Bartenstein:Neue Akzente in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen mit Kroatien

Wirtschaftsminister sichert kroatischem Amtskollegen Dr. Ljubo Jurcic Unterstützung bei EU-Beitrittbemühungen zu

Wien (BMWA/OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein traf gestern Nachmittag in Wien mit den Wirtschaftsminister der Republik Kroatien, Dr. Ljubo Jurcic zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Zentrale Themen des Gespräches waren vor allem die jüngsten Entwicklungen der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sowie Fortschritte und Möglichkeiten einer Intensivierung der bilateralen wirtschaftlichen Kooperation und die österreichische Unterstützung für das kroatische Ziel eines Beitritts zur Europäischen Union. ****

"Österreich wird den Bemühungen Kroatiens, gemeinsam mit Rumänien und Bulgarien im Jahre 2007 der Europäischen Union beizutreten, seine volle Unterstützung zukommen lassen, so ferne bis dahin alle sachlichen Voraussetzungen für einen Beitritt erfüllt sind", erklärte Bartenstein in dem Gespräch. Die Wirtschaftsbeziehungen zu Kroatien bezeichnete er als exemplarisch.

Der Außenhandel zwischen Kroatien und Österreich zeigt mit Jahresende 2002 eine erfreuliche Entwicklung: Die österreichische Exportwirtschaft lieferte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 889,3 Millionen Euro (+ 11,6 %) nach Kroatien. Im Gegenzug erreichten die österreichischen Importe aus Kroatien mit einer Steigerung von + 12,9 % einen Wert von 363,5 Millionen Euro. Der Handelsbilanzüberschuss von 625,8 Millionen Euro zählt damit zu den höchsten, die Österreich im Außenhandel erzielt. In der Reihung der Exportländer liegt Kroatien vor der Russischen Föderation und nach der Slowakei an 16. Stelle (Anteil: 1,28 %), unter den Herkunftsländern österreichischer Importe nimmt das Land vor Kasachstan und nach Portugal den Rang 28 ein.

Österreich führender Auslandsinvestor in Kroatien

Seit 1993 wurden von ausländischen Unternehmen rund 7,6 Mrd. $ in Kroatien investiert. Dabei ist Österreich mit einem Investitionsvolumen von 2,3 Mrd. $ und einem Anteil von ca. 30 % an den Gesamtinvestitionen größter Auslandsinvestor in Kroatien. Zusammen mit Italien deckt Österreich fast 2/3 des kroatischen FDI Wertes ab. Auch in diesem Jahr sollte sich der Aufwärtstrend der österreichischen Investitionen fortsetzen.

Mit dem Investitionsschutzabkommen vom 1.11.1999 und dem Doppelbesteuerungsabkommen vom 1.1.2002haben Kroatien und Österreich gute Grundlagen für eine Intensivierung der bilateralen Investitionstätigkeit geschaffen. Außerdem hat Kroatien durch die neuerliche Verbesserung des Investitionsförderungsgesetzes sowie durch die Senkung des KöSt-Satzes auf 20 % weiter zur Förderung eines positiven Investitionsklimas beigetragen. Seit 1993 wurden von ausländischen Unternehmen rund 7,6 Milliarden US-Dollar in Kroatien investiert.

Die intensive wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Österreich und Kroatien vollzieht sich nicht nur auf staatlicher Ebene, sondern auch auf regionaler und kommunaler Ebene bestehen sehr enge Verflechtungen, die auf eine lange Tradition zurückblicken können. So wurden z.B. durch die Initiative der Steiermark "EU-Zukunftsregion:
Alte Nachbarn - Neue Partner" und dem Programm "Regionale Internationalisierung Steiermark" weitere Akzente zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen gesetzt und damit ein wesentlicher Beitrag zur Anhebung der Wirtschaftskraft in beiden Regionen geleistet, betonte Bartenstein.

Ein Foto von der Begegnung ist auf der Website des Ministeriums (http://www.bmwa.gv.at) diesem Text beigefügt und abrufbar.

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