• 07.06.2003, 11:23:44
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  • OTS0014 OTW0014

Staatsbürgerschaftserwerb: Kärntner Forderungen wird Rechnung getragen

Expertenkonferenz bestätigt LH Haider: Keine automatische Erlangung nach zehn Jahren Aufenthalt

Klagenfurt (LPD) - Kärnten hat sich mit seiner Forderung nach
einer Verschärfung der Bestimmungen zur Erlangung der
Österreichischen Staatsbürgerschaft durchgesetzt. Das teilte heute,
Samstag, Landeshauptmann Jörg Haider mit, der sich dabei auf das
Ergebnis der jüngsten Konferenz der beamteten
Staatsbürgerschaftsreferenten aller Bundesländer in Pörtschach bezog
und diese als großen Erfolg wertete. Eine Hauptforderung Haiders war,
dass es keine automatische Einbürgerung bei Erreichen der
zehnjährigen Wohnsitzvoraussetzungen mehr geben solle. Dies fand in
der Konferenz breite Zustimmung.

Einstimmig akzeptiert wurde weiters, dass künftig mögliche
Verwaltungsstrafen sowie die Frage des Einkommens bzw. der Sicherung
des Lebensunterhaltes verstärkt in die Gesamtbeurteilung einbezogen
werden sollten. Dahingehend werde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus
Vertretern Kärntens, Niederösterreichs und Salzburgs, einen
Gesetzesvorschlag erarbeiten und an den Bund zur Umsetzung
herantragen, erklärte Haider.

Die große Zahl an Einbürgerungen und der damit verbundene
quotenfreie Zuzug von Familienmitgliedern erhöhe den Druck auf den
Arbeitsmarkt sowie die Gefahr sozialer Spannungen und könne deshalb
nicht mehr hingenommen werden, betonte der Landeshauptmann. An der
Konferenz welche diese Woche unter dem Vorsitz Kärntens stattfand,
nahmen auch Vertreter der Bundesministerien für Inneres sowie für
auswärtige Angelegenheiten teil.
(Schluss)

OTS0014    2003-06-07/11:23

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