ÖAMTC baut in der Steiermark zwei Fahrsicherheitszentren

Der Club investiert mehr als 8 Millionen Euro in Verkehrssicherheit

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die Unfallbilanz zeigt deutlich, dass der Mensch Haupt-Risikofaktor im Straßenverkehr ist, denn 90 Prozent aller Verkehrsunfälle entstehen durch menschliches Fehlverhalten. "Die Verkehrssicherheitsarbeit des ÖAMTC setzt aus diesem Grund bei der besseren Ausbildung der Fahrzeuglenker an. Nach dem Motto 'Lernen durch Erleben' will der Club die bessere Kontrolle über das Fahrzeug, besonders aber die Sensibilisierung für die Risiken des Straßenverkehrs vermitteln. Ziel des Clubs ist es, einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der Unfallzahlen zu leisten", so Paul Fernbach, der Direktor des ÖAMTC-Steiermark.

Mit dem Bau zweier neuer Fahrsicherheitszentren in der Steiermark investiert der ÖAMTC mehr als 8 Millionen Euro in die Verkehrssicherheit. Gebaut werden das ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum Steiermark in Lebring-Jöss und ein Zentrum in St.Peter-Freienstein bei Leoben. "Der Bau der neuen Zentren wurde durch die Übernahme des A1-Ringes durch Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz nötig. Bis zur Fertigstellung der beiden steirischen Fahrsicherheitszentren des Clubs wird der Übungsbetrieb noch am A1-Ring durchgeführt, danach wird es dort keine Fahrsicherheitstrainings mehr geben", erklärt Erich Sedelmayer, gemeinsam mit Franz Wurz Geschäftsführer der ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren.

Fahrsicherheitszentren in Lebring-Jöss und St.Peter-Freienstein/Leoben

Mit dem Bau des Fahrsicherheitszentrums Steiermark in Lebring-Jöss entstehen auf 5,8 Hektar Gesamtfläche ein Seminar- und Bürogebäude mit Coffee-Corner sowie fünf Trainingspisten mit einer Jahreskapazität von 14.000 Kursteilnehmern. Das etwa 20 km südlich von Graz gelegene Zentrum ist über die A 9 leicht erreichbar. Das Zentrum wird bis Ende des Jahres fertiggestellt sein, die Baukosten betragen rund 6 Millionen Euro.

Die Umgebung des Fahrsicherheitszentrums Steiermark bietet sich nach dieser Initial-Investition des ÖAMTC ideal als weiterer Standort für den Autocluster Steiermark, für Betriebe aus dem Umfeld des Automobils, an. In unmittelbarer Nähe hat sich bereits die automotive Hochtechnologie-Firma Sensordynamics AG, die sich mit der Entwicklung von Sensoren für den Automobilbau (für ABS, ESP, Abgastechnik etc.) beschäftigt, angesiedelt. Weitere automobile Hochtechnologie-Firmen sollen folgen.

Das Fahrsicherheitszentrum St.Peter-Freienstein bei Leoben wird 3,2 Hektar Gesamtfläche und zwei Trainingspisten mit einer Jahreskapazität von mehr als 8.000 Kursteilnehmern aufweisen. Seminarräume und Büroinfrastruktur befinden sich im neuen Clubhaus auf der angrenzenden modernen Sportanlage des SC St.Peter-Freienstein. Dieses Zentrum wird ebenfalls Ende des Jahres fertiggestellt sein, die Baukosten liegen hier bei 2,3 Millionen Euro.

Das Angebot in den beiden neuen ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren der Steiermark wird die Trainings für die Mehrphasen-Fahrausbildung und Fahrsicherheitstrainings für Pkw und Motorräder ebenso umfassen, wie für Lkw, Tankwagen, Busse, Traktoren, Geländefahrzeuge sowie für Wohnmobile und Wohnwagen. Für alle Zielgruppen - vom Training der Führerschein-Neulinge bis zum Spezialtraining für Einsatzkräfte -werden Programme angeboten. Die Fahrsicherheitszentren können aber auch für Fahrzeug-Präsentationen, Autotests, Firmen-Events oder für Incentiv-Veranstaltungen genutzt werden.

Für Mehrphasen-Fahrausbildung gerüstet

Mit dem Bau der beiden Fahrsicherheitszentren und einer Gesamt-Jahreskapazität von mehr als 22.000 Kursteilnehmern ist der ÖAMTC für die Mehrphasen-Fahrausbildung auch in der Steiermark gerüstet und bietet in den, mit modernster Technik ausgerüsteten Zentren, optimale Voraussetzungen dafür. Das Fahrsicherheitszentrum Steiermark in Lebring-Jöss ist vor allem für Führerschein-Neulinge aus dem Grazer Raum und der südlichen Steiermark ideal, das Zentrum in St.Peter-Freienstein bei Leoben ist optimal für die Obersteiermark.

Die Mehrphasen-Fahrausbildung beinhaltet seit Jänner in der zweiten Phase nach der Führerscheinprüfung, die zum Fahren berechtigt, neben zwei sogenannten Perfektionsfahrten, auch ein Fahrsicherheitstraining.

ÖAMTC-Fahrsicherheits-Netzwerk über ganz Österreich

Österreichweit baut der ÖAMTC mit den beiden steirischen Zentren sein Fahrsicherheits-Netzwerk weiter flächendeckend aus. Neben den nun geplanten Fahrsicherheitszentren Steiermark in Lebring-Jöss und St.Peter-Freienstein bei Leoben gibt es die ÖAMTC-Zentren Teesdorf (Niederösterreich), Saalfelden (Salzburg), Kärnten (Mölbling), Tirol (Innsbruck/Süd) und noch bis zur Fertigstellung der steirischen Zentren den A1-Ring (Steiermark). Außerdem wird derzeit in Niederösterreich der Wachauring bei Melk zu einem modernen, multifunktionalen Fahrsicherheits-, Test- und Motorsportzentrum umgebaut. Heuer entstehen auch noch Zentren in Vorarlberg und in Oberösterreich.

Auch im Ausland werden nach dem von ÖAMTC Test&Training entwickelten Know-how Fahrsicherheitszentren betrieben und gebaut. In Luxemburg, wo die Mehrphasen-Fahrausbildung bereits Pflicht ist, gibt es ein Zentrum. In der Schweiz sind es zwei Zentren, zu denen zwei weitere dazukommen, weil dort ebenfalls die Einführung der Mehrphasen-Fahrausbildung kommt. Außerdem in Deutschland zwei Zentren am Nürburgring und am Sachsenring, sowie ein Zentrum in Italien. In Planung sind Projekte in Polen, Portugal und Spanien.

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