• 25.06.2003, 12:13:36
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KAV: Erfolgreicher Jahresabschluss

Wiener Krankenanstaltenverbund erstellt erstmals kaufmännische Bilanz

Wien (OTS) - Als großer Erfolg sei der aktuelle Jahresabschluss
des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) zu werten, erklärt
KAV-Generaldirektor Univ. Prof. Dr. Eugen Hauke anlässlich der
zweitägigen Rechnungsabschlussdebatte im Wiener Gemeinderat.

Bedingt durch die mit 1. Jänner 2002 erfolgte Umstrukturierung
in eine Unternehmung - nach §71 der Wiener Stadtverfassung - konnte
der KAV erstmals eine kaufmännische Bilanz nach handelsrechtlichen
Gesichtspunkten erstellen. "Damit", so Hauke "wurde eine wesentlich
getreuere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage,
entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften, ermöglicht, als
dies mit dem früheren kameralen Rechnungswesen, einer
Einnahmen-/Ausgabenberechnung, der Fall gewesen war."

Der "neue", nach den Kriterien des Handelsrechts erfolgte
Jahresabschluss des Wiener Krankenanstaltenverbundes wurde aber auch
einer externen Kontrolle durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer
unterworfen. Hauke: "Nach dieser Überprüfung wurde dem Wiener
Krankenanstaltenverbund ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
erteilt, der die ordnungsgemäße Bilanzierung bescheinigt."

KAV: größter Arbeitgeber der Stadt Wien

Insgesamt steht dem Wiener Krankenanstaltenverbund ein
Jahresbudget von 2,4 Milliarden Euro zur Verfügung. 1,3 Milliarden
wendet der größte Arbeitgeber der Stadt Wien, der knapp 32.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, für Personalausgaben
auf.

2002 belief sich der Umsatz auf 1,65 Milliarden Euro. Darunter
fallen unter anderem Leistungserlöse in der Höhe von 1,1 Milliarden
Euro sowie der Betriebskostenzuschuss von 533 Millionen Euro seitens
der Stadt Wien.

Das Gesamtvermögen des KAV beträgt 4,2 Milliarden Euro. 84
Prozent (3,5 Milliarden) davon setzen sich aus so genannten
Sachanlagen, wie beispielsweise Grundstücken, Betriebsgebäuden und
medizinischen Geräten, zusammen. Die Finanzierung des
Sachanlagevermögens erfolgt dabei zur Gänze durch die Stadt Wien, den
Bund sowie den Wiener Krankenanstaltenfinanzierungsfonds (WIKRAF).

Patientenfreundlich: kürzere Spitalsaufenthalte

Erfreulich sei, dass der Jahresabschluss deutlich zeige, dass
der Wiener Krankenanstaltenverbund auch im Jahr 2002 "sein hohes
Leistungs- und Qualitätsniveau selbst unter engen Rahmenbedingungen
halten konnte", betont KAV-Chef Hauke. Immerhin wurden in den
Einrichtungen des KAV, der über sechs Sozialmedizinische Zentren
(Spital und Geriatriezentrum in unmittelbarer Nähe), acht
Krankenhäuser und fünf Geriatriezentren mit insgesamt mehr als 14.600
systemisierten Betten verfügt, im Vorjahr mehr als 403.000 Patienten
aufgenommen. "Dies bedeutet einen Anstieg um 4,2 Prozent im Vergleich
zum Jahr 2001", berichtet Hauke.

"Andererseits", so Hauke, "vermerken wir seit Jahren, dass sich
die generelle Verweildauer immer weiter verkürzt. Dieser Umstand
konnte vor allem durch verbesserte Therapieformen erzielt werden."
Verkürzte Spitalsaufenthalte sei nicht nur aus ökonomischer Sicht
relevant, sondern in erster Linie auch im Sinne der Patienten.

159 Millionen Euro wurden investiert

Trotz knapper Ressourcen sei es gelungen, Standards weiter
anzuheben und medizinische Leistungen zu verbessern. So wurden im
Vorjahr allein für die Mittel der ärztlichen Versorgung (Medikamente,
Prothesen, Herzschrittmacher u.Ä.) 330 Millionen Euro aufgewendet.
Für Instandhaltungsarbeiten wurden weitere 84 Millionen Euro
gewidmet. Die Gesamtinvestitionen beliefen sich im Jahr 2002 auf 159
Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer. Hauke: "Zu den größten
Projekten zählt dabei das neu gebaute Geriatriezentrum Favoriten, das
nun mit dem Kaiser-Franz-Josef-Spital gemeinsam das
Sozialmedizinische Zentrum Süd bildet." Das Projekt umfasst
kostenmäßig eine Größenordnung von 37 Millionen Euro.

Wirtschaftsbelebende Maßnahmen für Wiens Unternehmen

Die Umsetzung von Projekten, wie der Umbau der
Herzintensivstation im Krankenhaus Lainz, die grundlegende Erneuerung
der Intensivstation im Wilhelminenspital und zahlreiche andere
Vorhaben, bedeutet aber auch einen nicht unwesentlichen Auftragsschub
für Wiens Unternehmen. "Im Rahmen der wirtschaftsbelebenden Maßnahmen
für die Wiener Wirtschaft seitens der Stadt Wien beteiligt sich der
KAV mit 40 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer", erklärt
KAV-Generaldirektor Hauke: "Im Vorjahr konnten davon etwa 50 Prozent
in Form von Investitionen und Instandhaltungen realisiert werden, die
zweite Hälfte wird heuer umgesetzt." (Schluss) gn

OTS0136    2003-06-25/12:13

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