Kriminalstatistik: Strache: Mehr Polizisten sowie neue Wachkörper für Wien gefordert!

Wien, 2003-06-16 (fpd) - Der massiv Kriminalitätsanstieg in Wien macht es notwendig, mehr Planstellen für die Bundeshauptstadt vorzusehen sowie neue Wachkörper für sensible Bereiche einzurichten. Dies stellte heute der stv. Wiener FP-Obmann sowie FP-Sicherheitssprecher Heinz-Christian Strache fest.****

Zu einem Gutteil verantwortlich für das entstandene Sicherheitsvakuum sei der kontinuierliche Kahlschlag von Planstellen im Exekutivbereich. Gab es 1994 noch 6157 Sicherheitswachebeamte bei der Bundespolizeidirektion Wien, sind es heute rund 500 weniger. Von den verbliebenen sind zusätzlich rund 500 abkommandiert oder in Karenz. Dieser akute Personalmangel hat natürlich Konsequenzen. Immer häufiger können etwa Funkstreifenwagen infolge Personalmangels nicht mehr besetzt werden. 30 Prozent unbesetzte Funkstreifen, vor allem in den Nachtstunden, sind in Wien leider keine Seltenheit, präventive Fußstreifendienste in der Nacht infolge Personalmangels de facto abgeschafft.

Dazu kommt, daß Wien unter Innenminister Strasser immer mehr zum Umschlagplatz des illegalen Drogenhandels geworden ist. Immer dreister handeln Drogendealer vor Schulen und in U-Bahnen mit dem todbringenden Gift. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass trotz zahlreicher Beschwerden die Wiener Linien dieses Drogenproblem stillschweigend dulden und nicht endlich den Innenminister zum Handeln aufrufen. Alle paar Monate werden zwar medienwirksam Alibirazzien durchgeführt, am nächsten Tag geht der Handel mit scheinbar verstärkter Intensität munter weiter.

Die Wiener FPÖ fordert nun von Innenminister Strasser die Aufstockung der Planstellen im Exekutivbereich der BPD Wien auf den Stand von 1994. Darüber hinaus soll sukzessive die Aufhebung der Dienstzuteilungen im Wiener Sicherheitswachebereich (z.B. Flughafen, Innenministerium) erfolgen.

Auch müsse in den sensiblen Bereichen der Stadt - dort, wo Kriminalität besonders massiv auftritt - mit eigens zu schaffenden Wachkörpern die Sicherheit für die Bürger gewährleistet werden. Strache schlug in diesem Zusammenhang die Einrichtung einer 150 Mann starken U-Bahn Polizei, eine eigene Wiener Parkpolizei sowie für die großflächigen Erholungs- bzw. Grüngebiete Wiens die Einrichtung einer berittenen Polizei vor.

Es sei nicht mehr zu argumentieren, daß Wien eine sichere Stadt sei. Vielmehr seien endlich Taten gefordert, sowohl von Innenminister Strasser wie auch Bürgermeister Häupl, so Strache abschließend. (Schluß) HV

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