Schaunig: Kärnten ist absolutes Schlußlicht bei der Kinderbetreuung

: LR Dörfler negiert offensichtlich Fakten und bringt Verschlechterung der Förderrichtlinien in die Regierung ein, statt eine bessere Förderpolitik zu Gunsten erwerbstätiger Frauen zu betreiben

Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Kritik an Kindergartenreferent Gerhard Dörfler übte Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut am Rande der heutigen Regierungssitzung. Dörfler habe mit seinem Regierungsantrag auf Änderung der Förderrichtlinien für Kärntner Kindergruppen seine fehlende Kompetenz als Kindergartenreferent klar zum Ausdruck gebracht, so Schaunig, die Dörfler reine Schönrederei und mangelndes Problembewusstsein vorwirft.

"Was im Antrag als Verbesserung der Richtlinien tituliert wird, ist in der Realität eine klare Verschlechterung", sagte Schaunig. Landesrat Dörfler fordere in seinem Antrag beispielsweise, dass die jährlichen Förderungen nicht um mehr als 10 % steigen dürfen, ignoriere dabei aber die Tatsache, dass sich gerade im Personalbereich Kostensteigerungen ergeben und auch andere Zusatzausgaben anfallen können, so Schaunig. "Außerdem will Dörfler das Land immer mehr aus der Förderverpflichtung nehmen und bürgt den Kindergruppen die Last auf, fehlende Finanzmittel des Landes durch Sponsoren hereinzubringen. Wenn es nach Landesrat Dörfler geht, sollen die Kinder schon bald wie Skistars mit Werbelogos ausgestattet werden, um bei den Landesförderungen abziehen zu können", kritisiert Schaunig.

Eine flächendeckende, bedarfsgerechte und leistbare Kinderbetreuung für 1-3-Jährige ist nicht gegeben. "Dörfler behauptet immer es gäbe genügend Plätze und teilweise sogar eine Überversorgung, verschweigt dabei aber bewusst, dass viele der Plätze nur ein unzureichendes Halbtagsangebot bieten, sich die Betreuungsplätze in vielen Fällen nicht mit den Arbeitszeiten der Mütter vereinbaren lassen und einige Angebote nur für Wohlhabende leistbar sind", sagte Schaunig und ergänzte: "Weiters darf man nicht vergessen, dass freie Betreuungsplätze in Wolfsberg einer Mutter in Oberkärnten nicht helfen."

"Während die FPÖ nicht müde wird, das Kinderbetreuungsgeld als revolutionäre Familienleistung zu preisen, wird dies im europäischen Vergleich als hoffnungslos veraltet und nicht zielführend dargestellt", stellte Schaunig fest. Die wirkliche Revolution findet in jenen Ländern statt, wo Familien unterstützt werden und Kinder schon früh qualifizierte Betreuungsplätze zur Verfügung gestellt erhalten.

"Diese Regierung treibt die Frauen in einen Gebärstreik, weil sie keine qualitativ und quantitativ ausreichenden Kinderbetreuungsplätze schafft und Familien durch den langen Durchrechnungszeitraum bei Pensionen bestraft", so die Kärntner Soziallandesrätin. Länder mit einer fortschrittlichen Familienpolitik wie Frankreich oder Skandinavien können sich über große Steigerungen bei den Geburtenzahlen freuen, während in Kärnten die Geburtenrate ständig rücklaufend sind. Beim zuständigen Referenten fehlt offensichtlich das nötige Bewusstsein für nachhaltige Maßnahmen. "Wenn Kollege Dörfler als Kindergartenreferent überfordert ist, dann bin ich gerne bereit ihn als Referent abzulösen", schloss Schaunig. (Schluss)

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