- 23.06.2003, 10:09:16
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Ungebrochenes Interesse Österreichs Exporteure am französischen Markt
Trotz eines leichte Rückgangs bei Frankreichs Ex- und Importen ist das Interesse österreichischer Unternehmen für diesen Markt weiterhin stark
Wien (PWK397) - Das französische Wirtschaftswachstum hat in den
ersten drei Monaten dieses Jahres eine markante Verlangsamung
erfahren. Eine Rezession, wie sie beim wichtigsten Handelspartner
Deutschland eingetreten ist, wurde mit einem Zuwachs von 0,3% aber
vorerst vermieden. Wichtige Wirtschaftsindikatoren bestätigen aber
nach wie vor eine Phase des Abwartens, sodass eine Wende vorerst noch
nicht abzusehen ist.
"In Anbetracht insgesamt rückläufiger französischer Exporte und
Importe in den ersten Monaten diesen Jahres konnten die am
französischen Markt engagierten österreichischen Exporteure nicht an
die Erfolge der Vorjahre anschließen", sagt Walter Koren, Leiter der
AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO) der WKÖ. Im Gesamtjahr 2002
konnten die österreichischen Ausfuhren nach Frankreich noch um 1 %
wachsen; die Ziffern der ersten drei Monate zeigen hingegen einen
Rückgang um 6,3 % auf 818 Mio Euro. Betroffen waren in erster Linie
Maschinen mit -22% und Halbfertigwaren. Zunahmen verzeichneten
hingegen die Lieferungen von Pharmazeutika, Möbeln und Aluminium.
Koren: "Die traditionell gute Position Frankreichs als
sechst-wichtigster Absatzmarkt für österreichische Produkte konnte
hinter Deutschland, Italien, Schweiz, USA und Großbritannien aber
gehalten werden." Die französischen Lieferungen nach Österreich
stiegen im gleichen Zeitraum um 10,1 % auf 785 Mio Euro, wofür in
erster Linie eine starke Zunahme der Pkw-Verkäufe mit + 21,6%
verantwortlich war. Frankreich liegt bei unseren Importpartnern
hinter Deutschland und Italien an dritter Stelle.
Investitionen werden von den ca. 2.000 im Frankreichgeschäft tätigen
österreichischen Unternehmen neben den bereits bestehenden ca. 180
Firmenniederlassungen und Beteiligungen mit einer Investitionshöhe
von ca. 600 Mio Euro in Anbetracht der aktuellen Wirtschaftslage
Frankreichs nur zurückhaltend getätigt. Traditionell hohes Engagement
besteht in Ostfrankreich vor allem im und außerhalb der Großräume von
Paris und Lyon. "Branchenschwerpunkte sind Papier, Baustoffe, Holz,
Verpackung und zunehmend Hightech", berichtet der
WKÖ-Handelsdelegierte in Paris, Philipp Marboe. Unter den fast 50
Produktionsniederlassungen finden sich unter anderem bedeutende
Unternehmen wie Andritz, Egger, Frantschach, Hörbiger, Jungbunzlauer
Mayr Melnhof, KTM, Palfinger und Stölzle.
Marboe: "Das Interesse der etwa 2.000 österreichischen Firmen am
französischen Markt ist dennoch ungebrochen." Die Beteiligungen an
Messen und Fachausstellungen in den Schwerpunktbereichen Umwelt und
Umwelttechnologien, Luft- und Raumfahrt, Bekleidung und Textilien,
Wintersportartikel, Wein, Multimedia, Film und Fernsehen, Möbel,
Werkzeuge, Holzmaschinen und Bau werden heuer in gleicher Intensität
wie in den vergangenen Jahren fortgesetzt. (BS)
OTS0040 2003-06-23/10:09
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