Fritz Neugebauer: "Die GÖD arbeitet weiter an einer gerechten Pensionsreform mit."

Wien (OTS) - "Die ursprüngliche Vorlage zur Pensionsreform, die nicht zustimmungsfähig war, ist durch intensive Verhandlungen bis in die letzte Nacht hinein, erträglich gestaltet worden", erklärt GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer im Rahmen der Pensionsreformdebatte im Parlament.

Insbesondere konnten folgende Punkte durchgesetzt werden:

- Gesamtbegrenzung aller möglichen Verluste im Vergleich zur geltenden Rechtslage mit höchstens 10 Prozent sowohl im ASVG wie auch im Beamtenrecht.

- Einführung von Lebenszeitmodellen für schwer belastete Berufsgruppen, wie beispielsweise für die Exekutive. Damit soll ein Pensionsrecht unter Berücksichtigung besonderer Erschwernisse einen früheren Pensionsantritt ermöglichen.

- Berücksichtigung berufsspezifischer Notwendigkeiten bei der Harmonisierung der Pensionssysteme.

- 45 Jahre sind genug: Der Sozialminister erhält eine Verordnungsermächtigung um jenen Personen, die besonders lange Zeit (45 bzw. 40 Jahre) Beiträge an die Pensionsversicherung entrichtet haben, entsprechende Zuwendungen zum Ausgleich zu gewähren.

- Anrechnung von Kindererziehungszeiten: Nunmehr werden pro Kind 3 Jahre für die Reduktion der Durchrechnungsspanne angerechnet.

- Pensionsantrittsalter: Die rasche Erhöhung des Pensionsantrittsalters konnte deutlich verlangsamt werden. Statt bereits im Jahr 2009 wird das geplante Regelpensionsalter von 65 Jahren erst Ende 2017 erreicht.

- Berücksichtigung von Präsenzdienstzeiten: Präsenz- und Zivildienstzeiten werden künftig mit bis zu 30 Monaten als beitragsgedeckte Zeit berücksichtigt.

- Die Absenkung des Steigerungsbetrages konnte abgemindert werden:
Der Steigerungsbetrag wird nunmehr nicht in 3-, sondern in 5-Jahresschritten auf 1,78% gesenkt.

"Die GÖD wird auch weiterhin an einer gerechten Pensionsreform mitarbeiten, die eine mittel- und langfristige Sicherung unserer Pensionen unter Bedachtnahme auf die budgetären Auswirkungen gewährleistet. Als Gewerkschafter legen wir die Hände nicht in den Schoss, unbefriedigend gelöste Problemfelder stehen für uns weiterhin auf der Tagesordnung", schließt Fritz Neugebauer.

Rückfragen & Kontakt:

Hermann Feiner, GÖD-Presse
Tel.Nr.: 534-54/233 oder 0664/614-52-99

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NOB0001