- 06.06.2003, 12:48:29
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Konferenz über "Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung"
Schabl: Zugang zur Medizin für alle eine wichtige Grundsatzentscheidung
St.Pölten (NLK) - In St. Pölten fand heute die fünfte
österreichische Gesundheitsförderungskonferenz mit dem Thema
"Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung" statt. Die
Konferenzteilnehmer wurden auch von Bundesministerin Maria
Rauch-Kallat und Landesrat Emil Schabl begrüßt.
Das österreichische Gesundheitssystem sei unverzichtbar und müsse
erhalten werden, sagte Rauch-Kallat bei der Eröffnung der ganztägigen
Konferenz. Man müsse versuchen, die Kosten in den Griff zu bekommen,
man müsse aber auch den demografischen Entwicklungen Rechnung tragen.
Die steigende Lebenserwartung erhöhe auch die Kosten des Systems. Man
werde sehr kreativ sein müssen, um einen Leistungsverlust beim
Gesundheitssystem zu vermeiden und zugleich einen Gesundheitsgewinn
finanzieren zu können. Sie werde versuchen, in den nächsten drei
Jahren ihrer Regierungsperiode die Bevölkerung davon zu überzeugen,
dass sie selbst einen Mehrwert davon hat, wenn sie für ihre
Gesundheit einen Beitrag leistet.
Im Bereich der Präventation seien vor allem die Rahmenbedingungen
entscheidend, meinte Schabl. Es stelle sich natürlich die Frage, wie
weit man diese Bedingungen selbst organisatorisch beeinflussen kann.
"Da ist auch die Politik gefordert, diese Rahmenbedingungen zu
setzen", argumentierte Schabl. Immerhin habe hier bereits ein
Umdenken stattgefunden. Der Zugang zur Medizin für alle, unabhängig
vom Einkommen und vom gesellschaftlichen Stand, sei jedenfalls eine
wichtige Grundsatzentscheidung.
Der Fonds "Gesundes Österreich" setzt heuer drei themenspezifische
Schwerpunkte, die Bewegung, die Ernährung und die seelische
Gesundheit sowie drei zielgruppenorientierte Schwerpunkte, Kinder und
Jugendliche im außerschulischen Bereich, Erwerbstätige in Klein- und
Mittelbetrieben und ältere Menschen im ländlichen und städtischen
Raum.
OTS0171 2003-06-06/12:48
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