• 24.06.2003, 12:59:14
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Stoisits: Erschütterndes Menschenrechtsbewußtsein von Polizeidirektorin Krug

Polizei darf Prügelaffäre nicht mit flotten Sprüchen begegnen

OTS (Wien) - Als "ein erschütterndes Zeugnis fehlenden
Menschenrechts-Bewusstseins" bezeichnet die Menschenrechtssprecherin
der Grünen, Terezija Stoisits, den Kommentar der Kärntner
Polizeidirektorin Esther Krug über die mutmaßliche Prügel- und
Folteraffäre jenes Villacher Polizisten, der monatelang seinen
Kollegen Medikamente in den Kaffee geschüttet haben soll.

"Es ist schon schlimm genug, dass zum damaligen Zeitpunkt
offensichtlich Prügelvorwürfen polizeiintern nicht korrekt
nachgegangen wurde. Obwohl der betroffene Häftling laut orf-on in
komatösem Zustand mit einem Schädel-Hirntrauma aufgefunden wurde,
wurden keine dienstrechtlichen Maßnahmen gegen die beiden
Polizeibeamten ergriffen. Diesen massiven Foltervorwürfen mit der
Aussage zu begegnen 'Wo gehobelt wird, fallen Späne' ist geradezu
eine Einladung zu weiteren Menschenrechtsübergriffen", so Stoisits.

Stoisits fordert die Polizeidirektorin auf, ihre zynische Bemerkung
umgehend zurückzunehmen und sich für die Klärung der damaligen
Prügelvorwürfe einzusetzen. Stoisits fragt auch den zuständigen
Innenminister Strasser, wie er es mit einer derart skandalösen
Ignoranz gegenüber Menschenrechten halte und ob die Polizeidirektorin
Konsequenzen zu erwarten habe.

OTS0160    2003-06-24/12:59

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB

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