wird als Radtourismusland immer attraktiver

Radgipfel in Pörtschach - Angebote für Radurlauber werden verstärkt, um Saisonverlängerung zu erreichen

Klagenfurt (LPD) - Kärnten soll als Radland noch attraktiver und
bekannter werden. Radeln ist in Kärnten bereits die drittbeliebteste
Urlaubsaktivität nach Schwimmen und Wandern. Bei einem Radgipfel in
Pörtschach betonten Landeshauptmann Jörg Haider, Tourismusreferent
LHStv. Karl Pfeifenberger und Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler vor
zahlreichen Tourismusverantwortlichen und Unternehmern, dass sie die
Aktivitäten rund um den Radtourismus stärken und Kärnten als Radland
noch weiter nach vorne bringen wollen. Insbesondere soll mit dem
Ausbau des Radtourismus auch die Saison verlängert werden. Der
Landeshauptmann wies auf das 1.250 km lange Kärntner Radwegenetz mit
dem Kernstück des Drauradweges hin, auf dem allein 15.000 Radfahrer
pro Jahr unterwegs sind. Einkehr- und Unterbringungsmöglichkeiten
sowie die Informationstätigkeit müssten noch ausgebaut werden, so
Haider.

Kärnten wolle mit dem Radwanderurlaub den Erfolgsweg im Tourismus
fortsetzen, die Betriebe sollten die Chancen noch mehr nützen,
appellierte Pfeifenberger. Komplett-Angebote rund ums Rad seien für
den Radtouristen notwendig. Der Radwanderurlaub sei sehr wichtig und
biete sich optimal an, um die Saison im Frühjahr sowie im Herbst
verlängern zu können. Kärnten setze enorme Investitionen und
Initiativen, um den Tourismus voranzubringen, erwähnte Pfeifenberger
als Beispiele die neuen Fluglinien und das geplante große Kurzentrum
am Klopeinersee.

Landesrat Dörfler sagte, dass Kärnten im Jahr 1999 insgesamt
809.078 Euro in den Radwegeausbau investiert habe. Im Jahr 2000 seien
es schon rund 1,3 Mio Euro gewesen, 2001 2,1 Mio. Euro, 2002 fast 3
Mio. Euro und heuer würden wiederum 1,6 Mio. Euro verbaut werden.

Der R1 - "Drauradweg" (von Toblach bis nach Lavamünd und
Marburg), ein EU-Projekt, soll bis 2005 fertiggestellt sein. In
Kärnten umfasst er eine Länge von 250 km, nur noch 8 km sind offen,
insgesamt werden von ihm 32 Gemeinden berührt. Dörfler machte auch
auf die vielen Radwege mit ihren Schönheiten entlang der Seen und
Flüsse (etwa Wörthersee, Millstättersee, Ossiachersee oder entlang
der Möll) aufmerksam. Radwege müssten ein Anliegen aller sein. Es sei
wichtig, Kooperationen zu bilden und einen hochqualitativen
Radtourismus zu schaffen, so Dörfler.

Werner Bilgram von der Kärnten Werbung sagte, dass Kärnten das
drittbeliebteste Radland Österreichs sei und beste Chancen habe, die
Nummer eins zu werden. Es brauche Netzwerke wie die ARGE Radland, die
alle am Radtourismus beteiligten Kräfte bündle. In diesem
Zusammenhang wurde auch den Initiativen von Hannes Slamanig (Land
Kärnten) gedankt. Bilgram informierte über diverse
Marketingaktivitäten sowie über Kooperationen wie Kärntner Radreisen
(Reiseveranstalter). Senza-Confini (grenzüberschreitende )
Radprojekte würden sich in Kärnten geradezu aufdrängen. Er kündigte
auch an, dass nächstes Jahr ein eigener Drauradweg-Shuttle
eingerichtet wird. Am Radgipfel wurden noch das "Kärnten
Seen-Biking", unterstützt mit der Uraufführung eines Films,
präsentiert sowie spektakuläre Stunts am Mountainbike vorgeführt.
(Schluss)

OTS0033    2003-07-15/09:33

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