ARBÖ: Damit der Urlaub nicht ein bös endet, rechtzeitig impfen lassen

Wien (OTS) - =

Impfungen können gegen viele der in bestimmten
Urlaubsländern vorhandenen Ansteckungsgefahren schützen. Damit die Ferien nicht ein böses Ende nehmen, sollte man mindestens sechs Wochen vor Urlaubsantritt mit dem entsprechenden Impfprogramm beginnen, so die ARBÖ-Verkehrsmediziner. Wer seinen Urlaub in fernen Ländern oder am Mittelmeer plant, sollte sich jetzt über empfohlenen Impfungen informieren.

Welche Impfungen Reisenden empfohlen werden, richtet sich unter anderem nach dem exakten Zielort innerhalb eines Landes, der Aufenthaltsdauer und dem persönlichen Reisestil.

ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Prim. Dr. Josef Nagler:
"Rucksacktouristen ("Tramper"), die ländliche Gebiete bereisen und viel Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung haben, sind in der Regel einem höheren Risiko ausgesetzt, als Badeurlauber, die in einem Hotel wohnen. Man unterscheidet zwischen einem Basisprogramm von Impfungen, das allen Urlaubern empfohlen wird, und einem Zusatzprogramm, das je nach Aufenthaltsort angeraten wird."

Die Basisimpfungen

Zu den Basisimpfungen, die auch Urlauber haben sollten, die ins südliche Europa reisen, zählen Hepatitis A, Hepatitis B, Kinderlähmung, Diphterie und Tetanus (Die Tetanus-Impfung sollte man im übrigen "reiseunabhängig" alle 10 Jahre auffrischen lassen.). "Das Hepatitis-A-Virus wird durch verseuchte Speisen (vor allem Mayonnaisen, Salate, Eis sowie Meeresfrüchte), Trinkwasser und durch direkten Kontakt mit Erkrankten übertragen. Das Virus verursacht eine Leberentzündung und in Folge davon häufig eine Gelbsucht," so der ARBÖ-Verkehrsmediziner. Das Hepatitis-B-Virus wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Erkrankten und auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Die hervorgerufene Leberentzündung ist meist viel schwerwiegender, als die bei Hepatitis A.

Nackenbereich für Stechmücken besonders "attraktiv"

Der ARBÖ-Verkehrsmediziner weiter: "Ein besonderes Problem stellt die Malaria dar. Jährlich erkranken weltweit 300 bis 500 Millionen Menschen an dieser akuten Infektionskrankheit. Österreich verzeichnet 80 bis 110 importierte Malariafälle pro Jahr." Gegen die Malaria gibt es keine Impfung, nur vorbeugende Maßnahmen durch Medikamenteneinnahme, die sogenannte Chemoprophylaxe, die verhindern soll, dass die Erkrankung ausbricht, falls es zu einer Infektion kommt. Nagler: "Da die Erkrankung durch die weibliche Anopheles-Stechmücke übertragen wird, sollten Reisende in Malariagebieten einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Das Tragen von langärmeligen Hemden und Hosen, sowie die Verwendung von Moskitonetzen und Insektenschutzmitteln kann helfen, Moskitostiche zu vermeiden." Nicht vergessen werden sollte der Schutz des Nackenbereiches, der für Stechmücken besonders "attraktiv" ist. Hotelzimmer in oberen Stockwerken bieten übrigens zusätzlichen Schutz, da die Mücken nicht hoch fliegen können.

Ein "post-ferialer" Tipp des ARBÖ-Verkehrsmediziners: "Wenn Sie selbst Wochen nach einer Fernreise an grippeähnlichen Symptomen mit hohem Fieber, Muskel- und Gelenksschmerzen erkranken, sollten Sie unbedingt zum Arzt, denn es könnte ein Virus als Urlaubssouvenir dahinter stecken."

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