- 17.06.2003, 11:04:44
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Bartenstein:Neue Akzente in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen mit Kroatien
Wirtschaftsminister sichert kroatischem Amtskollegen Dr. Ljubo Jurcic Unterstützung bei EU-Beitrittbemühungen zu
Wien (BMWA/OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin
Bartenstein traf gestern Nachmittag in Wien mit den
Wirtschaftsminister der Republik Kroatien, Dr. Ljubo Jurcic zu einem
Arbeitsgespräch zusammen. Zentrale Themen des Gespräches waren vor
allem die jüngsten Entwicklungen der bilateralen
Wirtschaftsbeziehungen sowie Fortschritte und Möglichkeiten einer
Intensivierung der bilateralen wirtschaftlichen Kooperation und die
österreichische Unterstützung für das kroatische Ziel eines Beitritts
zur Europäischen Union. ****
"Österreich wird den Bemühungen Kroatiens, gemeinsam mit Rumänien
und Bulgarien im Jahre 2007 der Europäischen Union beizutreten, seine
volle Unterstützung zukommen lassen, so ferne bis dahin alle
sachlichen Voraussetzungen für einen Beitritt erfüllt sind", erklärte
Bartenstein in dem Gespräch. Die Wirtschaftsbeziehungen zu Kroatien
bezeichnete er als exemplarisch.
Der Außenhandel zwischen Kroatien und Österreich zeigt mit
Jahresende 2002 eine erfreuliche Entwicklung: Die österreichische
Exportwirtschaft lieferte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 889,3
Millionen Euro (+ 11,6 %) nach Kroatien. Im Gegenzug erreichten die
österreichischen Importe aus Kroatien mit einer Steigerung von + 12,9
% einen Wert von 363,5 Millionen Euro. Der Handelsbilanzüberschuss
von 625,8 Millionen Euro zählt damit zu den höchsten, die Österreich
im Außenhandel erzielt. In der Reihung der Exportländer liegt
Kroatien vor der Russischen Föderation und nach der Slowakei an 16.
Stelle (Anteil: 1,28 %), unter den Herkunftsländern österreichischer
Importe nimmt das Land vor Kasachstan und nach Portugal den Rang 28
ein.
Österreich führender Auslandsinvestor in Kroatien
Seit 1993 wurden von ausländischen Unternehmen rund 7,6 Mrd. $ in
Kroatien investiert. Dabei ist Österreich mit einem
Investitionsvolumen von 2,3 Mrd. $ und einem Anteil von ca. 30 % an
den Gesamtinvestitionen größter Auslandsinvestor in Kroatien.
Zusammen mit Italien deckt Österreich fast 2/3 des kroatischen FDI
Wertes ab. Auch in diesem Jahr sollte sich der Aufwärtstrend der
österreichischen Investitionen fortsetzen.
Mit dem Investitionsschutzabkommen vom 1.11.1999 und dem
Doppelbesteuerungsabkommen vom 1.1.2002haben Kroatien und Österreich
gute Grundlagen für eine Intensivierung der bilateralen
Investitionstätigkeit geschaffen. Außerdem hat Kroatien durch die
neuerliche Verbesserung des Investitionsförderungsgesetzes sowie
durch die Senkung des KöSt-Satzes auf 20 % weiter zur Förderung eines
positiven Investitionsklimas beigetragen. Seit 1993 wurden von
ausländischen Unternehmen rund 7,6 Milliarden US-Dollar in Kroatien
investiert.
Die intensive wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Österreich
und Kroatien vollzieht sich nicht nur auf staatlicher Ebene, sondern
auch auf regionaler und kommunaler Ebene bestehen sehr enge
Verflechtungen, die auf eine lange Tradition zurückblicken können. So
wurden z.B. durch die Initiative der Steiermark "EU-Zukunftsregion:
Alte Nachbarn - Neue Partner" und dem Programm "Regionale
Internationalisierung Steiermark" weitere Akzente zur Vertiefung der
wirtschaftlichen Beziehungen gesetzt und damit ein wesentlicher
Beitrag zur Anhebung der Wirtschaftskraft in beiden Regionen
geleistet, betonte Bartenstein.
Ein Foto von der Begegnung ist auf der Website des Ministeriums
(http://www.bmwa.gv.at) diesem Text beigefügt und abrufbar.
Rückfragehinweis: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel: (++43-1)
71100-5108
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel: (++43-1)
71100-2058
mailto:[email protected]
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