- 10.06.2003, 10:06:39
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ÖAMTC baut in der Steiermark zwei Fahrsicherheitszentren
Der Club investiert mehr als 8 Millionen Euro in Verkehrssicherheit
Wien (ÖAMTC-Presse) - Die Unfallbilanz zeigt deutlich, dass der
Mensch Haupt-Risikofaktor im Straßenverkehr ist, denn 90 Prozent
aller Verkehrsunfälle entstehen durch menschliches Fehlverhalten.
"Die Verkehrssicherheitsarbeit des ÖAMTC setzt aus diesem Grund bei
der besseren Ausbildung der Fahrzeuglenker an. Nach dem Motto 'Lernen
durch Erleben' will der Club die bessere Kontrolle über das Fahrzeug,
besonders aber die Sensibilisierung für die Risiken des
Straßenverkehrs vermitteln. Ziel des Clubs ist es, einen wesentlichen
Beitrag zur Senkung der Unfallzahlen zu leisten", so Paul Fernbach,
der Direktor des ÖAMTC-Steiermark.
Mit dem Bau zweier neuer Fahrsicherheitszentren in der Steiermark
investiert der ÖAMTC mehr als 8 Millionen Euro in die
Verkehrssicherheit. Gebaut werden das ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum
Steiermark in Lebring-Jöss und ein Zentrum in St.Peter-Freienstein
bei Leoben. "Der Bau der neuen Zentren wurde durch die Übernahme des
A1-Ringes durch Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz nötig. Bis zur
Fertigstellung der beiden steirischen Fahrsicherheitszentren des
Clubs wird der Übungsbetrieb noch am A1-Ring durchgeführt, danach
wird es dort keine Fahrsicherheitstrainings mehr geben", erklärt
Erich Sedelmayer, gemeinsam mit Franz Wurz Geschäftsführer der
ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren.
Fahrsicherheitszentren in Lebring-Jöss und
St.Peter-Freienstein/Leoben
Mit dem Bau des Fahrsicherheitszentrums Steiermark in
Lebring-Jöss entstehen auf 5,8 Hektar Gesamtfläche ein Seminar- und
Bürogebäude mit Coffee-Corner sowie fünf Trainingspisten mit einer
Jahreskapazität von 14.000 Kursteilnehmern. Das etwa 20 km südlich
von Graz gelegene Zentrum ist über die A 9 leicht erreichbar. Das
Zentrum wird bis Ende des Jahres fertiggestellt sein, die Baukosten
betragen rund 6 Millionen Euro.
Die Umgebung des Fahrsicherheitszentrums Steiermark bietet sich
nach dieser Initial-Investition des ÖAMTC ideal als weiterer Standort
für den Autocluster Steiermark, für Betriebe aus dem Umfeld des
Automobils, an. In unmittelbarer Nähe hat sich bereits die automotive
Hochtechnologie-Firma Sensordynamics AG, die sich mit der Entwicklung
von Sensoren für den Automobilbau (für ABS, ESP, Abgastechnik etc.)
beschäftigt, angesiedelt. Weitere automobile Hochtechnologie-Firmen
sollen folgen.
Das Fahrsicherheitszentrum St.Peter-Freienstein bei Leoben wird
3,2 Hektar Gesamtfläche und zwei Trainingspisten mit einer
Jahreskapazität von mehr als 8.000 Kursteilnehmern aufweisen.
Seminarräume und Büroinfrastruktur befinden sich im neuen Clubhaus
auf der angrenzenden modernen Sportanlage des SC
St.Peter-Freienstein. Dieses Zentrum wird ebenfalls Ende des Jahres
fertiggestellt sein, die Baukosten liegen hier bei 2,3 Millionen
Euro.
Das Angebot in den beiden neuen ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren der
Steiermark wird die Trainings für die Mehrphasen-Fahrausbildung und
Fahrsicherheitstrainings für Pkw und Motorräder ebenso umfassen, wie
für Lkw, Tankwagen, Busse, Traktoren, Geländefahrzeuge sowie für
Wohnmobile und Wohnwagen. Für alle Zielgruppen - vom Training der
Führerschein-Neulinge bis zum Spezialtraining für Einsatzkräfte -
werden Programme angeboten. Die Fahrsicherheitszentren können aber
auch für Fahrzeug-Präsentationen, Autotests, Firmen-Events oder für
Incentiv-Veranstaltungen genutzt werden.
Für Mehrphasen-Fahrausbildung gerüstet
Mit dem Bau der beiden Fahrsicherheitszentren und einer
Gesamt-Jahreskapazität von mehr als 22.000 Kursteilnehmern ist der
ÖAMTC für die Mehrphasen-Fahrausbildung auch in der Steiermark
gerüstet und bietet in den, mit modernster Technik ausgerüsteten
Zentren, optimale Voraussetzungen dafür. Das Fahrsicherheitszentrum
Steiermark in Lebring-Jöss ist vor allem für Führerschein-Neulinge
aus dem Grazer Raum und der südlichen Steiermark ideal, das Zentrum
in St.Peter-Freienstein bei Leoben ist optimal für die
Obersteiermark.
Die Mehrphasen-Fahrausbildung beinhaltet seit Jänner in der
zweiten Phase nach der Führerscheinprüfung, die zum Fahren
berechtigt, neben zwei sogenannten Perfektionsfahrten, auch ein
Fahrsicherheitstraining.
ÖAMTC-Fahrsicherheits-Netzwerk über ganz Österreich
Österreichweit baut der ÖAMTC mit den beiden steirischen Zentren
sein Fahrsicherheits-Netzwerk weiter flächendeckend aus. Neben den
nun geplanten Fahrsicherheitszentren Steiermark in Lebring-Jöss und
St.Peter-Freienstein bei Leoben gibt es die ÖAMTC-Zentren Teesdorf
(Niederösterreich), Saalfelden (Salzburg), Kärnten (Mölbling), Tirol
(Innsbruck/Süd) und noch bis zur Fertigstellung der steirischen
Zentren den A1-Ring (Steiermark). Außerdem wird derzeit in
Niederösterreich der Wachauring bei Melk zu einem modernen,
multifunktionalen Fahrsicherheits-, Test- und Motorsportzentrum
umgebaut. Heuer entstehen auch noch Zentren in Vorarlberg und in
Oberösterreich.
Auch im Ausland werden nach dem von ÖAMTC Test&Training
entwickelten Know-how Fahrsicherheitszentren betrieben und gebaut. In
Luxemburg, wo die Mehrphasen-Fahrausbildung bereits Pflicht ist, gibt
es ein Zentrum. In der Schweiz sind es zwei Zentren, zu denen zwei
weitere dazukommen, weil dort ebenfalls die Einführung der
Mehrphasen-Fahrausbildung kommt. Außerdem in Deutschland zwei Zentren
am Nürburgring und am Sachsenring, sowie ein Zentrum in Italien. In
Planung sind Projekte in Polen, Portugal und Spanien.
Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial vom Fahrsicherheitstraining finden Sie im
ÖAMTC-Foto-Service im Internet unter http://www.oeamtc.at/presse/.
(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl
Rückfragehinweis: ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218
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