Kukacka: Entemotionalisierung der Diskussion um VOEST-Privatisierung notwendig!

Regierung hat ÖIAG-Vorstand unmissverständlichen Auftrag erteilt

Wien 6. Juli 2003 (ÖVP-PD) Für eine "Entemotionalisierung und wirtschaftspolitische Versachlichung" der Diskussion um die Privatisierung der restlichen 34,7 Prozent vorstalpine sprach sich heute, Sonntag, Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka aus. Für eine weitere Verunsicherungskampagne wegen einer angebliche Zerschlagung der voestalpine bestehe nämlich nicht mehr der geringste Anlass, seitdem die Bundesregierung und die ÖIAG-Hauptversammlung letzte Woche einen glasklaren und unmissverständlichen Privatisierungsauftrag an den ÖIAG-Vorstand erteilt hätten. Dieser Auftrag laute:

- Vorrang des Einstieges eines österreichischen Kernaktionärs oder eines Börseganges gegenüber der Beteiligung eines strategischen Partners.

- Keine Zerschlagung oder Filetierung der VOEST. ****

"Das sind klare und bindende Handlungsvorgaben an den ÖIAG-Vorstand und an seinen Aufsichtsrat, die allerdings nun auch von potentiellen österreichischen Kernaktionären durch entsprechende Kaufangebote genutzt werden müssen", stellte Kukacka klar. Er sei aber nach dem derzeitigen Stand der Diskussion optimistisch, dass dies auch in wirtschaftlich vernünftiger Weis geschehen werde.

Ein Verbleib von 25 Prozent der voestalpine im Besitz des Staates, wie er von der oberösterreichischen SPÖ und FPÖ gefordert werde, sei jedenfalls nicht im Interesse der vorstalpine, dies habe auch Generaldirektor Franz Struzl mehrmals eindeutig deponiert. Wer immer dies fordere habe offenbar bereits verdrängt, dass das VOEST-AMAG-Verstaatlichten Debakel unter Bruno Kreisky dem österreichischen Steuerzahler insgesamt 110 Milliarden Schilling (8 Milliarden Euro) und 40.000 Arbeitsplätze gekostet habe. Noch immer müssen Staatsschulden aus jener Zeit von der ÖIAG durch heutige Privatisierungserlöse getilgt werden, damit die Zinszahlungen und Haftungen des Steuerzahlers für diese Altschulden endlich eingestellt werden können, erinnerte Kukacka.

Wer noch immer auf Verstaatlichung in jenen Wirtschaftsbereichen beharre, in denen längst weltweit Wettbewerb herrsche, der betreibe ideologische Denkmalpflege für eine politische Konzeption, die ihre wirtschaftliche Bewährungsprobe nicht bestanden haben. Die konkrete Umsetzung des eindeutig auf einen österreichischen Kernaktionär und auf die Einheit des Unternehmens abzielenden Privatisierungsauftrages sei jedenfalls die Voraussetzung dafür, dass die voestalpine in eine erfolgreiche Zukunft gehen könne, schloss Kukacka.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0001