- 24.06.2003, 13:40:15
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Sanierung des Gesundheitssystems durch Spannensenkung nicht möglich
Europäische Apothekenspanne ist um 38 % höher als in Österreich
Linz (OTS) - "Nicht zum ersten Mal gibt die Oberösterreichische
Gebietskrankenkasse vor, dass mit Einsparungen bei den Apotheken das
Gesundheitssystem zu sanieren wäre, das sind aber alte Hüte. Das
Gegenteil ist wahr, wie folgende Zahlen belegen: Der Anteil den die
Krankenkassen für Apotheken ("Spanne") ausgeben, beträgt nur 3,3
Prozent aller Ausgaben der Krankenkassen", entgegnet der Präsident
der Oberösterreichischen Apotheker, Mag. Valentin Ladenbauer, eine
diesbezügliche Aussendung der Oberösterreichische
Gebietskrankenkasse. Auch hat, so Ladenbauer, eine zuletzt
präsentierte Studie des Institutes für Medizinische Statistik (IMS
Health) ergeben, dass die durchschnittliche Apothekenspanne in Europa
um 38 Prozent höher ist als in Österreich. IMS hat einen
Europa-Vergleich der Apothekenspannen (13 Länder) errechnet: Im
Durchschnitt gibt jeder Einwohner dieser Länder im Jahr 85 Euro für
die Apothekenleistung aus, in Österreich sind es 61,4 Euro.
Für die Angaben der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse, wonach
der Versandhandel mit Medikamenten oder Apothekenketten Medikamente
verbilligen würden, fehlt bisher jeder Nachweis. Wo heute schon
Ketten bestehen, sind Medikamente jedenfalls nicht billiger als in
Österreich, gibt Ladenbauer zu bedenken. Zur Folge hätten solche
Änderungen beim Vertrieb von Medikamenten in Österreich allerdings,
dass die bewährte Struktur der Versorgung mit Medikamenten über
öffentlichen Apotheken zerschlagen würde, oder, fragt Ladenbauer,
leisten Versandhandel und Apothekenketten z.B. Nacht- und
Wochenenddienste oder bieten Sie gar Beratung?
OTS0188 2003-06-24/13:40
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