DREI JUNGE KÜNSTLERINNEN ERHIELTEN FRAUEN.KUNST.PREIS 2003

Khol lud ins Hohe Haus, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer überreichte die Preise

Wien, 17. Juni 2003 (ÖVP-PK) Zahlreiche Gäste, darunter viele Abgeordnete, Volksanwältin Rosemarie Bauer, Landtagsabgeordnete Ingrid Korosec und der Botschafter von Venezuela konnte gestern, Dienstag Abend, Nationalratspräsident Univ.Prof. Dr. Andreas Khol bei der Vergabe des "frauen.kunst.preises 2003" im Parlament begrüßen. Mit dem frauen.kunst.preis, der heuer bereits zum zweiten Mal an drei junge Künstlerinnen vergeben wurde, sollen herausragende Leistungen von Künstlerinnen aus verschiedenen Sparten des künstlerischen Ausdrucks und Schaffens ausgezeichnet werden. Ins Leben gerufen wurde der Preis von ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Dr. Gertrude Brinek. Die Preisverleihung nahm - wie auch schon im Vorjahr -Bundesministerin Elisabeth Gehrer vor. ****

Der frauen.kunst.preis 2003 - insgesamt mit 6000 Euro dotiert -wurde an die drei Künstlerinnen Daniela Ivanova aus Bulgarien (Viola), Moravia Naranjo (Tänzerin) aus Venezuela und Stephanie Pflaum aus Österreich (bildende Künstlerin) verliehen.

Khol wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass 1950 nur 4,8 Prozent Frauen im Parlament vertreten waren, heute aber bereits 33,9 Prozent. Er sei überzeugt, dass man in acht bis zwölf Jahren ein Verhältnis von 50:50 in diesem Haus haben werde. 52 Prozent der Bevölkerung seien weiblich, also "wollen wir auch 52,5 Prozent aller wichtigen Positionen mit Frauen besetzen und die Männer können sich dann auch darauf verlassen, dass wir sie gleich behandeln werden", so Ministerin Gehrer in ihrer Rede.

ÖVP-Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek zitierte in ihrer Rede Lina Loos: "Es gibt Frauen, die Heldinnen sind, von denen man aber nie etwas erfahren würde, wenn es nicht Frauen gebe, die ungehörige Fragen stellen" und ergänzte: "die ausgebrochen wären aus dieser Bescheidenheit. Ausbrechen aus dem körperlichen und geistigen Korsett, Aufbrechen zu neuen Ufern. Selbstentfaltung und Selbstwerdung, das geistige und künstlerische Schaffen selbstbewusst mitgestalten - damit gerieten Frauen früher in Konflikt mit den herrschenden Normen der Gesellschaft". Heute seien die Bedingungen nicht viel besser, obwohl es mehrheitlich weibliche Studierende an den Universitäten einschließlich der Kunstuniversitäten gebe und weibliche Studierende in der Regel die besseren Studienerfolge nachweisen können. "Dieser Umstand und weitere positive Motive sind der Grund, junge Frauen für ihr künstlerisches Schaffen auszuzeichnen", so Brinek.

Die Preisträgerinnen wurden von einer Jury ausgewählt, welcher a.o.Univ.Prof. Dr. Elena Ostleitner (Universität für Musik und Darstellende Kunst), Generaldirektorin Dr. Johanna Rachinger (Österreichische Nationalbibliothek), Dr. Heike Curtze (Galerie Heike Curtze), HR Univ.Doz. Dr. Renate Trnek (Akademie der bildenden Künste) und ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr (Schriftstellerin) angehörten. Alle drei Preisträgerinnen hätten, so Ostleitner als Sprecherin der Jury, die "ungeheure Begeisterung, Faszination und Liebe zur ihrem Beruf gemeinsam".

DIE PREISTRÄGERINNEN

Stephanie Pflaum, Jg. 1971 (Österreich) - Sparte Bildende Kunst: Sie studierte von 1993 bis 1998 an der Hochschule für angewandte Kunst in der Meisterklasse Attersee und schloss das Studium 1998 mit Auszeichnung ab. Noch vor Beendigung ihres Studiums präsentierte sie sich in zahlreichen Ausstellungen der Öffentlichkeit. Ihre Arbeiten waren unter anderem im Schömer Haus, im Tabak Museum, im Semper Depot und in der Galerie Heike Curtze zu bewundern.

Daniela Ivanova, Jg. 1977 (Bulgarien) - Musik: Die Bratschistin studierte in Sofia an der Musikakademie "Pantscho Vladigerov" und ging aus zahlreichen Musikwettbewerben als Preisträgerin hervor. 1999 begann sie ihr Studium an der Wiener Universität für Musik (bei H. P. Ochsenhofer), ist seither mit mehreren Stipendien ausgezeichnet worden und bei renommierten Veranstaltungen als Solistin, Orchestermusikerin und Kammermusik-Partnerin mit großem Erfolg aufgetreten.

Moravia Naranjo, Jg. 1968 (Venezuela) - Tanz: Ihre Ausbildung erhielt die Tänzerin in den angesehensten Ausbildungsstätten in Venezuela. Sie wurde Mitglied erfolgreicher Tanzkompanien und arbeitete mit bedeutenden venezolanischen und internationalen Choreographen zusammen. Naranjo lebt in Wien und ist Mitglied der österreichischen Tanz-Company DANS.KIAS, die zu zahlreichen Tanzfestivals im In- und Ausland eingeladen wird.

Die drei Preisträgerinnen gestalteten auch selbst das künstlerische Programm des Abends mit Musikbeiträgen, einer Tanzvorführung und einer Ausstellung und boten damit dem Publikum Einblick in ihre künstlerische Arbeit. Die Musikerin Daniela Ivanova wurde dabei von der Vorjahressiegerin Anika Vavic am Klavier begleitet.
(Schluss)

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