• 08.07.2003, 09:31:01
  • /
  • OTS0032 OTW0032

40 Tote pro Jahr durch Wohnungs-brände! SCHUTZ HAUS: Heimrauchmelder sollten gesetzlich verankert sein!

Das Institut für technische Sicherheit - SCHUTZ HAUS fordert eine gesetzliche Verankerung der Heimrauchmelder einzuführen.

Wien (OTS) - Die beiden jüngsten Dramen ereigneten sich
vergangenes Wochenende. In Kärnten erstickte ein zweijähriges Mädchen
bei einem Kinderzimmerbrand, die ältere Schwester konnte gerettet
werden. In Wien wurden drei Menschen Opfer eines Wohnungsbrandes, sie
konnten jedoch gerettet werden und kamen mit Verletzungen davon.
Durch die rechtzeitige Warnung eines Heimrauchmelders hätten die
Unglücke verhindert werden können.

"Die Hälfte der Brandtoten im Heimbereich könnte in Österreich
jährlich gerettet werden, wenn in jeder Wohnung Heimrauchmelder
gesetzlich vorgeschrieben wären. 'Klassische' Wohnungsbrände müssen
keine Todesopfer fordern!" so DI Bernhard Noll, Leiter des Instituts
für technische Sicherheit - SCHUTZ HAUS.

Was kann passieren?
Wohnungsbrände überraschen Bewohner in der Nacht oder in den frühen
Morgenstunden meist im Schlaf. Häufig handelt es sich um sogenannte
Schwelbrände, die durch zu wenig Verbrennungsluft nicht richtig
lodern, sondern oft stundenlang an versteckten Stellen schwelen,
bevor die ersten Flammen sichtbar werden. Die Hauptursachen für
Wohnungsbrände sind unachtsames Rauchen (z.B. im Bett), leicht
brennbare Materialien, die zu nahe an Heizgeräten stehen (wie etwa
Vorhänge) sowie ein Hitzestau oder ein Kurzschluss in defekten (meist
älteren) Elektrogeräten. Offenes Feuer und Licht kann ebenso einen
Wohnungsbrand verursachen. Achten Sie vor allem auf Ihre Kinder!

Heimrauchmelder kann Leben retten
Die meisten Brandopfer kommen nicht durch die Flammen, sondern durch
giftigen Brandrauch ums Leben. Das gefährlichste Rauchgas ist das
Kohlenmonoxid, das zu verminderter Sauerstoffaufnahme,
Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod führen kann. Wer aber schon
in einer frühen Brandphase alarmiert wird, hat die Chance, sich
selbst zu retten, die Feuerwehr zu verständigen oder den Brand selbst
zu bekämpfen (z.B. durch Einsatz von Handfeuerlöschern oder
Löschdecken). Optische Rauchmelder erkennen frühzeitig den Rauch und
warnen durch einen lauten pulsierenden Ton. Dadurch werden die
Hausbewohner zu einem Zeitpunkt alarmiert, an dem die Flucht in die
Sicherheit noch möglich ist und ein größerer Brand verhindert werden
kann. Die am stärksten gefährdete Gefahrengruppe sind Kinder unter
vier Jahren, besonders aber ältere Menschen über 75 Jahre.

DI Bernhard Noll, Leiter des Instituts für technische Sicherheit -
SCHUTZ HAUS fordert eine gesetzliche Verankerung der Heimrauchmelder
für Österreich: "In den USA, in Kanada und Australien sowie auch in
europäischen Ländern wie Großbritannien und Norwegen sind
Heimrauchmelder in jedem Haushalt verpflichtend. Durch deren Einsatz
ging die Zahl der Brandopfer drastisch zurück. In Großbritannien
spricht man beispielsweise von ca. 30 Prozent Rückgang, in den USA
reduzierte sich die Zahl der Brandopfer um ca. 40 Prozent. In
Österreich kommen jährlich rund 40 Menschen bei Bränden in der
eigenen Wohnung ums Leben."

Wie funktioniert ein Heimrauchmelder?
Dringt Rauch in den Melder ein, erzeugt er dort einen messbaren und
auswertbaren Strom, wodurch der Alarmton ausgelöst wird. Bei einer
Lautstärke von über 85 dB ist dieser Ton nicht nur in dem Raum wo der
Melder montiert ist, sondern auch außerhalb - selbst durch
geschlossene Türen - hörbar.

Die Montage der meisten Melder ist sehr einfach und erfolgt mit Hilfe
zweier Schrauben, die dem Melder beigepackt sind. Heißer Rauch steigt
nach oben, also müssen die Melder an der Decke angebracht werden. Da
sich die Luft in den Ecken nicht bewegt, ist eine Anbringung in der
Deckenmitte vorzuziehen, wobei auf einen Mindestabstand von 50 cm zu
Wänden und Ecken zu achten ist.

Wo erhält man optische Rauchmelder ?
Rauchmelder für den Heimbereich bekommt man in den meisten Baumärkten
und im Elektrofachhandel. Die Preise sind sehr unterschiedlich und
bewegen sich in etwa zwischen Euro 20,- bis Euro 60,- pro Melder. Die
Melder sind batteriebetrieben und damit netzunabhängig.

Mindestschutz gewährleistet ein Rauchmelder im Vorzimmer, optimalen
Schutz bieten zusätzliche Heimrauchmelder in allen Wohn- und
Schlafräumen. Die Ergebnisse eines Heimrauchmeldertests finden Sie
auf der Homepage des SCHUTZ HAUS: www.schutzhaus.at.

OTS0032    2003-07-08/09:31

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SCH

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel