• 12.06.2003, 11:40:03
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Karas: Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen in Österreich voll nutzen

Barrierefreiheit, Eingliederung, Pflege und Sensibilisierung als Hauptthemen

Brüssel/Wien, 12. Juni 2003 (ÖVP-PK) "2003 wurde zum Europäischen
Jahr der Menschen mit Behinderungen ausgerufen. Es gibt keinen
besseren Zeitpunkt, als in diesem Jahr das fünfzigjährige Bestehen
des Verbandes aller Körperbehinderten Österreichs zu begehen", sagte
heute, Donnerstag, der Präsident des VAKÖ sowie des Österreichischen
Hilfswerkes, Mag. Othmar Karas, bei der Festveranstaltung des VAKÖ in
Wien. "In der EU leben mehr als 37 Millionen Menschen mit
Behinderungen. Diese sind oft mit Hindernissen und Diskriminierungen
konfrontiert. Verbände wie der VAKÖ kämpfen hier erfolgreich um
Verbesserungen. Die Kommission unterstützt sie durch dieses spezielle
Jahr der Menschen mit Behinderungen", so Karas in seiner Ansprache.
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Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, im Laufe dieses Jahres
Fortschritte beim Erreichen von gleichen Rechten für Personen mit
Behinderungen zu erzielen. In ganz Europa soll die Öffentlichkeit für
das Thema Behinderung sensibilisiert werden, eine umfassende
Chancengleichheit und Gleichstellung soll durchgesetzt werden. "Das
öffentliche Bild ist noch immer viel zu stark von Klischees, Mitleid
und Defiziten geprägt. Unsere Aufgabe muss es sein, eine bessere
Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Alltag und Berufsleben zu
ermöglichen", forderte Karas.

In Österreich wurden vier Themenschwerpunkte gesetzt, die in der
Zusammenarbeit mit dem Bundesbehindertenbeirat greifbare und
nachhaltige Ereignisse gewährleisten sollen. "An erster Stelle steht
die Barrierefreiheit. Für Menschen mit Behinderungen ist die
Zugänglichkeit der baulichen Umwelt sowie die Benutzbarkeit der
Produkte und Dienstleistungen eine wesentliche Vorraussetzung, um an
allen gesellschaftlichen Lebensbereichen teilzuhaben", sagte Karas.
Ebenso wichtig sei die Eingliederung und Wiedereingliederung
behinderter Menschen in die Arbeitswelt. Für den Präsidenten des
Österreichischen Hilfswerkes ist die Frage der Pflege von besonderer
Bedeutung. "Mehr als 300.000 Menschen in Österreich brauchen ständig
Pflege. Österreich hat sich - als eines der ersten Länder - dieser
Herausforderung gestellt und ein einheitliches Pflegevorsorgesystem
erschaffen."

Weiters sollen durch Öffentlichkeits- und Bewusstseinsarbeit
bestehende Vorbehalte gegen die Beschäftigung von Menschen mit
Behinderung verringert werden. Die aus dem europäischen Sozialfonds
finanzierte EU-Initiative EQUAL fördert neue Methoden zur Bekämpfung
von Diskriminierungen und Ungleichheiten jeglicher Art am
Arbeitsmarkt. "Das Jahr der Menschen mit Behinderungen stellt eine
Gelegenheit dar, die Zukunft für behinderte Menschen zu verändern.
Und eine gute Zukunft für behinderte Menschen bedeutet eine gute
Zukunft für alle Menschen", so Karas abschließend.

Rückfragen: MEP Mag. Othmar Karas, Tel.: 0033-3-8817-5627
([email protected])

OTS0148    2003-06-12/11:40

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