Skandal in BankAustria-Creditanstalt

Stimmte der Betriebsrat Vertragsverschlechterungen zu?

Wien, 2003-06-16 (fpd) - Der Kammerrat der AK-Wien Johann Gericke (Freiheitliche Arbeitnehmer) machte heute auf einen Skandal in der BankAustria-Creditanstalt aufmerksam. ****

Laut Personalabteilung der BA-CA stimmte der Betriebsrat einer Änderung eines bestehenden Vertrages zu, der für die Mitarbeiter jener Abteilung mit Wechseldienst massive Verschlechterungen bedeutet. Diese bestehen in der Umwandlung der bisherigen fixen Überstundenpauschale in diverse jederzeit streichbare Zulagen, einem Mehraufwand der Wegzeit von und zur Arbeit, aber auch die Verschlechterung von Arbeits- und Urlaubszeiten. Hinzu kommt die Versetzung auf schlechtere Dienstposten.

"Außerdem ist der abgeänderte Vertrag mit all seinen Nachteilen für die Mitarbeiter verwirrend formuliert", zeigt Gericke auf: "Was ist beispielsweise unter dem Satz ‚Die 30 Minuten Ruhepause werden in Form von Kurzpausen konsumiert’ zu verstehen? Damit ist wahrscheinlich die Mittagspause gemeint, aber wie soll man sich in ‚Kurzpausen’ zehn Minuten lang im Betriebsrestaurant um das Essen anstellen und dieses dann noch einnehmen?"

Die betroffenen Mitarbeiter überlegen nun rechtliche Schritte, möglicher Weise auch in Form einer Sammelklage.

"Wenn der Betriebsrat diesen Verschlechterungen zugestimmt hat, ohne die Betroffenen vorher zu informieren, sollte er zurücktreten und Neuwahlen ansetzen", forderte der freiheitliche Personalvertreter Gericke.

"Leider gäbe es über die Situation in der BA-CA noch anderes zu berichten, was ich mir für die nächste Zeit auch vorbehalte", schloss Gericke. (Schluss)

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