ÖAMTC: Einführung von flächendeckenden Tempo 30-Zonen ist gesetzwidrig

Tempo 30 muss erforderlich und nicht nur zweckmäßig sein

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Flächendeckende Tempo 30-Zonen in Bereichen ohne entsprechende bauliche oder strukturelle Voraussetzungen sind der falsche Weg und außerdem gesetzwidrig", kritisiert ÖAMTC-Verkehrstechniker Roman Michalek eine entsprechende Forderung der Wiener Grünen. Die StVO (Straßenverkehrsordnung) besagt, Tempo 30 müsse erforderlich und nicht nur zweckmäßig sein. Die Entscheidung, ob eine solche Zone eingerichtet wird, ist somit keine politische, sondern eine fachlich rechtliche.

"Es macht keinen Sinn, x-beliebig Tempo 30-Zonen einzuführen. Jede Straße gehört einzeln beurteilt", so Michalek weiter. Die Akzeptanz würde außerdem durch zeitlich geregelte Steuerung der Tempo 30-Anzeige viel eher erhöht. Sensible Bereiche, wie z.B. vor Schulen, Kindergärten oder Seniorenresidenzen müssen entsprechend gesichert und überwacht werden.

Die Senkung der Unfallzahlen kann nur durch gut durchdachtes und geplantes Organisieren des Verkehrs ohne einseitige Behinderung des motorisierten Individualverkehrs erreicht werden.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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