"profil": Gerichtsurteil: Rumpold habe Heller nachspioniert

Noch nicht rechtskräftig - Rumpold-Anwalt kündigt Berufung an

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden berichtet, wurde vor einem Zivilgericht in St. Pölten die Frage verhandelt, ob der ehemalige Bundesgeschäftsführer der FPÖ, Gernot Rumpold, den Künstler André Heller bespitzeln habe lassen. Ex-Polizist Josef kleindienst hatte dies behauptet, Rumpold ihn deswegen geklagt. Das Urteil, das am 3. Juni erging und noch nicht rechtskräftig ist, birgt einigen politischen Sprengstoff. Der St. Pöltner Richter Gerhard Ott folgte nämlich den Ausführungen Josef Kleindiensts. Damit gelangte erstmals ein unabhängiges Gericht zur Auffassung, dass Rumpold im Jahr 1993 Heller bespitzeln habe lassen. Rumpolds Anwalt Michael Rami kündigte Berufung gegen die Entscheidung an. Strafrechtlich dürfte das St. Pöltener Urteil keine Konsequenzen haben. Die Causa Rumpold/Heller ist verjährt. Politisch wertet es SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim als Beleg dafür, "welchen Unterschied es macht, ob ein abhängiger Staatsanwalt oder ein unabhängiger Richter eine politisch heikle Geschichte untersucht".

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