• 12.06.2003, 13:37:01
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HAUBNER: SPORT IST EIN WICHTIGER SOZIALER, PÄDAGOGISCHER, WIRTSCHAFTLICHER UND GESUNDHEITSPOLITISCHER FAKTOR

Wien, 12. Juni 2003 (ÖVP-PK) Die beliebtesten
Freizeitbeschäftigungen der Österreicherinnen und Österreicher haben
immer direkt oder indirekt mit Sport zu tun. Die Palette reicht von
aktiver Sportbetätigung bis zum Besuch von Sportveranstaltungen. Der
Sport ist also ein wichtiger sozialer, pädagogischer,
wirtschaftlicher und gesundheitspolitischer Faktor, erklärte
ÖVP-Sportsprecher Abg. Peter Haubner heute, Donnerstag, im Plenum des
Nationalrates. ****

Die österreichischen Sportler sind hervorragende Botschafter und
einmalige Werbeträger für unsere Heimat, sagte Haubner und erinnerte
exemplarisch an Tischtennis-Weltmeister Schlager, an unsere
erfolgreichen Schisportler und die Medaillen der österreichischen
Behindertensportler. "Neben dem grenzenlosen Einsatz unserer Sportler
ist aber auch die finanzielle Basis für die Entwicklung ganz
besonders wichtig. Und so ist es sehr erfreulich, dass im Rahmen der
Verhandlungen die Sportförderungen im Budget 2003 und 2004 mit
insgesamt 60,7 Millionen Euro für das Jahr 2003 und etwa 62 Millionen
Euro für das Jahr 2004 festgelegt werden. Das sind immerhin um 1,5
Millionen Euro mehr als im Jahr 2002."

Diese erhöhten Mittel fallen in der besonderen Sportförderung an,
die die Basisförderung für die österreichischen Sportverbände bildet.
Mit über 500.000 Euro erhält der Österreichische
Behindertensportverband den Löwenanteil. "Eine richtige Entscheidung
zur richtigen Zeit", so Haubner.

Mit den nun zu beschließenden finanziellen Rahmenbedingungen wird
auch der Breitensport in Österreich für die nächsten beiden Jahre
seine Aktivitäten weiter ausbauen können. Die drei Dachverbände
leisten hier einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die
Österreicherinnen und Österreicher ein lebensbegleitendes
Sportangebot, egal ob für den Leistungs-, Fitness- oder
gesundheitsorientierten Sport erhalten, sagte der ÖVP-Sportsprecher.
"Sport ist als Vorsorgefaktor erwiesenermaßen für alle von großer
Bedeutung und muss deshalb weiter unterstützt werden. Nur mit dem
breiten Spektrum der Dachverbände ist es auch möglich, einen
wesentlichen Beitrag zur Volksgesundheit und damit zur Entlastung
unseres Gesundheitssystems zu leisten."

Aktive Sportpolitik, so wie sie von der Regierung praktiziert
wird, bedeute auch aktive Wirtschaftspolitik. Die aktive Förderung
von Großveranstaltungen in Österreich und die Unterstützung für
internationale Bewerbungen, so wie in den Budgets vorgesehen, sei ein
weiterer großer Schritt in die richtige Richtung.

FUSSBALL-EM 2008 BRINGT WICHTIGE IMPULSE FÜR DIE WIRTSCHAFT

Durch den erfolgreichen Zuschlag für die Fußball-EM 2008 in der
Schweiz und Österreich werden viele wichtige wirtschaftliche Impulse,
vor allem für die Bauwirtschaft gesetzt. Insgesamt werden 100
Millionen Euro in die Qualitätssteigerung der Stadien in Wien,
Klagenfurt, Innsbruck und Salzburg investiert. Davon kommen 60
Prozent vom Bund, der Rest aus den Ländern. Damit Hand in Hand geht
die Schaffung neuer und die Sicherung bestehender Arbeitsplätze. In
den Vorbereitungen auf diese Fußball-EM werden auch weitere
qualifizierte Arbeitskräfte im Bereich Technologie, Organisation und
Tourismus benötigt, kündigte Haubner an.

Die positiven Auswirkungen auf den heimischen Tourismus, die
Erhöhung der Bekanntheit einzelner Regionen in Verbindung mit dem
Faktor Sport, die schon angesprochene erhöhte
Investitionsbereitschaft in Infrastruktur und andere Standortfaktoren
bilden weitere positiven Aspekte derartiger sportlicher Ereignisse.

Für den Salzburger Abgeordneten Haubner ist die Bewerbung
Salzburgs um die Olympischen Winterspiele 2010, die auch vom Bund mit
einer Million Euro unterstützt wird, besonders wichtig. Bereits die
Bewerbung und das Erreichen des Status einer "Candidate City" haben
sich für das Land durch konkrete wirtschaftliche Auswirkungen bezahlt
gemacht. Das IHS hat errechnet, dass die Bewerbung 5,2 Millionen Euro
an Wertschöpfung bewirkt hat. Die daraus resultierenden
Kaufkrafteffekte stellen einen Wert von 7,4 Millionen Euro dar, in
den Jahren 2001 bis 2003 wurden insgesamt 66 neue Arbeitsplätze
geschaffen, das zusätzliche Steueraufkommen aus der Bewerbung beträgt
950.000 Euro.

Gemeinsam mit den Partnerregionen Kitzbühel und Amade wurden im
Rahmen der Bewerbung wertvolle Konzepte für Infrastruktur-, Verkehrs-
und Umweltplanungen für die Zukunft erstellt, die unabhängig von
einem Zuschlag zu Olympischen Spielen genützt werden können. Alleine
diese Leistungen stellen einen Wert von rund 570.000 Euro dar und die
Öffentlichkeit profitiert von dem zu erwartenden Infrastruktur- und
Planungsschub. Dadurch werden auch städtische Infrastrukturdefizite
früher als ohne die Großveranstaltungen behoben.

Die Anerkennung des Sports international werde sich auch im
kommenden Jahr zeigen, "denn 2004 steht europaweit unter dem Motto:
‚Jahr der Erziehung durch Sport‘. Das ist eine Anerkennung für die
sozial-, bildungs-, wirtschafts- und gesundheitspolitische Dimension
dieses Bereichs. Aus diesem Grund hat die Sportpolitik das Budget für
Sportförderungen den erhöhten Anforderungen entsprechend auf rund 62
Millionen Euro festgesetzt", betonte Haubner.

Abschließend verwies der ÖVP-Sportsprecher noch auf eine wichtige
Gesetzesmaterie, "die wir bis Anfang nächsten Jahres zum Abschluss
bringen wollen - das Berufssportgesetz. Hier werden die
entscheidenden Rahmenbedingungen geschaffen, dass in Zukunft sowohl
die Vereine als auch die Sportler die Rechtssicherheit erhalten, die
sie für die Ausübung ihrer Tätigkeit brauchen."
(Schluss)

OTS0239    2003-06-12/13:37

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