Kogler: Verdacht auf Rechtsverletzung und Steuergeld-Missbrauch laut RH-Rohbericht

Grasser wird zum Dauergast im RH-Ausschuss - Frage nach Nutznießern

OTS (Wien) - "Jetzt hat sich der Verdacht bestätigt, dass der Finanzminister auch bei der Vergabe von Beratungsverträgen schwere Rechtsverletzungen begangen und das Geld mit beiden Händen beim Fenster hinaus geschmissen hat", erklärt der Vorsitzende des parlamentarischen Rechnungshofausschusses, Grün-Abgeordneter Werner Kogler, anlässlich des vorliegendenden Rechnungshof-Rohberichtes.

In einigen Fällen sei offensichtlich ein geordnetes Vergabeverfahren von vorneherein unterlassen worden, in vielen Fällen sei die Durchführung mit schwerwiegenden Mängeln behaftet gewesen. Die rasch zu klärende Frage lautet für Kogler: Wer waren die Nutznießer dieser groben Ungereimtheiten und Steuergeldverschwendungen?
"Wenn sich der Verdacht erhärtet, dass sich unter ihnen Freunde oder andere Personen aus dem Dunstkreis des Finanzministers befinden, wird Grasser zum Dauergast in den künftigen Rechnungshofausschüssen und den sonstigen Untersuchungsausschüssen des Parlaments", so der Vorsitzende des RH-Ausschusses.

"Ich werde jedenfalls den Finanzminister und sämtliche Personen des sich abzeichnenden Grasser-Netzwerkes vor den Ausschuss laden", kündigt Kogler abschließend an.

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: (++43-1) 40110-6697
http://www.gruene.at
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0008