Sanierung des Gesundheitssystems durch Spannensenkung nicht möglich

Europäische Apothekenspanne ist um 38 % höher als in Österreich

Linz (OTS) - "Nicht zum ersten Mal gibt die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse vor, dass mit Einsparungen bei den Apotheken das Gesundheitssystem zu sanieren wäre, das sind aber alte Hüte. Das Gegenteil ist wahr, wie folgende Zahlen belegen: Der Anteil den die Krankenkassen für Apotheken ("Spanne") ausgeben, beträgt nur 3,3 Prozent aller Ausgaben der Krankenkassen", entgegnet der Präsident der Oberösterreichischen Apotheker, Mag. Valentin Ladenbauer, eine diesbezügliche Aussendung der Oberösterreichische Gebietskrankenkasse. Auch hat, so Ladenbauer, eine zuletzt präsentierte Studie des Institutes für Medizinische Statistik (IMS Health) ergeben, dass die durchschnittliche Apothekenspanne in Europa um 38 Prozent höher ist als in Österreich. IMS hat einen Europa-Vergleich der Apothekenspannen (13 Länder) errechnet: Im Durchschnitt gibt jeder Einwohner dieser Länder im Jahr 85 Euro für die Apothekenleistung aus, in Österreich sind es 61,4 Euro.

Für die Angaben der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse, wonach der Versandhandel mit Medikamenten oder Apothekenketten Medikamente verbilligen würden, fehlt bisher jeder Nachweis. Wo heute schon Ketten bestehen, sind Medikamente jedenfalls nicht billiger als in Österreich, gibt Ladenbauer zu bedenken. Zur Folge hätten solche Änderungen beim Vertrieb von Medikamenten in Österreich allerdings, dass die bewährte Struktur der Versorgung mit Medikamenten über öffentlichen Apotheken zerschlagen würde, oder, fragt Ladenbauer, leisten Versandhandel und Apothekenketten z.B. Nacht- und Wochenenddienste oder bieten Sie gar Beratung?

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