• 24.06.2003, 12:09:56
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"Spaß im Nass - aber sicher 2003": Aktion gegen die Todesursache Nummer 1 bei Kleinkindern - TEIL 2

Die Rolle der Prävention und Unfallverhütung stärken - Pro Jahr Ausgaben in Höhe von über 1 Milliarde Euro

Wien (OTS) - Im Jahr 1992 wurde den sozialen Krankenversicherungen
per Gesetz die Aufgabe übertragen, Gesundheitsförderung in ihren
Leistungskatalog zu übernehmen. Seither wurde der Stellenwert der
Gesundheitsvorsorge und Prävention maßgeblich aufgewertet. Im Jahr
2002 hat die Sozialversicherung für Leistungen und Maßnahmen im
Bereich Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention (Rehabilitation)
insgesamt mehr als 1 Milliarde Euro aufgewendet

565 Millionen Euro entfallen davon auf Maßnahmen der sozialen
Krankenversicherung, der Rest verteilt sich auf Maßnahmen der
Pensions- und Unfallversicherung (siehe Abbildung 2).

Die Gesundheitsförderung hat zum Ziel, die Gesundheit der Menschen
zu stärken, Gesundheitspotenziale aufzubauen und Wissen über gesunde
Lebensweise zugänglich zu machen. Veranlagung, Umwelt, Arbeit,
Medizin und vor allem der individuelle Lebensstil beeinflussen unsere
Gesundheit maßgeblich. Diese wichtigen Zusammenhänge dringen heute
verstärkt in das gesellschaftliche Bewusstsein und werden immer öfter
zum Thema. Es gehört zu den Aufgaben der Sozialversicherung,
Gesundheitsrisiken im täglichen Leben und in der Arbeitswelt durch
Aufklärung und Beratung vermindern zu helfen.

Die betriebliche Gesundheitsförderung bietet die ideale
Gelegenheit, Gesundheit zum Thema zu machen, und zahlreiche
Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention zu
starten. Betroffene werden durch aktive Mitarbeit zu Beteiligten, die
ihre Lebens- und Arbeitswelt nach ihren eigenen Vorstellungen und mit
Unterstützung von GesundheitsexpertInnen aktiv gestalten. Zentrale
Themen sind Stressabbau, Kommunikation, Bewegung und Ernährung. Die
AUVA kann beeindruckende Erfolge im Bereich der Unfallverhütung am
Arbeitsplatz vorweisen. Die soziale

Krankenversicherung unterstützt österreichweit zahlreiche Projekte
im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung, die auch weiterhin
einen Schwerpunkt bilden soll.

Weitere wichtige Themen im Bereich der Prävention sind die

- Vorsorgeuntersuchungen (das Programm wird heuer gemeinsam mit der
   österreichischen Ärztekammer überarbeitet)
 - Angebote ambulanter und stationärer Raucherentwöhnung sowie
   Raucherberatung  und Prävention der Folgeerkrankungen des Rauchens
 - Mutter-Kind-Pass-Untersuchung
 - Disease Management bei Diabetes
 - Freizeit-Unfallverhütung
 - Zahngesundheitsförderung
 - Bewegung/Wirbelsäule
 - Stress
 - Ernährung und die
 - Jugendlichenuntersuchung

Wasser - eine tödliche Gefahr für unsere Kinder

Gerade die Kleinsten bedürfen in besonderem Maße des Schutzes der
Gesellschaft und einer einfühlsamen Anleitung zum Umgang mit den
eigenen Fähigkeiten und ihrer Neugier beim Entdecken der Umwelt. Es
gilt daher einerseits für ein möglichst "sicheres" Umfeld für unsere
Kinder zu sorgen und andererseits bei den Kindern selbst frühzeitig
damit zu beginnen, Grundlagen für ein eigenständiges Gefahren- und
Selbstbewusstsein zu schaffen. "Uns liegt vor allem daran, nach
Möglichkeit zu verhindern, dass es überhaupt zu einem 'Unfall' kommen
kann", so Dr. Josef Probst, Mitglied der Geschäftsführung im
Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Wir möchten deswegen
sowohl Eltern als auch andere Personen, die mit der ausgesprochen
verantwortungsvollen Aufgabe der Kinderbetreuung betraut sind, auf
die zahlreichen Risiken aufmerksam machen, die für Kinder im
Ernstfall eine tödliche Gefahr darstellen können.

Wasser hat für Kinder eine besondere Faszination, vor allem wenn
es im Sommer sehr heiß ist. Kinder verbringen sehr viel Zeit im und
in der Nähe des Wassers, und sind deswegen - solange sie noch nicht
gut schwimmen können - großen Gefahren durch Ertrinken oder
untergehen ausgesetzt.

Leider nimmt die Zahl der Ertrinkungsunfälle bei Kindern zu. Neben
dem Verkehrsunfall ist das Ertrinken in Österreich die häufigste
tödliche Unfallursache. Auf jeden tödlichen Ertrinkungsunfall kommen
rund 4 Unfälle, die einer stationären Behandlung bedürfen und die
zumeist mit geistigen Behinderungen einhergehen. Dem Hauptverband ist
es gerade zu Beginn der Badesaison ein besonderes Anliegen, Eltern
darauf aufmerksam zu machen, ihre Kinder - und speziell Kleinkinder -
während des Badevergnügens niemals aus den Augen zu lassen.

