- 23.06.2003, 13:30:22
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WKÖ-Präsident Leitl: Menschen mit Behinderung "bereichern" Betriebe
Durch verstärkte Arbeitsassistenz, bessere Arbeitsplatzadaptionen und "Mediation statt gesetzlicher Vorschriften" Behinderte in den Arbeitsmarkt holen
Wien (PWK400) - "Behinderte sind keine Last, sondern eine
fachliche und menschliche Bereicherung. Das lässt sich am Einsatz
messen, der aus der Behinderung selbst kommt. Außerdem ist die
Gesellschaft angehalten, ständig lernen, mit sensiblen Bereichen
umzugehen", betonte heute, Montag, der Präsident der
Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, anlässlich der
Präsentation der EU-Website www.arbeitundbehinderung.at zum EU-Jahr
der Menschen mit Behinderung mit Vizekanzler Herbert Haupt,
IV-Präsident Peter Mitterbauer, AK-Präsident Herbert Tumpel und
Richard Leutner, leitender Sekretär des ÖGB. Diese Homepage sei, so
Leitl ein gutes Beispiel für die Kooperation zwischen Bundesregierung
und Sozialpartnern und zeige, dass nicht nur über harte Themen
verhandelt werde, sondern auch über Themen, "die uns ein Anliegen
sind".
Ziel müsse es sein, Integrationshilfen statt Barrieren aufzubauen.
Behinderte dürften nicht in Werkstätten abgeschoben, sondern müssten
in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die Voraussetzungen hierfür
konzentrieren sich, so Leitl, auf drei Bereiche: Erstens, die
Arbeitsassistenz muss gefördert und ausgebaut werden. Diese
Serviceleistung der Bundessozialämter unterstützt nicht nur
Behinderte bei ihrer Arbeit, sondern zeigt auch der Umwelt, Menschen
mit Behinderungen zu helfen. Zweitens müssten die Möglichkeiten zur
Arbeitsplatzadaption, die u.a. die Länder aber auch die Sozialpartner
in ihren Bereichen bieten, stärker ausgenutzt werden. Dadurch würde
ein optimales Arbeiten für Menschen mit Behinderung möglich. Um,
drittens, die Beschäftigung von Behinderten zu fördern, sei Mediation
besser als gesetzliche Vorschriften. "Paragraphen demotivieren,
Mediationen motivieren", unterstreicht der WKÖ-Präsident. (us)
OTS0143 2003-06-23/13:30
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