• 24.06.2003, 11:44:14
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AK fordert: Öffentliches Eigentum an der Voestalpine muss erhalten bleiben

Linz (OTS) - Der Vorstand der Arbeiterkammer Oberösterreich hat
sich heute mit Nachdruck gegen Geheimpläne zum Verkauf und
Zerschlagung der VOEST ausgesprochen. Tausende Arbeitnehmer, die
heimische Wirtschaft und das ganze Land Oberösterreich würden
darunter leiden. Die AK verlangt, dass das öffentliche Eigentum an
der Voestalpine im derzeitigen Ausmaß gesichert wird. Die Resolution
wurde mit den Stimmen der Sozialdemokraten und der Freiheitlichen,
bei Stimmenthaltung des ÖAAB beschlossen.
Der Verkauf und die Zerschlagung der Voestalpine würde das
wirtschaftliche Rückgrat Oberösterreichs brechen, so der Vorstand der
Arbeiterkammer in seiner Resolution. Über das Schicksal Tausender
Arbeitnehmer in der Voestalpine und hunderter Zulieferbetriebe würde
in Zukunft in weit entfernten Konzernzentralen entschieden.
Österreich würde zudem eines der letzten heimischen Unternehmen
mit weltweiter Tätigkeit verlieren, das über Subaufträge Hunderten
kleineren Unternehmen den Weg auf den Weltmarkt ebnet. Um den
österreichischen Einfluss in der Voestalpine zu sichern, muss das
öffentliche Eigentum im Ausmaß des derzeitigen Bundesanteils am
Unternehmen erhalten bleiben.
Die Arbeiterkammer ist bereit, die Pläne zur Verwüstung der
heimischen Wirtschaft mit allen Mitteln zu bekämpfen. Als
Sofortmaßnahme müssen alle Mitglieder der Aufsichtsräte der ÖIAG, der

Voestalpine und ihrer Tochterunternehmen auf Interessenkollisionen
und Unvereinbarkeiten überprüft und nötigenfalls abberufen werden.
Dazu zählen auf jeden Fall Vertreter des Magna-Konzerns und anderer
Kaufinteressenten.
Von der Landesregierung fordert die Arbeiterkammer eine sofortige
und energische Intervention bei der Bundesregierung, um die Pläne zur
Zerschlagung der Voestalpine zu stoppen, die Offenlegung aller
Geheimabsprachen zwischen Landes- und Bundesregierung, die Erstellung
eines industriepolitischen Konzepts zur Sicherung der
wirtschaftlichen Entwicklung sowie die sofortige Gründung eines
Oberösterreich-Fonds, um das öffentliche Eigentum an der Voestalpine
zu erhalten.
Die Arbeiterkammer erwartet zudem, dass alle oberösterreichischen
Nationalrats-, Bundesrats- und Landtagsabgeordneten auf Seite der
heimischen Arbeitnehmer stehen und diese gegen Spekulanten und
Arbeitsplatzzerstörer schützen. Die Interessen des Landes und der
Arbeitnehmer müssen Vorrang haben vor der Gier, der
Selbstbereicherung und der wirtschaftlichen Verantwortungslosigkeit,
so der AK-Vorstand.

OTS0103    2003-06-24/11:44

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO

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