- 08.07.2003, 16:58:51
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Fiedler zu Ladenöffnung: Heute schwarzer Tag mit zwei blauen Augen für die Nahversorgung
Öffnungszeitengesetz: Sterbehilfe für Inhaber geführten Einzelhandel
Salzburg (OTS) - Die heutige Beschlussfassung über die
Nachtöffnung im Einzelhandel werde sich rasch als Bumerang für die
Inhaber geführten Einzelhandelsgeschäfte herauskristallisieren, sagte
heute die stellvertretende Bundesspartenobfrau für den Handel in der
Wirtschaftskammer Österreich, Mag. Dorothea Fiedler.
"Nachdem jetzt schon einige Bundesländer die "Nachtöffnung" ins Auge
fassen, ist vorprogrammiert, dass dem Druck der Multis weiter
nachgegeben wird, in allen Bundesländer die Nachtöffnung einzuführen.
Auch das Fallen der Sonntagsruhe ist nicht mehr weit. Das Argument,
mit Einführung der Nachtöffnung würde der Kaufkraftabfluss in die
Erweiterungsländer gestoppt, ist nicht nur den Haaren herbeigezogen,
sondern wird auch von der Praxis nicht bestätigt. Kein einziger
Wiener fährt wegen der Öffnungszeiten zum Zahnarzt nach Ödenburg."
Mit dem heute beschlossenen Gesetz sei nicht nur ein weiteres
Mittelstandsterben vorprogrammiert, sondern auch Tausende
Vollzeitarbeitsplätze im Handel im Gefahr. "Das Traurige an der
ganzen Geschichte sei, dass die für diesen Unfug Verantwortlichen
längst nicht mehr im Amt sein werden, wenn die volle Katastrophe im
Einzelhandel um sich greifen wird. Bis dorthin wird jedenfalls der
hauptverantwortliche Minister seinen "Rabattgelüsten" auch in der
Nacht nachkommen können", schloss Fiedler.
OTS0224 2003-07-08/16:58
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