• 08.07.2003, 12:19:04
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ÖBB präsentieren Mobiler-Technologie in Brüssel

Der ÖBB Güterverkehr setzt auf flexible Mobiler-Logistik

Brüssel (ÖBB) - Auf Einladung des Salzburger Verkehrslandesrates
Walter Blachfellner präsentieren Palfinger-Bermüller und der
Güterverkehr der ÖBB (Rail Cargo Austria), Vertretern des
EU-Parlaments und den Medien in Brüssel die zahlreichen Anwendungs-
und Einsatzmöglichkeiten der mehrfach ausgezeichneten
MOBILER-Logistik. Durch den Einsatz des MOBILER konnten bereits
200.000 Jahrestonnen Güter von der Straße auf die Schiene verlagert
werden. Diese Menge entspricht einem Transportvolumen von rund 10.000
LKW-Zügen.****

Seit über einem Jahr erweitert der MOBILER die Produktpalette des ÖBB
Güterverkehrsbereiches, Rail Cargo Austria. Der MOBILER ermöglicht
es, Güter rasch und einfach auf die umweltfreundliche Schiene zu
bringen, ohne auf die Vorteile der schnellen und flexiblen
LKW-Zustellung vor Ort zu verzichten. Denn der MOBILER-Einsatz ist an
jedem Ladegleis möglich, das eine seitliche LKW-Zufahrt erlaubt. Mit
dem MOBILER ist der Umschlag von speziellen Wechselbrücken und
Containern direkt zwischen Waggon und LKW möglich. Dabei verlädt der
MOBILER-LKW-Fahrer mit einer speziellen hydraulischen Hub- und
Verschubeinrichtung ohne jede fremde Hilfe rasch und sicher die
MOBILER-Container zwischen Straße und Schiene. Der Umschlag, der
weder spezielle Laderampen, noch bahntechnische Infrastruktur
voraussetzt, erfolgt horizontal, weshalb er auch unter Fahrleitungen
gefahrlos möglich ist.

Mehrfach ausgezeichnete Logistik-Innovation
Im Jahr 2000 wurde der MOBILER mit dem Innovationspreis des Landes
Salzburg ausgezeichnet. Seither hat sich dieses ausgereifte
Umschlaggerät unter anderem beim Einsatz bei der Salzburger Brauerei
Stiegl so bewährt, dass Palfinger und ÖBB RCA für das
MOBILER-Zusatzmodul E-LOGISTICS und die damit erzielte Verknüpfung
von Waren- und Informationsfluss mit dem internationalen
"elog@istics-award 2002" ausgezeichnet wurden.

"Für diese Auszeichnung", so ÖBB Vorstandsdirektor Ferdinand Schmidt,
"waren Kriterien, wie Anwendernutzen, Beschleunigungseffekte in der
Wertschöpfungskette und das Entwicklungspotenzial der Lösung
entscheidend. Das ELOGISTICS-System zur Echtzeit-Verfolgung von
Gütern und Fahrzeugen wurde prämiert, weil die Verbindung von
Transponder-Technologie und GPS-Satellitenortungssystem mit der
Identifikation und Ortung der Container und Waggons nun auch beim
kombinierten Güterverkehr eine durchgängige Transparenz der
Logistikkette erlaubt, wie sie sonst nur in den geschlossenen
Systemen eines Unternehmens besteht."

In Salzburg wird der MOBILER unter anderem beim
Spanplatten-Hersteller Kaindl eingesetzt, weil die einfache,
betriebssichere MOBILER-Technik besonders für Tank- und
Gefahrgutlogistik (Chemikalien und Mineralöle) geeignet ist.
Schließlich wird der Container beim horizontalen Umschlag nur wenige
Zentimeter angehoben, wodurch jegliches Absturz- und Kipprisiko
vermieden wird.

Wirtschaftliche und umweltfreundliche Transportalternative
"Für die unterschiedlichen Transport- und Logistikansprüche haben wir
spezielle Varianten der MOBILER-Logistik entwickelt", erwähnt Walter
Schwaighofer, der bei ÖBB Rail Cargo Austria für den MOBILER
verantwortliche Produktmanager: "Nachdem sich die MOBILER-Technik im
Bereich der Palettenware, wie Kaufmannsgüter, Baustoffe und Getränke,
gut bewährt hat, haben wir unser Angebot um die MOBILER-Schüttgutbox
erweitert. Diese Neuentwicklung erlaubt uns die optimale Beförderung
von Altpapier, Getreide, Hackgut, Müll, Schrott und Schutt. Wir haben
die bimodale MOBILER-Lösung, diese besonders flexible Kombination von
Straßen- und Schienengüterverkehr, entwickelt, um der Wirtschaft vor
dem Hintergrund der sektoralen Fahrverbote und des Road Pricings eine
weitere wirtschaftlich attraktive und umweltfreundliche
Transportalternative anzubieten."

Weitere Kunden und Einsatzgbiete
Derzeit ist der MOBILER für namhafte Unternehmen, wie Brau Union,
Dockal, Kaindl, Loacker, Logochem, Mayr-Melnhof, Norske-Skog, Rieger,
Stiegl und die Vereinigte Fettwarenindustrie mit Altpapier,
Chemikalien, Getränken, Schrott und Pflanzenölen unterwegs. Seit
Jahresende 2002 befördert der ÖBB Güterverkehr beispielsweise 80
MOBILER-Schüttgutcontainer mit Schrott von Vorarlberg via Brenner
nach Norditalien und mit Sommer 2003 kommen im Altpapier-Bereich
weitere 60 MOBILER-Schüttgutcontainer zum Einsatz.

Ein Produkt mit Zukunft
Abgesehen von den MOBILER-Versionen für Wechselbrücken,
Schüttgut-Container und Tank-Container sind mit dem Mobiler-Adapter
kurzfristig sämtliche 20-Fuß-ISO-Tank- und Box-Container mobilerbar.
"Auf der jüngsten Transport- und Logistikmesse in München haben wir
auch MOBILER-Lösungen für Wechselbrücken ohne MOBILER-Tunnel
vorgestellt", berichtet Wolfgang Scharinger, Leiter von Rail Cargo
Austria. "Die neue Jumbo-Wechselbrücken-Variante mit mehr als 3 Meter
Innenhöhe erlaubt es uns, nun auch Transportgestelle dreilagig hoch
zu befördern, wie es von der Automobilindustrie gewünscht wird. Damit
können wir demnächst im Fahrzeugbereich Transporte von der Straße auf
die Schiene zurückverlagern. Zusätzlich planen wir die
Mobiler-Logistik auch um 30-Fuß-Wechselbrücken und -Container zu
erweitern. Auf diese Weise schließen wir die letzte Lücke in der
Produktpalette, um auch Schüttgüter in kippbaren Silocontainern zu
mobilern."

OTS0124    2003-07-08/12:19

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBB

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