• 11.06.2003, 17:29:18
  • /
  • OTS0252 OTW0252

Fritz Neugebauer: "Die GÖD arbeitet weiter an einer gerechten Pensionsreform mit."

Wien (OTS) - "Die ursprüngliche Vorlage zur Pensionsreform, die
nicht zustimmungsfähig war, ist durch intensive Verhandlungen bis in
die letzte Nacht hinein, erträglich gestaltet worden", erklärt
GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer im Rahmen der Pensionsreformdebatte
im Parlament.

Insbesondere konnten folgende Punkte durchgesetzt werden:

- Gesamtbegrenzung aller möglichen Verluste im Vergleich zur
geltenden Rechtslage mit höchstens 10 Prozent sowohl im ASVG wie auch
im Beamtenrecht.

- Einführung von Lebenszeitmodellen für schwer belastete
Berufsgruppen, wie beispielsweise für die Exekutive. Damit soll ein
Pensionsrecht unter Berücksichtigung besonderer Erschwernisse einen
früheren Pensionsantritt ermöglichen.

- Berücksichtigung berufsspezifischer Notwendigkeiten bei der
Harmonisierung der Pensionssysteme.

- 45 Jahre sind genug: Der Sozialminister erhält eine
Verordnungsermächtigung um jenen Personen, die besonders lange Zeit
(45 bzw. 40 Jahre) Beiträge an die Pensionsversicherung entrichtet
haben, entsprechende Zuwendungen zum Ausgleich zu gewähren.

- Anrechnung von Kindererziehungszeiten: Nunmehr werden pro Kind 3
Jahre für die Reduktion der Durchrechnungsspanne angerechnet.

- Pensionsantrittsalter: Die rasche Erhöhung des
Pensionsantrittsalters konnte deutlich verlangsamt werden. Statt
bereits im Jahr 2009 wird das geplante Regelpensionsalter von 65
Jahren erst Ende 2017 erreicht.

- Berücksichtigung von Präsenzdienstzeiten: Präsenz- und
Zivildienstzeiten werden künftig mit bis zu 30 Monaten als
beitragsgedeckte Zeit berücksichtigt.

- Die Absenkung des Steigerungsbetrages konnte abgemindert werden:
Der Steigerungsbetrag wird nunmehr nicht in 3-, sondern in
5-Jahresschritten auf 1,78% gesenkt.

"Die GÖD wird auch weiterhin an einer gerechten Pensionsreform
mitarbeiten, die eine mittel- und langfristige Sicherung unserer
Pensionen unter Bedachtnahme auf die budgetären Auswirkungen
gewährleistet. Als Gewerkschafter legen wir die Hände nicht in den
Schoss, unbefriedigend gelöste Problemfelder stehen für uns weiterhin
auf der Tagesordnung", schließt Fritz Neugebauer.

OTS0252    2003-06-11/17:29

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NOB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel