Leitl begrüßt positives EU-Referendum Polens

Wirtschaftskammerpräsident freut sich über "nachhaltigen Wachstumskurs und entscheidenden Schritt Polens in die Wertegemeinschaft der EU"

Wien (PWK 364) - Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und Präsident des europäischen Dachverbandes der Wirtschaftskammern Eurochambres, Christoph Leitl, begrüßt das Ergebnis des polnischen EU-Votums: "Polen ist ein stabiler Eckpfeiler im politischen Europa. Es hat aufgrund einschneidender struktureller Maßnahmen und der Schaffung investitionsfreundlicher Bedingungen einen nachhaltigen Wachstumskurs eingeschlagen und nun den entscheidenden Schritt in die Wertegemeinschaft der Europäischen Union geschafft, wozu ich herzlichst gratuliere."

Polen ist mit einer Fläche von 313.000 km2 und 38,7 Mio Einwohnern das größte Land der zukünftigen EU-Partner und aufgrund seiner Größe und geographischen Nähe (Wien - Warschau: 700 km) ein interessanter Zukunftsmarkt für die österreichische Wirtschaft. Schon jetzt entwicklen sich die österreichischen Exporte nach Polen ausgezeichnet. "2002 konnte ein Anstieg von 6,4 % auf 1,3 Mrd Euro verzeichnet werden", berichtet Leitl und weist auf weiteres großes Steigerungspotential im bilateralen Außenhandel hin. Die Importe aus Polen erreichten im Vorjahr 922 Mio Euro (-1,7 %), womit sich der Handelsbilanzüberschuss Österreichs weiter fortsetzt.

Im Laufe der letzten Jahre übernahm Polen die Führungsrolle hinsichtlich der ausländischen Direktinvestitionen im Kreis der mittel- und osteuropäischen Staaten.
Die österreichischen Gesamtinvestitionen betrugen 2001 1,4 Mrd Euro bei Projekten über 1Mio US$. Österreich liegt unter den Investorenländer in Polen weltweit an 11., unter den EU-Ländern an 7. Stelle.

Durch die Privatisierungen hat die polnische Wirtschaft in den vergangenen Jahren erhebliche strukturelle Veränderungen durchlaufen, wobei seit 1990 vor allem im Industriesektor und im Bankenbereich privatisiert wurde. Die Landwirtschaft ist noch immer ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Haupteinnahmequelle für rund 10 % der polnischen Bevölkerung, erwirtschaftet aber nur rund 3% des jährlichen BIP des Landes.

Aufgrund der reichen Bodenschätze gehört Polen zu den führenden Förder- und Ausfuhrländern von Steinkohle, Schwefel, Kupfer und Silber. Führend im Industriesektor ist die verarbeitende Industrie, die gut 80 % des Gesamtwerts der verkauften Industrieproduktion ausmacht. Zu den wichtigsten Industriezweigen gehören neben der Nahrungs- und Genussmittelindustrie der Maschinenbau, die Elektrotechnik, die chemische Industrie und die Fahrzeug- sowie Metallindustrie. (Ne)

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