"Seil"-bringende Errungenschaft

Wiederaufbau der abgebrannten Tiroler Zugspitzbahn geht zügig voran - Tragseilsystem bereits eingespannt

Ehrwald (OTS) - Durch einen verheerenden Brand im Februar dieses Jahres wurde die Talstation der Tiroler Zugspitzbahn samt Bürotrakt völlig zerstört. Ein Fahrbetrieb war somit nicht mehr möglich. Am Wiederaufbau der neuen Bahn wird seitdem eifrig gearbeitet, um eine baldige Inbetriebnahme zu ermöglichen.

Bauarbeiten laufen auf Hochtouren

Tag und Nacht und fleißig wie Bienen schwirren die Arbeiter auf dem Gelände der Schwebebahn umher. Sie leisteten schwere Arbeit mit den Abtragungs- und Aufräumungsarbeiten. Der Stahlbau der Talstation mit den Kassen- und Bürogebäuden steht bereits. Geplant wurde die Glas-Stahl-Konstruktion von Architekt Armin Walch aus Reutte. Das Dach gleicht den Flügeln eines großen Vogels. Es steht symbolisch für das leichte und unbeschwerte Fliegen bzw. das Schweben auf den höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze.

Status quo nach gut vier Monaten: Seile gezogen

Schwere Sonderfahrzeuge lieferten die eigens für die Tiroler Zugspitzbahn angefertigten Seile aus der Schweiz an. Ein Seil inklusive Trommel wiegt 87.000 kg. Mit Hilfe der alten Tragteile wurden die vier neuen Seile aufgezogen, ein so genanntes Doppeltragseilsystem.

Die neu gestaltete Kabine fährt auf je zwei vollverschlossenen Tragseilen und wird vom Zugseil gezogen. Durch dieses System wird größtmögliche Sicherheit und Komfort für unsere Gäste gewährleistet", betont der Geschäftsführer, Franz Dengg.

Schwebeflug auf Deutschlands höchsten Berg

Die Kabinen bieten 100 Personen bequem Platz. Getragen werden die schweren Seile von drei Stützen, wovon die höchste 55 Meter hoch ist. Die neue Bahn hat eine Länge von 3.600 Metern und überwindet einen Höhenunterschied von 1.725 Metern. In nur zehn Minuten befördert die neue Tiroler Zugspitzbahn die Gäste zur Bergstation auf 2.950 Meter Seehöhe.

Fahrbetrieb für Spätsommer geplant

Die Tourismusbetriebe der Tiroler Zugspitzregion sowie Reiseveranstalter sorgen sich wegen dem Ausfall des touristischen Anziehungspunktes. Sie rechnen mit erheblichen wirtschaftlichen Einbußen. Durch den raschen Neubau scheint der Fahrbetrieb ab Spätsommer jedoch gesichert. Die Gäste können dann wieder von der schönsten Seite auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze, schweben.

Rückfragen & Kontakt:

hofherr communikation gmbh, Innsbruck
Angelika Rech
Tel.: +43/512/565616-17
a.rech@hofherr.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OTD0001