• 10.06.2003, 08:34:32
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Hilde Sochor und Herbert Feuerstein im "Schlosshotel Orth": Zwei Vollblutkomödianten geben sich die Ehre

Halbzeit der Dreharbeiten zur achten Staffel der beliebten ORF-Serie

Wien (OTS) - Die Dreharbeiten zur achten Staffel von "Schlosshotel
Orth" nähern sich der Halbzeit. In Kürze wird Jürgen Kaizik ("Praxis
Bülowbogen"; Josefstadt: "Fink und Fliederbusch"), der schon
vergangenes Jahr bei sieben Folgen Regie führte, von Dagmar von
Chappuis ("Küstenwache") die Regie übernehmen. Bei den bisherigen
Dreharbeiten gaben sich auch wieder zahlreiche Gaststars die Ehre.
Unter ihnen die beiden Vollblutkomödianten Hilde Sochor und Herbert
Feuerstein. Feuerstein spielt den für seine Allüren bekannten
Schauspieler Erik Latour. Er ist heikel beim Essen, darf nicht
gestört werden und ist zu allem Überfluss auch noch ein Hypochonder
aus Passion. Schimek (Hans Kraemmer), Portier des Schlosshotels, hat
alles so weit im Griff - bis seine Cousine Gerda (Hilde Sochor)
auftaucht. Als ehemalige Krankenschwester mit einem Faible für
Berühmtheiten will sie sich Latours sofort annehmen. Schimek versucht
mit allen Tricks, die beiden auseinander zu halten.

Herbert Feuerstein als arroganter Mime, Hilde Sochor als Nervensäge

"Ich spiele eine Gastrolle als arroganter Mime. Ich bin eigentlich
das Gegenteil von beiden, ich bin weder arrogant noch Mime", sagt
Herbert Feuerstein über seinen Auftritt in "Schlosshotel Orth". Und
weiter: "Ich träume immer noch davon, 'Tatort'-Kommissar zu sein. Das
ist aber bis jetzt nicht passiert. Die Dreharbeiten waren toll, es
waren nur zwei Tage. Wenn die Kollegen wissen, dass man so schnell
weg ist, sind alle nett. Als Ex-Salzburger ist mir Gmunden aber
zimlich unbekannt. Der Mondsee bedeutet bereits eine
Grenzüberschreitung nach Oberösterreich." Feuerstein, der mit seiner
Frau gerne die Staatsoper in Wien besucht, spielt zurzeit in der von
Helmuth Lohner inszenierten "Fledermaus" in Köln: "Ich spiele den
Frosch, das ist auch sehr aufregend."
Hilde Sochor über ihre Gastrolle im Schlosshotel: "Es war eine sehr
gute und komische Rolle. Ich bin eine Nervensäge für das ganze Hotel,
die dann aber schließlich doch zur Nothelferin wird. Herbert
Feuerstein ist ein sehr netter und lieber Kollege." Hilde Sochor hat
einen ganz speziellen Bezug zu Gmunden: "Ich war damals Anfang 20 und
sehr verliebt."

"lechz", "würg", "stöhn" und "hechel" - Herbert Feuerstein
"bereichert" deutsche Sprache

Über Herbert Feuerstein, Jahrgang 1937, steht auf seiner Homepage:
"Geboren im Bahnhofsgebäude von Zell am See, in der Dienstwohnung
seines Vaters, Fahrdienstleiter der eingleisigen Schmalspurbahn zu
den Krimmler Wasserfällen. Genau so verlief auch sein weiteres Leben:
eingleisig, schmalspurig und mit Getöse nach unten. In Salzburg
versuchte Herbert Feuerstein aufzuwachsen, wurde aber nur 1,65 Meter.
In seiner Schulzeit galt er als Wunderkind: Alle wunderten sich, wie
kindisch er war. Daran hat sich bis heute nichts geändert." Bekannt
wurde Feuerstein als Chefredakteur des deutschen Satiremagazins
"MAD", mit dem er die deutsche Sprache um die Wörter "lechz", "würg",
"stöhn" und "hechel" bereicherte, und durch die Zusammenarbeit mit
Harald Schmidt in der TV-Show "Schmidteinander".

Hilde Sochor - im Fernsehen und auf der Bühne zu Hause

Hilde Sochor, promovierte Dr. phil., spielte mehr als 130 große
Rollen. In ihrem Stammhaus, im Wiener Volkstheater, war sie von 1949
bis zum Jahr 1996 - ihrem Pensionsantritt - Ensemblemitglied. Hilde
Sochor hat im Volkstheater unter fünf Direktoren gespielt. Einer
davon, Gustav Manker, wurde ihr Mann. Nestroy und Raimund hat sie
besonders gern gespielt, später kamen Stücke von Brecht, Schnitzler,
Horváth und Ibsen dazu. Ob im Fernsehen oder auf der Bühne, ob als
Frau Bockerer oder in unzähligen anderen beeindruckenden Rollen -
Hilde Sochor gehört zu den großen Menschendarstellerinnen des
deutschsprachigen Theaters.

Kanzlertochter in einer weiteren Gastrolle des Schlosshotels

In weiteren Gastrollen der achten "Schlosshotel Orth"-Staffel traten
bisher unter anderen auch Nina Blum, Tochter von Bundeskanzler Dr.
Wolfgang Schüssel, und Rolf Becker, der Vater von Ben Becker, auf.
Noch bis Oktober 2003 stehen die bekannten Serienstars Albert
Fortell, Jenny Jürgens, Heinz Trixner, Marianne Nentwich, Hans
Kraemmer, Lotte Ledl, Andreas Ban, Christian Pogats, Karl Menrad und
Julia Cencig vor der Kamera. Konstanze Breitebner ist in der achten
Staffel nicht mehr dabei. Als Carla Prinz verbüßt sie auf Grund einer
misslungenen Intrige eine mehrmonatige Gefängnisstrafe.

"Schlosshotel Orth" ist eine ORF/ZDF-Koproduktion, hergestellt von
SATEL, mit Unterstützung des Landes Oberösterreich, der Stadtgemeinde
Gmunden und der Ferienregion Traunsee.

OTS0008    2003-06-10/08:34

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