• 17.06.2003, 11:32:07
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AK fordert nachweisbare Verbesserungen durch die Agrarreform

Eine mutige Agrarreform sollte den KonsumentInnen und der umweltorientierten Produktion zugute kommen

Wien (AK) - "Ein reformiertes Agrarsystem muss benachteiligte
Gebiete, umweltgerechte Produktion und gesunde Lebensmittel fördern",
sagt AK Agrarexpertin Maria Burgstaller anläßlich der heutigen
AK-Veranstaltung "Agrarreform zwischen Unfinanzierbarkeit und
gesellschaftlichen Ansprüchen". "Derzeit erhalten jene Landwirte die
grössten Beiträge, die den grössten Teil an der Überproduktion
erzeugen. Ob dabei das Grundwasser belastet wird oder Lebensmittel
mit Pestizid-Rückständen erzeugt werden, ist nicht Gegenstand dieses
Subventionssystems," so Burgstaller. Das Ziel der Agrarreform war
ursprünglich ein Richtiges: Für Umwelt- und KonsumentInnenschutz
sollte viel getan werden. Verfolgt man die Diskussion der
Agrarminister, wird jedoch eines klar: die Agrarreform könnte zur
Stabilisierung des alten Systems dienen, statt dieses
weiterzuentwickeln. Die AK fordert eine Vereinfachung des
Agrarfördersystems, geeignete Maßnahmen für benachteiligte Gebiete
und eine gesicherte Einhaltung der Umweltgesetze und
Produktionsauflagen.

In Zeiten der Überproduktion sollte nicht die Produktionsmenge,
sondern die schonende Produktion im Mittelpunkt stehen. Das würde
bedeuten, von der Agrarpolitik, die seine Wurzel in den 60er Jahren
hat, abzugehen. "Damals war es wichtig, die Agrarproduktion
anzukurbeln um genügend Nahrungsmittel zu produzieren. Jetzt ist wäre
es an der Zeit, nur mehr umweltschonende Produktionsweisen zu
fördern. Nicht was produziert wird, sondern wie und unter welchen
Bedingungen ein Produkt erzeugt wird, sollte gefördert werden", sagt
Burgstaller. Eine sinnvolle Agrarpolitik muss auch Gelder anders
umverteilen. Die Hälfte des EU-Budgets wird für den Agrarsektor
ausgegeben, dazu kommen hohe nationale Zahlungen. "Eine Umverteilung
dieses Budgets nach sozialen und ökologischen Kriterien wäre die
einzig sinnvolle Lösung", so Burgstaller.

Die AK fordert daher:

+ Eine Vereinfachung des Agrarfördersystems
+ Eine stärker Bindung der entkoppelten Förderungen an die
Arbeitskraft
+ die Schaffung von geeignneten Massnahmen für benachteiligte Gebiete
+ mehr Mittel für beschäftigungswirksame Programme im ländlichen Raum
+ die Sicherstellung der Einhaltung der Umweltgesetze und
Produktionsauflagen
+ Massnahmen für mehr Lebensmittelsicherheit und -qualität

OTS0113    2003-06-17/11:32

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW

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