• 17.06.2003, 09:05:17
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Mülltrennung bleibt weitgehend unverändert

VÖEB-Mitglieder erzielen mehr als 3,2 Mrd. Euro Umsatz / Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe wählt neuen Vorstand und Länder-Repräsentanten

Wien (OTS) - Die in Österreich praktizierte Mülltrennung, also die
getrennte Abfall-Erfassung bei der Sammlung, wird auch nach
Wirksamwerden der Deponieverordnung am 1. Jänner 2004 weitgehend
unverändert beibehalten und nur vereinzelt modifiziert werden,
bekräftigten die Verantwortlichen der österreichischen
Abfallwirtschaft bei der jüngsten Jahrestagung des Verbandes
Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB) in Pichl bei Schladming.
Die Deponieverordnung sieht bekanntlich vor, dass Abfälle ab dem
kommenden Jahr nur behandelt (thermisch oder mechanisch-biologisch)
abgelagert werden dürfen.

Zum Diskussionsthema "Abfallwirtschaft Quo Vadis - Trennen wir uns
von der getrennten Sammlung?" äußerte der Leiter der Abfall-Sektion
im BMLFUW, Sektionschef DI Dr. Leopold Zahrer "ein lautes Nein" und
verwies darauf, dass man in Österreich nun zur
Ressourcen-Bewirtschaftung komme. Die Frage der Mülltrennung
reduziere sich somit darauf, wo die Trennung stattfinde - die
Sammlung sei ja nicht Selbstzweck - weshalb es die eine oder andere
Modifikation beim Sammelsystem geben werde. Auch in Zukunft würden
die Sammel- und Verwertungssysteme mit Verwertungsquoten weiter
betrieben, "die ohne getrennte Sammlung nicht erreichbar sein
werden". ARA-Vorstand Dkfm. Christian Stiglitz präzisierte dazu, dass
die getrennte Sammlung von Kunststoffen auf stofflich verwertbare
Materialien, vor allem PET, teilweise reduziert werden könnte, wofür
in Wien bereits ein Feldversuch laufe.

"Die Bürgerinformation darüber, dass die Abfall-Trennung, wie sie
bisher betrieben wird, durchaus sinnvoll ist, wird eine der
wichtigsten Aufgaben im Zusammenhang mit der Umsetzung der
Deponieverordnung sein, sagte Stiglitz weiter. Man müsse aber kein
Experte sein, um jene Stoffströme zu erkennen, die ohnedies gemeinsam
verwertet würden. VÖEB-Vizepräsident Wolfgang Leitner ergänzte, dass
es zu punktuellen Optimierungen des bestehenden Sammelsystems kommen
werde, und der steirische Umwelt-Landesrat Erich Pöltl ergänzte, "wir
brauchen dazu natürlich auch die soziale Akzeptanz".

Bei der gleichzeitig abgehaltenen Generalversammlung beschloss der
Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB), dessen mehr als
200 Mitglieder rund 80 Prozent der heimischen
Abfallwirtschafts-Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 3,2 Mrd.
Euro repräsentieren, einstimmig eine neue Führungsstruktur: Ing.
Peter J. Kneissl wurde einstimmig als Präsident bestätigt und
fungiert gleichzeitig als Wiener Landesrepräsentant sowie
Fachbereichs-Leiter für die Verbandspolitik. "Die VÖEB-Mitglieder
bereiten sich schon längst auf die Umsetzung der Deponieverordnung
vor, auch wenn bereits feststeht, dass das nicht in allen
Bundesländern gleich mit Jahresbeginn flächendeckend funktionieren
wird. Besonders die nunmehr bereits 50 zertifizierten
Entsorgungsfachbetriebe sind ein Garant für das besondere Bemühen der
österreichischen Abfallwirtschaft um die Umwelt", sagte Präsident
Peter J. Kneissl.

Vorstandsmitglieder sind nunmehr Frank Dicker (Saubermacher
Dienstleistungs AG/Steiermark), Walter Ebner (Reststofftechnik
GmbH/Salzburg), DI Johannes Fischer (NUA/NÖ), Oswald Hackl (Hackl
Container/Burgenland), Herbert Jernej (Kärnten), Mag. Georg Ketzler
(Brantner GesmbH/NÖ), Wolfgang Leitner (A.S.A. Abfall Service
AG/Steiermark), DI Franz Mittermayer (AVN Abfallverwertung/NÖ), Mag.
Roland Richter (AVE Entsorgung GmbH/OÖ), Gerd Schachenhofer (Häusle
GmbH & CO KG/Vorarlberg) und Anna Maria Widmann (Lobbe MTU
GmbH/Tirol).

OTS0024    2003-06-17/09:05

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