• 03.07.2003, 11:22:51
  • /
  • OTS0106 OTW0106

Wespen und Co im Auto - Unterschätzen Sie nicht die Gefahr!

Wien (OTS) - Mitfahrer im Auto sorgen für Abwechslung, vor allem
auf langen Urlaubsfahrten. Mancher Fahrzeuglenker empfindet dies als
angenehm, manch einer ist vielleicht lieber allein unterwegs. Wenn es
sich allerdings um Bienen, Fliegen, Wespen oder ähnliches handelt,
empfinden das nahezu alle als lästig und viele geraten in Panik.
Gerade im Straßenverkehr kann dies gefährlich werden und Unfälle
auslösen, so der ARBÖ.

Bienen und Wespen können gerade im Auto durch Panikreaktionen des
Fahrzeuglenkers Auslöser für einen Unfall werden. Im Sommer können
auch andere ungebetene Passagiere wie Hornissen und Spinnen (speziell
bei Kabrios) für Angst und Schrecken im Fahrzeuginneren sorgen.

Dazu die Leiterin des ARBÖ-Rechtsreferates Dr. Barbara Auracher
-Jäger: "Grundsätzlich muss ein Autofahrer zur Sommerzeit mit dem
Eindringen eines Insektes in das Wageninnere rechnen, wenn die
Fenster nicht verschlossen sind. Nach herrschender Rechtsprechung hat
der Lenker in einem solchen Fall ,verkehrsgerecht', also
beispielsweise durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit, zu
reagieren". Sollte daher jemand wegen einer ins Fahrzeug
eingedrungenen Wespe oder Biene in Panik geraten und dadurch die
Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren, ist er bei einem Unfall mit
Personenschaden dafür verantwortlich und haftet auch für etwaige
Schäden.

Nicht die Panik an sich wird seitens der Gesetzgebers als
vorwerfbar betrachtet, sondern die Tatsache, dass der Autofahrer
keine entsprechenden Vorbeugemaßnahmen, wie etwa die Verringerung der
Fahrgeschwindigkeit, getroffen hat. "Allerdings könnte ein durch
Insektenstich hervorgerufener - nicht willentlicher - Körperreflex
als Unfallauslöser zur Straffreiheit führen", so Dr. Auracher-Jäger
weiter.

Besonders gefährlich werden etwa Wespenstiche dann, wenn sich
Anzeichen für eine Allergie einstellen. Laut ARBÖ-Verkehrsmediziner
Prof. Dr. Josef Nagler äußern sich diese u.a. in Übelkeit, Erbrechen,
Herzklopfen oder Schweißausbrüche, in solchen Fällen ist umgehend
rasche medizinische Hilfe geboten.

Richtiges Verhalten

Als völlig zwecklos und gefährlich stufen die ARBÖ-Experten
Versuche ein, das Tier während der Fahrt zu verscheuchen. In solchen
Fällen empfiehlt es sich nach einhelliger Meinung der ARBÖ-Experten,
mit dem Wagen stehen zu bleiben - freilich ohne den Verkehr zu
behindern - und Türen und Fenster zu öffnen.

Daher Ruhe bewahren und versuchen Sie auf keinen Fall während der
Fahrt, Fahrgäste wie Wespen, Bienen, Spinnen und Konsorten
loszuwerden, sondern bringen Sie Ihren Wagen zum Stillstand, um das
Problem zu lösen, so die ARBÖ-Experten.

OTS0106    2003-07-03/11:22

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel