- 25.06.2003, 10:24:32
- /
- OTS0070 OTW0070
"Seil"-bringende Errungenschaft
Wiederaufbau der abgebrannten Tiroler Zugspitzbahn geht zügig voran - Tragseilsystem bereits eingespannt
Ehrwald (OTS) - Durch einen verheerenden Brand im Februar dieses
Jahres wurde die Talstation der Tiroler Zugspitzbahn samt Bürotrakt
völlig zerstört. Ein Fahrbetrieb war somit nicht mehr möglich. Am
Wiederaufbau der neuen Bahn wird seitdem eifrig gearbeitet, um eine
baldige Inbetriebnahme zu ermöglichen.
Bauarbeiten laufen auf Hochtouren
Tag und Nacht und fleißig wie Bienen schwirren die Arbeiter auf
dem Gelände der Schwebebahn umher. Sie leisteten schwere Arbeit mit
den Abtragungs- und Aufräumungsarbeiten. Der Stahlbau der Talstation
mit den Kassen- und Bürogebäuden steht bereits. Geplant wurde die
Glas-Stahl-Konstruktion von Architekt Armin Walch aus Reutte. Das
Dach gleicht den Flügeln eines großen Vogels. Es steht symbolisch für
das leichte und unbeschwerte Fliegen bzw. das Schweben auf den
höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze.
Status quo nach gut vier Monaten: Seile gezogen
Schwere Sonderfahrzeuge lieferten die eigens für die Tiroler
Zugspitzbahn angefertigten Seile aus der Schweiz an. Ein Seil
inklusive Trommel wiegt 87.000 kg. Mit Hilfe der alten Tragteile
wurden die vier neuen Seile aufgezogen, ein so genanntes
Doppeltragseilsystem.
Die neu gestaltete Kabine fährt auf je zwei vollverschlossenen
Tragseilen und wird vom Zugseil gezogen. Durch dieses System wird
größtmögliche Sicherheit und Komfort für unsere Gäste gewährleistet",
betont der Geschäftsführer, Franz Dengg.
Schwebeflug auf Deutschlands höchsten Berg
Die Kabinen bieten 100 Personen bequem Platz. Getragen werden die
schweren Seile von drei Stützen, wovon die höchste 55 Meter hoch ist.
Die neue Bahn hat eine Länge von 3.600 Metern und überwindet einen
Höhenunterschied von 1.725 Metern. In nur zehn Minuten befördert die
neue Tiroler Zugspitzbahn die Gäste zur Bergstation auf 2.950 Meter
Seehöhe.
Fahrbetrieb für Spätsommer geplant
Die Tourismusbetriebe der Tiroler Zugspitzregion sowie
Reiseveranstalter sorgen sich wegen dem Ausfall des touristischen
Anziehungspunktes. Sie rechnen mit erheblichen wirtschaftlichen
Einbußen. Durch den raschen Neubau scheint der Fahrbetrieb ab
Spätsommer jedoch gesichert. Die Gäste können dann wieder von der
schönsten Seite auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze,
schweben.
OTS0070 2003-06-25/10:24
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OTD






