Elmar Brok mit dem Dr. Alois Mock-Europapreis 2003 ausgezeichnet

Verdienste des Vorsitzenden des außenpolitischen Ausschusses des Europäischen Parlaments gewürdigt

Wien, 28. Juni 2003 (ÖVP-PD) In der heutigen Plenarsitzung des Europa-Forums Wachau in Stift Göttweig wurde Elmar Brok, Mitglied des Europäischen Parlaments, Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses des Europäischen Parlaments und Mitglied des Europäischen Konvents, mit dem Dr. Alois Mock-Europa-Preis 2003 ausgezeichnet. Die Laudatio für Brok hielt Vizekanzler a.D. Dr. Alois Mock. Die Auszeichnung wurde von ihm gemeinsam mit Außenministerin Ferrero-Waldner und dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll überreicht. ****

"Wenn sich Persönlichkeiten wie Elmar Brok der Zukunft unseres Kontinentes widmen", sagte Mock in seiner Laudatio, "dann ist mir um den Fortschritt der europäischen Einigung nicht bange!" Elmar Brok sei eine parlamentarische Speerspitze Europas und eine laute Stimme der europäischen Integration, ein großer Europäer, ein Vorkämpfer der europäischen Erweiterung und einer der Väter der Europäischen Verfassung.

Mock gab in seiner Laudatio auch eine Bewertung des Verfassungsentwurfes des europäischen Konvents ab. Mock wörtlich:
"Ich kann nur mit Nachdruck vor der Illusion warnen, dass mit der europäischen Verfassung die politische Einheit Europas endgültig fixiert ist. Aber wir liegen auf Kurs." Vor 30 Jahren hätte niemand geglaubt, dass eine Europäische Verfassung ernsthaft diskutiert werden würde. Dass das nun gelungen sei, stelle einen beachtlichen Fortschritt auch in den inneren Strukturen der Union dar.

Dennoch solle man mit der raschen Verkündigung von "großen Würfen" immer vorsichtig sein. Auch bei größten Anstrengungen sei bei der Gemeinsamen Sicherheits- und Außenpolitik erst in frühestens einer Generation mit einem echten einheitlichen europäischen Auftreten zu rechnen. Eine weitere Vertiefung der Europäischen Union sei immer durch ihre Erweiterung erfolgt. Die Union dürfe nicht stehen bleiben, und wir müssen mit aller Kraft an der politischen Einigung Europas weiterarbeiten.

Der Dr. Alois Mock-Europa-Preis, eine Bronzefigur eines Europäers, wurde von dem in Österreich lebenden und wirkenden griechischen Künstler, Professor Efthymios Warlamis, geschaffen. Elmar Brok erhielt auch eine vom slowakischen Dozenten Ivan Galambos kunstvoll kalligrafierte Urkunde überreicht.

Der Dr. Alois Mock-Europa-Preis wird von der Dr. Alois Mock-Europa-Stiftung heuer zum zweiten Mal vergeben. Gemäß der Satzung der Stiftung wird mit dem Preis eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die in Forschung oder Lehre, auf den Gebieten des Schrifttums oder der Publizistik, durch ihre Tätigkeit im staatlichen oder kommunalen Bereich, in Organisationen oder im Wirtschaftsleben die europäische Einheit in vorbildlicher Weise gefördert hat. Die Auswahl erfolgt durch ein hochrangig besetztes Kuratorium.

Die Stiftung, die seit dem Jahr 1994 besteht, fördert seit ihrer Gründung Wissenschafter und Studenten, deren Dissertationen, Habilitationen oder Diplomarbeiten sich mit wesentlichen Themen Europas beschäftigen. Die heurigen Wissenschafts- und Förderpreise werden an die von einem wissenschaftlichen Beirat unter dem Vorsitz des Präsidenten der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Univ. Prof. Dr. Felix Unger, ausgewählten Preisträger im Rahmen eines Empfanges überreicht, den der niederösterreichische Landesrat Ernest Gabmann am Samstag abend für die Teilnehmer des Europa-Forums Wachau gibt.

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