• 06.07.2003, 13:58:02
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Kukacka: Entemotionalisierung der Diskussion um VOEST-Privatisierung notwendig!

Regierung hat ÖIAG-Vorstand unmissverständlichen Auftrag erteilt

Wien 6. Juli 2003 (ÖVP-PD) Für eine "Entemotionalisierung und
wirtschaftspolitische Versachlichung" der Diskussion um die
Privatisierung der restlichen 34,7 Prozent vorstalpine sprach sich
heute, Sonntag, Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka aus. Für eine
weitere Verunsicherungskampagne wegen einer angebliche Zerschlagung
der voestalpine bestehe nämlich nicht mehr der geringste Anlass,
seitdem die Bundesregierung und die ÖIAG-Hauptversammlung letzte
Woche einen glasklaren und unmissverständlichen
Privatisierungsauftrag an den ÖIAG-Vorstand erteilt hätten. Dieser
Auftrag laute:

- Vorrang des Einstieges eines österreichischen Kernaktionärs oder
eines Börseganges gegenüber der Beteiligung eines strategischen
Partners.

- Keine Zerschlagung oder Filetierung der VOEST. ****

"Das sind klare und bindende Handlungsvorgaben an den ÖIAG-
Vorstand und an seinen Aufsichtsrat, die allerdings nun auch von
potentiellen österreichischen Kernaktionären durch entsprechende
Kaufangebote genutzt werden müssen", stellte Kukacka klar. Er sei
aber nach dem derzeitigen Stand der Diskussion optimistisch, dass
dies auch in wirtschaftlich vernünftiger Weis geschehen werde.

Ein Verbleib von 25 Prozent der voestalpine im Besitz des
Staates, wie er von der oberösterreichischen SPÖ und FPÖ gefordert
werde, sei jedenfalls nicht im Interesse der vorstalpine, dies habe
auch Generaldirektor Franz Struzl mehrmals eindeutig deponiert. Wer
immer dies fordere habe offenbar bereits verdrängt, dass das VOEST-
AMAG-Verstaatlichten Debakel unter Bruno Kreisky dem österreichischen
Steuerzahler insgesamt 110 Milliarden Schilling (8 Milliarden Euro)
und 40.000 Arbeitsplätze gekostet habe. Noch immer müssen
Staatsschulden aus jener Zeit von der ÖIAG durch heutige
Privatisierungserlöse getilgt werden, damit die Zinszahlungen und
Haftungen des Steuerzahlers für diese Altschulden endlich eingestellt
werden können, erinnerte Kukacka.

Wer noch immer auf Verstaatlichung in jenen Wirtschaftsbereichen
beharre, in denen längst weltweit Wettbewerb herrsche, der betreibe
ideologische Denkmalpflege für eine politische Konzeption, die ihre
wirtschaftliche Bewährungsprobe nicht bestanden haben. Die konkrete
Umsetzung des eindeutig auf einen österreichischen Kernaktionär und
auf die Einheit des Unternehmens abzielenden Privatisierungsauftrages
sei jedenfalls die Voraussetzung dafür, dass die voestalpine in eine
erfolgreiche Zukunft gehen könne, schloss Kukacka.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS0028    2003-07-06/13:58

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