ARBÖ: Hitze im Straßenverkehr macht aggressiv oder müde

2,5 Liter alkoholfreier Durstlöscher ist das Minimum

Wien (OTS) - Temperaturen um die 30 Grad bringen uns zur Zeit gehörig ins Schwitzen. Glücklich ist der, der jetzt im Bad oder im schattigen Garten sein kann. Im Straßenverkehr stellt die Hitze einen erheblichen Stressfaktor dar und lässt das Unfallrisiko steigen. Extrem hohe Innentemperaturen im Auto bewirken zudem Konzentrationsmängel beim Fahrer, so der ARBÖ.

Je nach Menschentyp macht die Hitze Fahrzeuglenker aggressiv oder müde. Hinzu kommt, dass vor allem Luftfeuchtigkeit und Schwüle sowie die persönliche Konstitution, Bludruckabfall und Kreislauf eine große Rolle dabei spielen. ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Prim. Dr. Josef Nagler: "Entgegensteuer kann man, indem man regelmäßig trinkt - 2,5 Liter täglich ist das Minimum. Selbstverständlich keinen Alkohol." Ideale Autofahrer-Durstlöscher: Mineralwasser, ungesüßte Limonaden und Fruchtsäfte, Tee, Joghurt aufgespritzt mit Mineralwasser.

"Das Bedürfnis, Flüssigkeit aufzunehmen, das Durstgefühl also, entsteht, weil der Körper ständig Wasser abgibt," erklärt der ARBÖ-Verkehrsmediziner. "Hat der Körper nicht mehr genug Flüssigkeit, so senden spezielle Zellen Signale an das Zwischenhirn. Auf diese Signale wiederum reagiert das Zwischenhirn, in dem es Reizen an das Großhirn aussendet. Plötzlich wird dann dem Menschen bewusst, dass er eine trockene Kehle hat. Er bekommt Durst."

Weitere Anti-Hitze-Tipps

  • Wer zum Parken keinen Schattenplatz findet, sollte zumindest darauf achten, dass die Sonne nicht direkt auf die Windschutzscheibe brennt.
  • Auch mit heruntergeklappten Sonnenblenden lässt sich die Einstrahlung auf das Armaturenbrett minimieren.
  • Wer die Sitzlehnen so klappt, dass sie nicht frontal von der Sonne beschienen werden, schwitzt weniger nach dem Einsteigen.
  • Kinder unter keinen Umständen im heißen Fahrzeug zurücklassen!
  • Vor dem Einsteigen alle Fahrzeugtüren öffnen und kurz durchziehen lassen.

Klimaanlage richtig verwenden

Eindeutig besser auf der Verkehrsgeschehen können sich Lenker in Fahrzeugen mit Klimaanlage konzentrieren. Aber Achtung: Ist die Klimaanlage auf eine zu geringe Temperatur eingestellt, besteht die Gefahr einer Verkühlung. Die ARBÖ-Techniker geben weiter zu bedenken, dass die eingeschaltene Klimaanlage einen höheren Kraftstoffverbrauch bewirkt und die Motorleistung schwinden lässt.

ARBÖ-Verkehrsmediziner Professor Dr. Nagler über die optimale Verwendung der Klimaanlage: "Stellen Sie die Temperatur auf rund 20 bis 22 Grad ein. Richtigen Sie die Kühlluft nie direkt auf den Körper. Hier gilt die Faustregel: Kühler Kopf aber keine kalten Füße. Ist die Klimaanlage in Betrieb, muss auch eine der Luftdüsen offen sein."

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