Aus diesem Grund hat der Hauptverband gemeinsam mit dem
österreichischen Komitee für Unfallverhütung im Kindesalter mit
GROSSE SCHÜTZEN KLEINE auch heuer wieder den Folder "Spaß im Nass -
aber sicher!" in einer Auflage von 120.000 Stück drucken lassen. Der
Hauptverband hat dieses Informationsmaterial an alle Kindergärten und
Kindertagesheime österreichweit verschickt. In Wien wurden 60.000
Folder mit dem Kindergartenjournal verschickt, in die übrigen
Bundesländer wurden insgesamt 40.000 Folder per Post versendet. In
einem Begleitbrief wurden alle KindergärtnerInnen ersucht, die Eltern
der ihnen anvertrauten Kinder im Rahmen einer
Eltern-Informationsveranstaltung auf die Gefahren im Zusammenhang mit
Wasser und Ertrinken aufmerksam zu machen.

Wir freuen uns sehr, dass die Nachfrage nach weiteren Foldern
"Spaß im Nass" sehr groß ist. Bei Bedarf können Sie das
Informationsmaterial beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger
(01/71132/3011) oder beim Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE
(0316/385-3764) anfordern.

Merkur Versicherung:

Die Merkur Versicherung hat sich gerne bereit erklärt, zum zweiten
Mal die Aktion "Spaß im Nass - aber sicher" zu unterstützen. Vorsorge
für Kinder ist ein Thema, das dem Unternehmen bereits seit vielen
Jahren am Herzen liegt. So ist die Merkur Versicherung zum Beispiel
das erste Unternehmen in Europa, das unter dem Titel "ego for kids"
ein eigenes Gesundheitsvorsorge-Programm für Kinder und Jugendliche
entwickelt hat. Im Rahmen dieses Programmes wird, wie im Fall des
vorliegenden Projektes, altersgerecht, spielerisch und ohne
"erhobenen Zeigefinger" Gesundheitsvorsorge für die Bereiche
Ernährung und Bewegung betrieben.

Die Idee des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE betreibt nach genau
der gleichen Philosophie eine wirkungsvolle Unfall-Vorsorge. In
beiden Fällen geht es um das Wohl und die Gesundheit von Kindern, die
uns alle am Herzen liegen.

Österreichische Wasserrettung:

Die Österreichische Wasser-Rettung (ÖWR) hat es sich primär zur
Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinkungstod zu bewahren. Dazu
bilden Mitglieder der ÖWR Menschen im Schwimmen und Rettungsschwimmen
sowie im Rettungstauchen aus oder versehen Dienst an unzähligen
Badestellen. Vor allem aber auch der Aufklärung über Gefahren im und
am Wasser kommt große Bedeutung zu.

Wenn Sie in den letzten Wochen die Nachrichten verfolgt haben,
werden Sie viel zu oft von Ertrinkungsunfällen - auch von Kindern -
gehört haben. Kinder spielen gerne im Wasser oder am Ufer, wir
Erwachsenen müssen uns aber darum kümmern, dass sie dabei auch sicher
sind. Die im Folder "Spaß im Nass - aber sicher" dargestellten Tipps
sollen dabei helfen.

- Die ÖWR empfiehlt Schwimmkurse ab dem Alter von ca. fünf Jahren
bei einem Schwimmlehrer mit entsprechender Qualifikation. Es bedarf
aber auch danach einiger Übung, um das Schwimmen wirklich sicher zu
beherrschen.

- Lassen Sie daher auch nach dem Kurs Ihr Kind nicht unbeobachtet!

- Nutzen Sie die Möglichkeit der Schwimmprüfungen! Diese sind ein
Ansporn, die Schwimmfertigkeit zu verbessern. Gleichzeitig wird das
Kind auch spielerisch mit den Baderegeln vertraut gemacht, die
wiederum helfen sollen, Gefahren zu vermeiden.

- Genau hier müssen wir als Erwachsene aber auf unsere
Vorbildwirkung achten! Die Baderegeln gelten auch für uns!

- Um im Ernstfall selbst sicher helfen zu können, empfehlen wir
Eltern neben dem Besuch eines Erste Hilfe Kurses auch die Ausbildung
im Rettungsschwimmen, die nicht nur für bestens trainierte Sportler
schaffbar ist!

Die ÖWR hat im letzten Jahr österreichweit ca. 11.000 Kinder im
Alter bis zu 10 Jahren im Schwimmen ausgebildet. Im Rahmen dieser
Ausbildungstätigkeit werden wir heuer diesen Folder an die Eltern
verteilen und hoffen, damit wieder einige Unfälle am Wasser zu
vermeiden.

Wir freuen uns, an dem Projekt teilnehmen zu können, und danken
dem Verein "Große schützen Kleine" sowie den Sponsoren, denn: "Sicher
im Wasser - macht mit Sicherheit Spaß"

Rückfragehinweis:
DI Gerald Innerwinkler, Stv. Technischer Leiter der ÖWR
Tel.: 01-504 56 79, mailto:[email protected]
http://bundesleitung.owr.org

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