- 25.06.2003, 09:28:22
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AK-Test: Mietauto kann Urlaubskasse erheblich belasten (1)
Preisunterschiede bei Mietauto für ein- und dasselbe Urlaubsland je nach Anbieter groß
Wien (AK) - Mehr von Portugal - mit einem Mietauto die
Urlaubsgegend erkunden ist faszinierend, kann aber beachtlich auf die
Urlaubskasse drücken. Ein AK-Test zeigt: Wer in Österreich ein
Mietauto für einen einwöchigen Sommerurlaub in Europa bucht, muss bei
den einzelnen Anbietern mit großen Preisunterschieden rechnen. So
kann ein Leihauto für Portugal beim teuersten Anbieter um 288 Euro
mehr kosten, also je nach Autovermieter machen die Mietkosten
zwischen 165 und 453 Euro aus. Mehr Infos finden Sie unter
www.konsumentenschutz.at.
Die AK hat im Mai die Angebote für einen Mietwagen in europäische
Urlaubsländer überprüft - Korfu, Rhodos, Kos, Antalya, Ibiza, Gran
Canaria, Mallorca, Lissabon, Malta, Larnaka, Sizilien und Sardinien.
Angefragt wurde ein Mietauto für eine Urlaubswoche im August bei den
Anbietern Sixt, Budget, Avis, Hertz, Europcar/ARAC, Denzeldrive,
Thrifty Car, Sunny Cars, Holiday Autos. Erhoben wurden die kompletten
Mietkosten, wie Mietpreis, alle Steuern, Vollkasko-, Diebstahl-,
Personeninsassenversicherung und unlimitierte Kilometer ebenso wie
Selbstbehalte bei selbstverschuldeten Unfällen und Diebstahl.
Der AK-Test zeigt: Die Preisunterschiede für ein Mietauto in ein-
und derselben Region sind gewaltig. Für Portugal kann ein Mietauto
zwischen 165 Euro (Budget) und 453 Euro (Europcar/ARAC) kosten - das
ist ein massiver Preisunterschied von 175 Prozent. Wer Mallorca mit
einem Mietauto erkunden will, kann zwischen 159 Euro (Sixt) und 339
Euro (Budget) zahlen, immerhin saftige 113 Prozent Preisdifferenz.
Auch in Malta kann das das Mietauto um 110 Prozent teurer sein (133
Euro bei Budget, 280 Euro bei Hertz). Am geringsten sind die
Preisunterschiede mit 63 Prozent in Zypern (207 Euro Sunny Cars und
336 Euro Europcar/ARAC).
Es zeigt sich, dass ein Anbieter nicht immer der Billigste oder
der Teuerste sein muss, sagt AK-Konsumentenschützer Harald Glatz. So
sind bei den Selbsthalten die Preise sehr unterschiedlich. Auch die
Personeninsassenversicherung wird mit ungleichen Leistungen und
Preisen angeboten. Angehende UrlauberInnen sollten sich daher
überlegen, ob sie gewisse Leistungen nicht eher mit einer normalen
Reiseversicherungen abschließen. Beispiel: In Sizilien kostet das
Mietauto bei Holiday Autos 331 Euro, darin ist die
Personeninsassenversicherung mit einem großen Brocken von 92 Euro
enthalten, bei Avis macht dieser Anteil sogar 101 Euro, bei Sixt nur
21 Euro aus.
(Forts.)
OTS0036 2003-06-25/09:28
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