- 03.07.2003, 17:17:03
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Wiener Linien zur FPÖ-Kritik
Notbremsüberbrückung erhöht Sicherheit im Tunnel
Wien (OTS) - Die Fahrgast-Notbremse in den U-Bahn-Zügen wurde in den
letzten Jahren derart umgebaut, dass sie nur dann wirksam ist,
solange sich der Zug im Bahnsteigbereich befindet, also eine für den
Fahrgast erkennbare Gefahr auftreten kann. Befindet sich der gesamte
Zug außerhalb des Bahnsteiges, so wird die
Fahrgast-Notbremseinrichtung automatisch überbrückt und bei
Betätigung des Notbremsgriffes eine Sprechverbindung zum Fahrer
aufgebaut.
Das System ist darauf ausgelegt, dass die Zugsgarnitur in einem
Notfall die nächste Station erreicht - dies dauert bei der U-Bahn in
der Regel nur Sekunden-, weil dort die Rettungsmaßnahmen erheblich
leichter und zielführender sind als im Tunnel.
Die von Herrn Dr. Madejski angesprochen Zwangsbremsung wird nicht
automatisch durch einen Brand ausgelöst. Unrichtig ist auch die
Behauptung, ein Zug könne danach nur mehr mit einer Geschwindigkeit
von 15 km/h fahren. In der Regel kann die Fahrt nach dem Stillstand
wieder mit dem normalen vom Leitsystem vorgegebenen Sollwert (bis zur
erlaubten Höchstgeschwindigkeit) fortgesetzt werden.
Die Tatsache, dass im Krisenfall zwei Leitstellen in Aktion treten
dient ebenfalls der Sicherheit. Die U-Bahn-Leitstelle kümmert sich
bei einem Notfall in erster Linie um die U-Bahn-Fahrgäste und setzt
Maßnahmen vor Ort. Sie sorgt beispielsweise dafür, dass keine anderen
Züge mehr nachfahren und die betroffene Station ohne Panik geräumt
werden kann. Die zentrale Leitstelle organisiert - und zwar
zeitgleich- externe Hilfe. Dadurch wird nicht Zeit verloren, sondern
im Gegenteil wertvolle Zeit gewonnen. (Schluss) wstw
OTS0243 2003-07-03/17:17
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